05.07.2009
Niederländische Grenzkommunen wollen ihre berühmten Coffeeshops – die legalen Verkaufsstellen für so genannte weiche Drogen – schließen, um den Drogentourismus aus den Nachbarländern zu stoppen. Die Niederlande können nicht länger an ihrer liberalen Drogenpolitik festhalten, meint die Wirtschaftszeitung NRC Handelsblad: "Cannabis ist schon längst nicht mehr das leichte Rauschmittel für die Elite der 70er Jahre. Cannabis ist chemisch viel stärker geworden, der Konsum problematischer. ... Nach Ansicht von Polizei und Jugendhilfe verschlimmert Cannabis die Probleme der schwächsten Jugendlichen in den ärmsten Stadtvierteln. In der heutigen Politik werden legale weiche Drogen allerdings noch immer als ein nützliches Instrument gegen harte Drogen gesehen. Die Drogenpolitik muss erneuert werden. Dabei müssen neue Fakten und Einsichten gegeneinander abgewogen werden. Eine weitere Verschärfung ist unausweichlich. Drogenpolitik ist prinzipiell grenzüberschreitend. Eine neue Drogenpolitik kann daher nur europäisch sein."
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