04.07.2009
In Litauen wird die sowjetische Besatzungszeit wegen der Deportation und Ermordung zahlreicher Bürger häufig als "Genozid" bezeichnet. Azuolas Bagdonas fragt sich auf dem Nachrichtenportal Delfi, ob dies gerechtfertigt ist oder ob diese Bezeichnung dem Holocaust vorbehalten sein sollte: "Ob es uns gefällt oder nicht, aber alle Versuche, juristische Termini zu verabsolutieren und den jeweils richtigen Namen zu finden, sind zugleich auch immer politisch bedingt, auch wenn dies nicht immer absichtlich passiert. Gesetze zum Verbot bestimmter Bezeichnungen sind dabei nicht deshalb zu kritisieren, weil sie beispielsweise auf mystische Weise den Antisemitismus fördern, sondern weil sie mit anderen politischen Werten kollidieren, darunter auch mit dem der Meinungsfreiheit."
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» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 13. November 2008
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