04.07.2009
Ein Gericht im kastilischen Valladolid hat erstmals in der Geschichte Spaniens die sofortige Beseitigung des christlichen Kreuzes aus einem Klassenzimmer in Macia Picaeva angeordnet. Das Urteil zur Glaubensfreiheit könnte sich nach Meinung der Tageszeitung La Repubblica, "von der lokalen auf die nationale Ebene ausweiten und eine Kettenreaktion im Einklang mit dem laizistischen Staatsbild hervorrufen, das von der sozialistischen Regierung von José Luis Rodríguez Zapatero propagandiert wird. Auf der Anklagebank sitzt das Kreuz, die Anklage lautet Verletzung der Grundrechte der Gleichheit, Glaubensfreiheit und Bekenntnisfreiheit des Staates. Nach 40 Jahren Franco-Diktatur und Katholizismus als Staatsreligion pochen die 1978 verabschiedete demokratische Verfassung und ihre Rechtsprechung auf Weltlichkeit und Bekenntnisfreiheit. Dass Glaubenssymbole noch heute präsent sind, geht auf die ambivalente Haltung der Sozialisten zurück, die Angst davor haben, den Konflikt mit der Kirche noch weiter zu schüren. Aber da, wo die Politik innehält, geht die Magistratur weiter, und das Urteil könnte nur der erste Schritt gewesen sein."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Religion, » Kriminalität / Rechtsprechung, » Spanien Alle verfügbaren Texte von » Alessandro Oppes
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 24. November 2008
Bookmarken bei
Um den kostenlosen Newsletter zu abonnieren oder zu kündigen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein: