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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 16. Juni 2006

Gehört das Internet den Bürgern?

Die Zeitung druckt einen Auszug aus einem im Onlinemagazin edge veröffentlichten Essay, in dem der Computerwissenschaftler Jaron Lanier sich über das blinde Vertrauen in Wikipedia wundert und über "die Wiederauferstehung der Idee, dass das Kollektiv über eine allwissende Weisheit verfügt, die man zentral bündeln und lenken muss. Dies ist das Gegenteil von Demokratie und Meritokratie... Ein Kollektiv auf Autopilot kann ein grausamer Idiot sein, wie uns die Ausbrüche maoistisch, faschistisch oder religiös geprägter Schwarmgeister immer wieder vorgeführt haben. Es gibt keinen Grund, warum solche gesellschaftlichen Katastrophen in Zukunft nicht auch unter dem Deckmantel technologischer Utopien passieren könnten. Sollten Wikis weiterhin an Einfluss gewinnen, sollte man sie durch jene Mechanismen verbessern, die auch schon in der Welt vor dem Internet recht gut funktioniert haben... Die beste Richtlinie dafür ist, dem Individuum den Vorrang zu geben."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 16. Juni 2006

 

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