04.07.2009
Die bürgerliche Vierparteien-Allianz mit ihrem Spitzenkandidaten Frederik Reinfeldt hat die schwedischen Parlamentswahlen mit 48,1 Prozent knapp vor den Sozialdemokraten und ihren Verbündeten mit 46,2 Prozent gewonnen. Ministerpräsident Göran Persson gestand seine Wahlniederlage ein. Als Grund für den Erfolg der Opposition sieht die Zeitung die klare Regierungsalternative, die das Vierparteienbündnis den Wählern anbot. Bis zuletzt sei völlig unklar geblieben, mit wem Persson im Falle eines Wahlsiegs koaliert hätte. "Die Regierungsfrage wurde somit zu einem Trumpf der Allianz. Der andere Grund war Göran Persson selbst. Im Regierungslager war er viel zu dominant... Auf Dauer deformiert die Macht ihre Inhaber, verstärkt ihre schlechten Seiten und bringt die Führung um ihre Offenheit und Dynamik. Dass die Sozialdemokraten die Initiative bei der Arbeitslosigkeit verloren, die die Wähler als wichtigste Frage betrachteten, hat nicht zuletzt mit einem Ministerpräsidenten zu tun, der so tat, als ob die Jobs von selbst kämen und die Arbeitslosigkeit deswegen kein Problem mehr darstelle. Das aber ließen die Wähler ihm nicht durchgehen."
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