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  Klima und Umwelt

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Am Samstag ist die 30. Weltklimakonferenz (COP30) im brasilianischen Belém zu Ende gegangen. Mit einer freiwilligen Plattform außerhalb der COP-Gremien soll das Tempo beim Klimaschutz erhöht werden. Zum Schutz des Regenwalds wurde ein neuer Fonds, jedoch kein Aktionsplan beschlossen. Konkretere Zielvorgaben für eine Abkehr von Kohle, Öl und Gas scheiterten. Europas Presse zieht Bilanz.

Die Umweltminister der EU haben sich darauf geeinigt, grundsätzlich am Ziel festzuhalten, den C02-Ausstoß bis 2040 um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Allerdings können die Länder fünf Prozentpunkte durch Kompensationen im Ausland erkaufen. Europas Presse sieht darin eine Aufweichung der Klimaziele und kommentiert dies in Hinblick auf die kommende Woche beginnende Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém.

Die Klimapolitik der EU steht unter Druck: Mehrere Mitglieder wehren sich gegen die Festlegung von Klimazielen für 2035 und 2040. Auf dem gestrigen Gipfel gab es keine Einigung. Zuvor hatten 79 Industrieunternehmen gegen ihrer Ansicht nach zu teure Emissionszertifikate lobbyiert, während mehr als 2.000 Akademiker warnten, sich in der Debatte nicht von wissenschaftlichen Erkenntnissen weg zu bewegen.

Spanien erlebt einen Sommer voller Extreme: Während durch Waldbrände Tausende Menschen auf dem Land ihre Häuser verlassen mussten und bereits 350.000 Hektar Land verbrannt sind, verzeichnen die Großstädte Temperaturen von deutlich über 40 Grad. Das Land erlebt die Folgen des Klimawandels, sind sich viele Kommentatoren sicher und fordern einen großen Staatspakt von der Politik.