Die vierköpfige Orion-Crew hat erfolgreich den Mond umrundet. Ihre Raumkapsel befindet sich auf dem Rückweg und wird nun wieder verstärkt vom Heimatplaneten angezogen. Die Fotos und Live-Übertragungen aus der Orion gehen um die Welt. Doch wie sehr sich die Fortschrittsbegeisterung mit Zukunftssorgen mischt, zeigt ein Blick in die Kommentarspalten.

Trump hat der iranischen Führung ein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus bis Dienstagnacht gestellt. Andernfalls würden Kraftwerke und Brücken im gesamten Iran zerstört. Israel warnte die Iraner auf X davor, sich in Zügen oder an Bahnhöfen aufzuhalten. Die UN rufen zur Einigung auf und warnten vor Verstößen gegen das Völkerrecht – und auch Europas Medien sind höchst besorgt.

Ungarn geht in die letzte Wahlkampfwoche vor der Parlamentswahl am Sonntag: Umfragen zufolge liegt die oppositionelle Mitte-rechts-Partei Tisza von Péter Magyar deutlich vor der Fidesz von Premierminister Viktor Orbán, der das Land seit 16 Jahren zunehmend autoritär regiert. Europas Medien messen dem Wahlergebnis gehörige Bedeutung über Ungarns Grenzen hinaus zu.

Nach der Kritik seines Außenministers Rubio an der Nato hat US-Präsident Trump nachgelegt und mit einem Austritt der USA aus dem Verteidigungsbündnis gedroht. Er erwäge ernsthaft einen Austritt nach dem Iran-Krieg, sagte er in einem Interview am Mittwoch. Hintergrund ist die Weigerung mehrerer EU-Staaten, bei den Angriffen auf den Iran zu helfen. Wie ernst muss Europa die Drohung nehmen?

Der Chef des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, hat mit Bemerkungen über die ukrainische Drohnenproduktion Empörung ausgelöst. Wenn "Hausfrauen" Bauteile mit 3D-Druckern herstellten, sei das wie ein "Spielen mit Lego-Steinen". Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Äußerungen als "befremdlich".

Als viermaliger Weltmeister versteht sich Italien seit Generationen selbstverständlich als Fußballnation. Doch nach der Niederlage gegen Bosnien und Herzegowina verpasst die Squadra Azzurra nun zum dritten Mal in Folge die WM-Teilnahme. Wie sehr das einen empfindlichen Nerv trifft, zeigt der Blick in die Landespresse.

In Frankreich hat sich die Zahl der Taufen von Erwachsenen und Jugendlichen seit 2023 verdoppelt, allein in der anstehenden Osternacht sollen mehr als 21.000 Menschen getauft werden. Auch andere Länder wie Belgien verzeichnen einen Anstieg dieses Rituals zur Aufnahme in die Kirche. Anlässlich der österlichen Feiertage denken Kommentatoren über die grundsätzliche Bedeutung von Glauben, Religion und Spiritualität nach.

US-Außenminister Marco Rubio hat Spaniens Regierung dafür kritisiert, dass sie den Vereinigten Staaten die Nutzung ihres Luftraums für den Iran-Krieg untersagt hat. In einem Interview sagte er, die Nato dürfe „keine Einbahnstraße" sein und kündigte eine Neubewertung der Allianz an. Auch Italien erteilte US-Kampfflugzeugen kürzlich ein Landeverbot auf Sizilien. Europas Presse sieht das transatlantische Bündnis ernsthaft in Gefahr.

Durch den Krieg zwischen der USA, Israel und dem Iran – und die anhaltende Blockade der Meerenge von Hormus – sind die Preise für Energie stark angestiegen. In mehreren EU-Staaten werden Maßnahmen zur Drosselung der Benzinpreise ergriffen oder diskutiert. Europas Presse wägt ab – und hat ein Déjà-vu.

In von Investigativ-Medien veröffentlichten Telefonat-Mitschnitten soll der ungarische Außenminister Péter Szijjártó seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow versprochen haben, sein Bestes zu geben, die Schwester eines russischen Oligarchen von der EU-Sanktionsliste streichen zu lassen. Zudem soll er dem russischen Vize-Energieminister Pawel Sorokin zugesagt haben, auf die Aufhebung von Sanktionen gegen die russische Schattenflotte hinzuarbeiten.

Das israelische Parlament hat die Einführung der Todesstrafe für Terroristen beschlossen. 62 der 120 Abgeordneten stimmten für den Vorstoß der Partei des ultrarechten Ministers für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir. Das Gesetz betrifft Täter, die vor Militärgerichten in den besetzten Gebieten wegen eines terroristisch motivierten Mordes verurteilt werden – und damit de facto nur Palästinenser. Europas Presse ist alarmiert.

Bei Kommunalwahlen in zehn kleineren serbischen Gemeinden ist es am Sonntag zu teils massiven Behinderungen und Übergriffen gekommen. Kommentatoren sehen darin ein Barometer dafür, wie sehr Präsident Aleksandar Vučić um seine Macht bangt und wie lebendig die vor anderthalb Jahren entstandene Protestbewegung noch ist.

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