Die herben Verluste für die SPD bei zwei Landtagswahlen stellen auch die schwarz-rote Koalition in Berlin vor Herausforderungen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte, man werde den "Arbeitsrhythmus" fortsetzen, und kündigte Reformen an. SPD-Chefin Bärbel Bas will darüber reden, ob die Spitze ihrer Partei auf dem richtigen Weg sei. Kommentatoren debattieren, wie sich die Sozialdemokratie neu aufstellen könnte.
In Italien ist eine Justizreform in einer Volksabstimmung gescheitert. Die für das Vorhaben nötige Verfassungsänderung wurde mit 54 Prozent der Stimmen abgelehnt. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte sich für eine Annahme eingesetzt. Doch schon vor dem Referendum hatte Meloni ausgeschlossen, bei einer Niederlage zurückzutreten.
US-Präsident Donald Trump hat sein dem Iran gestelltes Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus am Montag um fünf Tage verlängert. Er begründete dies mit "konstruktiven Gesprächen", die mit der iranischen Führung im Gang seien. Teheran dementierte jedoch jegliche Kontakte mit Washington. Die Angriffe beider Kriegsparteien auf Ziele im Iran und in Israel gingen unterdessen in der Nacht auf Dienstag weiter.
Das äußerst knappe Ergebnis der slowenischen Parlamentswahl lässt keinen klaren Sieger erkennen. Die Regierungspartei von Premier Robert Golob hat einen dünnen Vorsprung vor der rechtskonservativen SDS-Partei von Janez Janša erlangt. Für eine parlamentarische Mehrheit der aktuellen Mitte-Links-Koalition reicht das Ergebnis allerdings nicht.
Bei den französischen Kommunalwahlen haben sich Linksbündnisse in mehreren großen Städten durchgesetzt: In Paris und Marseille gewannen die Sozialisten Emmanuel Grégoire und Benoît Payan. In Lyon verhalfen Sozialisten, Kommunisten und LFI dem grünen Bürgermeister Grégory Doucet zur Wiederwahl. Die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) hat die Wahlen in etwa 30 Kommunen gewonnen.
In Dänemark wird am Dienstag das Parlament neu gewählt. Die sozialdemokratische Premierministerin Mette Frederiksen leitet seit Ende 2022 eine für das Land ungewöhnliche Mitte-Koalition. Die abgewehrten US-Ambitionen auf Grönland verschafften ihr zuletzt international Renommee. Kommentatoren schauen jedoch eher auf Themen wie Steuer- und Bildungspolitik.
Mehrere tausend Menschen – statt der angemeldeten 500 – haben am Sonntag in Berlin gegen virtuelle und tätliche Gewalt gegen Frauen demonstriert. Sie folgten einem Aufruf der Schauspielerin Collien Fernandes, die im Spiegel ihrem Ex-Mann vorgeworfen hat, sie mit Fake-Profilen und gefälschten Pornos erniedrigt zu haben. In Spanien hat am Wochenende ein brutaler Femizid die Öffentlichkeit erschüttert.
Gegenseitige Angriffe auf die Förder- und Verarbeitungsinfrastruktur am größten Gasfeld der Welt haben die Erdgaspreise drastisch steigen lassen: Nun stehen Befürchtungen im Raum, dass es – neben den Transportproblemen durch die faktische Blockade der Straße von Hormus – zu noch größeren Engpässen auf dem Gasmarkt kommen könnte. Die Medien zeichnen Szenarien eines globalen energetischen Ernstfalls.
Ein Abhörskandal rüttelt Slowenien kurz vor der Parlamentswahl am Sonntag auf. In sozialen Medien tauchten Videos auf, die Personen aus dem Kreis von Premier Robert Golob dabei zeigen, wie sie freimütig über mutmaßliche Korruption unter Politikern des Regierungslagers sprechen. Hinter den Videos soll eine israelische Firma mit Geheimdienst-Hintergrund stehen. Diese hatte sich zuvor mit Oppositionschef Janez Janša getroffen, was dieser auch zugab.
Das Schweizer Parlament hat nach heftiger Debatte eine Initiative von Tierschützern für ein Importverbot von Stopfleber abgelehnt und sich stattdessen für eine Deklarationspflicht ausgesprochen. Die Herstellung des traditionellen französischen Foie Gras ist in der Schweiz bereits verboten. Kommentatoren beleuchten, warum die Diskussion so hitzig geführt wird.
Beim Besuch einer Ausstellung in Madrid über die Rolle von Frauen im indigenen Mexiko hat König Felipe VI. erklärt, es habe während der Zeit der kolonialen Eroberungen durch Spanien "viel Missbrauch" gegeben. Diese Äußerung machte er im Gespräch mit dem mexikanischen Botschafter Quirino Ordaz. Kommentatoren fragen sich, wie sinnvoll dieser Vorstoß war und ob eine offizielle Entschuldigung folgen könnte.
Die USA gehen im Iran-Krieg Hand in Hand mit Israel vor. So schrieb sich die israelische Luftwaffe zuletzt die Tötung des Sicherheitsrats-Chefs Ali Laridschani als Erfolg zu. Das selbst immer wieder vom Iran mit Raketen attackierte Israel greift gegenwärtig aber auch im Süden Libanons an, von wo die schiitische Hisbollah ihrerseits Israel beschossen hat. Die Medien beurteilen Israels Rolle und Vorgehensweise auf beiden Kriegsschauplätzen.











