US-Präsident Trump hat in Saudi-Arabien rund 50 Vertreter muslimischer Staaten zum Kampf gegen islamistischen Terrorismus aufgefordert. Außerdem schlossen die USA einen Waffendeal in Höhe von mehr als 110 Milliarden Dollar mit Riad ab. Dieses Geschäft und Trumps herablassende Rede fachen die Auseinandersetzungen im Nahen Osten weiter an, fürchten einige Kommentatoren. Dass er zumindest einen Konflikt lösen kann, glauben hingegen andere.

In einer Volksabstimmung haben sich die Schweizer am Sonntag für einen schrittweisen Atomausstieg und die stärkere Förderung erneuerbarer Energien ausgesprochen. Europas Kommentatoren begrüßen den Schritt, sehen bei dem neuen Energiegesetz aber durchaus noch Nachbesserungsbedarf.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat seine Macht weiter ausgebaut. Am Sonntag ließ er sich zum Vorsitzenden der konservativen Regierungspartei AKP wählen - ein Schritt, der erst durch das knapp gewonnene Verfassungsreferendum möglich wurde. Während einige Kommentatoren den Personenkult um Erdoğan für riskant halten, sind andere hoffnungsvoll, dass Erdoğan nun inner- und außerparteilich besser durchgreifen kann.

Die "Stockholm School of Economics" hat ihre aktuelle Studie zur Schattenwirtschaft im Baltikum veröffentlicht. In Lettland lag diese 2016 bei 20,3 Prozent des BIP, war aber rückläufig. In Litauen (16,5 Prozent) und in Estland (15,4 Prozent) hingegen gab es zuletzt wieder mehr Geschäfte am Fiskus vorbei. Medien aus den baltischen Ländern diskutieren, wie die Schattenwirtschaft bekämpft werden kann.

Das Wahlprogramm der britischen Premierministerin Theresa May sieht eine härtere Einwanderungspolitik und eine reformierte Steuerpolitik vor. Sie versucht damit, sich vor den Brexit-Verhandlungen möglichst großen Rückhalt bei den Wählern zu verschaffen. Europas Kommentatoren diskutieren, ob ihr Plan aufgehen kann und ob er langfristig für Großbritannien richtig ist.

In der Präsidentschaftswahl im Iran hat sich der moderate Amtsinhaber Hassan Rohani klar gegen seinen erzkonservativen Herausforderer Ebrahim Raeissi durchgesetzt. Er erhielt 57 Prozent der Stimmen - was viele als Zustimmung für seine Politik der Öffnung zum Westen sehen. Doch dass Rohani diese wird weiterverfolgen können, ist Kommentatoren zufolge nicht gewiss.

Der Kauf von Whatsapp hat für Facebook ein teures Nachspiel: Die EU-Kommission verhängt eine Strafe von 110 Millionen Euro gegen das US-Unternehmen. Sie sieht sich getäuscht, weil Facebook vor der Fusion behauptet hatte, Nutzerdaten würden nicht weitergegeben. Von der Presse erhalten Europas Wettbewerbshüter viel Lob - aber auch die Mahnung, dass sie noch mehr gegen die Übermacht der amerikanischen IT-Konzerne tun müssen.

In der Affäre um mögliche Russland-Verstrickungen seines Wahlkampfteams wächst der Druck auf US-Präsident Trump. Das Justizministerium hat die Ermittlungen in die Hände von Ex-FBI-Chef Robert Mueller gelegt, der als überparteilich gilt. Einige Kommentatoren sehen darin ein Zeichen der funktionierenden Kontrolle der Institutionen. Für andere wäre ein Stolpern Trumps über die Affäre gar keine so gute Aussicht.

Das griechische Parlament hat am späten Donnerstagabend ein neues Sparpaket gebilligt. Es basiert auf der jüngsten Einigung mit Athens Gläubigern, die im Gegenzug für eine weitere Tranche an Hilfskrediten Sparmaßnahmen in Höhe von 4,9 Milliarden Euro vorsieht, die vor allem die Rentner und die Mittelschicht treffen. Für Europas Medien haben die vielen Sparmemoranden ihren Zweck verfehlt.

Polens Regierung stellt sich auch weiterhin Forderungen entgegen, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Mittlerweile droht dem Land ein EU-Vertragsverletzungsverfahren, wenn es nicht bald die vereinbarte Zahl Geflüchteter aus anderen EU-Staaten aufnimmt. Einige Kommentatoren schämen sich für ihre politische Riege, andere finden den gesellschaftlichen Diskurs bedenklich.

Die Erwartungen an das deutsch-französische Duo sind hoch: Angela Merkel und Emmanuel Macron sollen Europa retten, das ist aus den Meinungsspalten herauszulesen. Bei Macrons Antrittsbesuch in Berlin versprachen sie, einen Fahrplan für eine Reform der EU vorzulegen. Änderungen der EU-Verträge schlossen sie dabei nicht aus. Was können die beiden gemeinsam bewirken?

Beim Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Washington hatte ihm Donald Trump Rückhalt im Kampf gegen den Terror zugesichert. Gleichzeitig ging der US-Präsident nicht auf das Thema Bewaffnung syrisch-kurdischer Kämpfer ein. In der türkischen Presse wird Trumps Versprechen ganz unterschiedlich interpretiert.

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