Vor 40 Jahren ereignete sich in Tschernobyl in der damaligen UdSSR der bisher schwerste Unfall in der Geschichte der Kernenergie. Eine Reihe technischer Fehler führte am 26. April 1986 zur Explosion des Kernreaktors im Block 4. Die dadurch freigesetzte Radioaktivität breitete sich in ganz Europa aus und ist bis heute messbar – in Pilzen, Wildfleisch und im Waldboden. Kommentatoren diskutieren über den Umgang mit Atomkraft damals wie heute.
Beim traditionellen Korrespondenten-Dinner in Washington sind Schüsse gefallen. US-Präsident Donald Trump, seine Frau Melania Trump und mehrere Kabinettsmitglieder wurden in Sicherheit gebracht. Ein 31-Jähriger, der eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und mehrere Messer bei sich getragen haben soll, wurde festgenommen. Kommentatoren fragen sich, was das für Folgen haben könnte.
Die Bundeswehr soll die "konventionell stärkste Armee Europas" werden. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) präsentierte eine entsprechende Militärstrategie und nannte ausdrücklich Russland als Bedrohung, auf die sich Deutschland einstellen müsse. Die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten soll bis 2035 von derzeit rund 185.000 auf 260.000 steigen, die Zahl der Reservisten auf 200.000.
Auf dem Delphi Economic Forum sprach Europas oberste Staatsanwältin Laura Kövesi vorige Woche Spannungen zwischen der griechischen Regierung und den europäischen Staatsanwälten an, die in Athen mutmaßlichen Missbrauch von EU-Mitteln untersuchen. Einige Amtsträger warfen ihr politische Einmischung in innere Angelegenheiten vor. Auch wies Kövesi Behauptungen zurück, die Griechen würden die Korruption akzeptieren.
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben auf ihrem Gipfel in Zypern den 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine abgesegnet. Das war nach der Reparatur der Druschba-Pipeline und Ungarns Aufgabe seiner Blockade möglich geworden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte die Entscheidung und forderte einen schnellen EU-Beitritt seines Landes.
Spanien leidet unter einer gravierenden Wohnungsnot. Die Regierung hat nun einen Wohnbauplan verabschiedet, der das Angebot von bezahlbarem, vor Spekulation sicherem Wohnraum verdreifachen soll. Einen anderen Weg geht unterdessen Irland: Laut einer Gesetzvorlage sollen künftig Gartenlauben ohne Baugenehmigung aufstellbar und vermietbar sein. Medien beider Länder bewerten die Initiativen.
Die in Rumänien regierende Vier-Parteien-Koalition ist zerbrochen. Aus Protest gegen die Sparpolitik des Premiers Ilie Bolojan (PNL) traten die sechs Minister und der Vizepremier der Sozialdemokraten (PSD) zurück. Bolojan lehnt den von der PSD geforderten Rücktritt ab und will eine Minderheitsregierung anführen. Bukarest steht unter Druck, Haushaltsdefizit und Schulden abzubauen, und muss andernfalls die Kürzung von EU-Mitteln fürchten.
Frankreichs Regierung erlaubt Bäckereien und Blumenläden dieses Jahr erstmals, Angestellte am 1. Mai arbeiten zu lassen, vorausgesetzt diese sind freiwillig dazu bereit und erhalten doppelten Lohn. Während die Arbeitgeberseite, insbesondere Metzger und Fischhändler, auf eine weitere Lockerung des Arbeitsrechts drängen, laufen Gewerkschaften dagegen Sturm.
Kurz vor Ablauf seines Ultimatums hat US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe mit dem Iran auf unbestimmte Zeit verlängert. Es werde auf Bitten Pakistans keine Angriffe geben, bis die "ernsthaft zersplitterte" Teheraner Führung einen "geeinten Vorschlag" mache und Gespräche abgeschlossen seien, erklärte Trump. Ein von Washington angekündigter Verhandlungstermin wurde vom Iran nicht wahrgenommen.
Die estnische Regierung hat beschlossen, die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz nicht umzusetzen, und dies mit Bürokratievermeidung begründet. Die 2023 beschlossene Richtlinie soll das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen verringern – bis Juni haben die Mitgliedsstaaten noch Zeit für die Umsetzung. So müssen Unternehmen zu Lohntransparenz und Maßnahmen gegen den Gender Pay Gap verpflichtet werden.
Am Dienstag wurden in Moskau mehrere Manager aus der Leitung des führenden russischen Buchverlags Eksmo festgenommen. Der Vorwurf lautet, sie hätten "extremistische Handlungen" zur "Verbreitung von LGBT-Literatur unter Minderjährigen" unternommen. Seit Mai 2025 läuft bereits ein Verfahren gegen drei Mitarbeiter aus der Verlagsgruppe, denen die Verbreitung von Jugendliteratur mit homosexuellen Inhalten vorgeworfen wird.
Seit 2021 gilt in Ungarn ein für die Ära Orbán typisches Gesetz, wonach Kinder keine Informationen über Homosexualität, Transidentität und Geschlechtsangleichungen erhalten sollen. Nun hat der Europäische Gerichtshof entschieden: Das Gesetz ist diskriminierend und verstößt damit nicht nur gegen europäische Grundrechte. Es widerspreche auch den Grundwerten der EU.











