US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein Ultimatum gestellt: Sollte die derzeit von den iranischen Revolutionsgarden kontrollierte Straße von Hormus nicht bis Dienstagmorgen vollständig geöffnet werden, würden die USA iranische Kraftwerke angreifen. Iran reagierte mit der Androhung einer kompletten Blockade der Meerenge für den Fall solcher Angriffe. Kommentatoren beleuchten Motive der Akteure und mögliche Auswege.

Bei den französischen Kommunalwahlen haben sich Linksbündnisse in mehreren großen Städten durchgesetzt: In Paris und Marseille gewannen die Sozialisten Emmanuel Grégoire und Benoît Payan. In Lyon verhalfen Sozialisten, Kommunisten und LFI dem grünen Bürgermeister Grégory Doucet zur Wiederwahl. Die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) hat die Wahlen in etwa 30 Kommunen gewonnen.

In Dänemark wird am Dienstag das Parlament neu gewählt. Die sozialdemokratische Premierministerin Mette Frederiksen leitet seit Ende 2022 eine für das Land ungewöhnliche Mitte-Koalition. Die abgewehrten US-Ambitionen auf Grönland verschafften ihr zuletzt international Renommee. Kommentatoren schauen jedoch eher auf Themen wie Steuer- und Bildungspolitik.

Mehrere tausend Menschen – statt der angemeldeten 500 – haben am Sonntag in Berlin gegen virtuelle und tätliche Gewalt gegen Frauen demonstriert. Sie folgten einem Aufruf der Schauspielerin Collien Fernandes, die im Spiegel ihrem Ex-Mann vorgeworfen hat, sie mit Fake-Profilen und gefälschten Pornos erniedrigt zu haben. In Spanien hat am Wochenende ein brutaler Femizid die Öffentlichkeit erschüttert.

Gegenseitige Angriffe auf die Förder- und Verarbeitungsinfrastruktur am größten Gasfeld der Welt haben die Erdgaspreise drastisch steigen lassen: Nun stehen Befürchtungen im Raum, dass es – neben den Transportproblemen durch die faktische Blockade der Straße von Hormus – zu noch größeren Engpässen auf dem Gasmarkt kommen könnte. Die Medien zeichnen Szenarien eines globalen energetischen Ernstfalls.

Ein Abhörskandal rüttelt Slowenien kurz vor der Parlamentswahl am Sonntag auf. In sozialen Medien tauchten Videos auf, die Personen aus dem Kreis von Premier Robert Golob dabei zeigen, wie sie freimütig über mutmaßliche Korruption unter Politikern des Regierungslagers sprechen. Hinter den Videos soll eine israelische Firma mit Geheimdienst-Hintergrund stehen. Diese hatte sich zuvor mit Oppositionschef Janez Janša getroffen, was dieser auch zugab.

Das Schweizer Parlament hat nach heftiger Debatte eine Initiative von Tierschützern für ein Importverbot von Stopfleber abgelehnt und sich stattdessen für eine Deklarationspflicht ausgesprochen. Die Herstellung des traditionellen französischen Foie Gras ist in der Schweiz bereits verboten. Kommentatoren beleuchten, warum die Diskussion so hitzig geführt wird.

Beim Besuch einer Ausstellung in Madrid über die Rolle von Frauen im indigenen Mexiko hat König Felipe VI. erklärt, es habe während der Zeit der kolonialen Eroberungen durch Spanien "viel Missbrauch" gegeben. Diese Äußerung machte er im Gespräch mit dem mexikanischen Botschafter Quirino Ordaz. Kommentatoren fragen sich, wie sinnvoll dieser Vorstoß war und ob eine offizielle Entschuldigung folgen könnte.

Die USA gehen im Iran-Krieg Hand in Hand mit Israel vor. So schrieb sich die israelische Luftwaffe zuletzt die Tötung des Sicherheitsrats-Chefs Ali Laridschani als Erfolg zu. Das selbst immer wieder vom Iran mit Raketen attackierte Israel greift gegenwärtig aber auch im Süden Libanons an, von wo die schiitische Hisbollah ihrerseits Israel beschossen hat. Die Medien beurteilen Israels Rolle und Vorgehensweise auf beiden Kriegsschauplätzen.

Ein landesweiter Blackout hat am Montag die rund zehn Millionen Kubaner vom Stromnetz abgeschnitten. Das sozialistisch regierte Land leidet immer wieder unter Stromausfällen und befindet sich in einer schweren Energiekrise. Die USA haben ein Öl-Embargo über Kuba verhängt und US-Präsident Donald Trump erklärte, ihm falle wohl "die Ehre" zu, Kuba einzunehmen. Kommentatoren debattieren, was für die Lage verantwortlich ist und welche Auswirkungen sie haben könnte.

Vor dem Hintergrund stark gestiegener Öl- und Gaspreise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg kommen am heutigen Donnerstag die Staats- und Regierungschefs der EU zu einem Gipfel in Brüssel zusammen. Dort soll unter anderem über Möglichkeiten zur Energiepreisdeckelung, Subventionen und das Emissionshandelssystem (ETS) zur Begrenzung von Treibhausgasen beraten werden.

In der Grafschaft Kent im Süden Englands sind bei einem Meningitis-Ausbruch bereits zwei junge Erwachsene gestorben. Weitere Erkrankte sind im Krankenhaus in Behandlung. Insgesamt wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang 15 Infektionsfälle bestätigt, viele Infizierte steckten sich demnach in einer Disco in Canterbury an. Hunderte Menschen werden nun vorsorglich mit Antibiotika behandelt.

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