Am 25. März 1957 unterzeichneten Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande die Römischen Verträge - und damit die Geburtsurkunde der Europäischen Union. 60 Jahre später treffen sich die Staats- und Regierungschefs von 27 EU-Staaten wieder in Rom. Wo soll die EU in zehn Jahren stehen? Diese Frage wollen sie in einer Erklärung beantworten. Warum dies nicht ganz leicht wird, erläutern Europas Journalisten.

Polens Regierungschefin Beata Szydło droht, die gemeinsame Erklärung der EU-Staaten zum Jubiläumsgipfel in Rom zu blockieren, obwohl der Text bereits von allen Regierungen abgesegnet wurde. Sie verlangt, dass in dem Text unter anderem die Einheit der EU stärker betont werden soll. Polens Presse ärgert sich darüber, dass Warschau erneut aus rein innenpolitischen Gründen die EU-Politik torpediert.

Nach dem Angriff in London hat sich die IS-Terrormiliz zu dem Attentat bekannt. Die Polizei identifizierte den Mann, der am Mittwochnachmittag im Regierungsviertel mit einem Auto mehrere Passanten überfuhr und anschließend einen Polizisten vor dem Parlamentsgebäude erstach. Europas Presse lobt die nüchterne Reaktion der Bevölkerung und warnt davor, die Religion für Terror verantwortlich zu machen.

"Ich kann nicht mein ganzes Geld für Alkohol und Frauen ausgeben und anschließend um Unterstützung bitten", hat Eurogruppenchef Dijsselbloem in einem Interview gesagt. Dabei bezog er sich auf die Solidarität mit den Krisenstaaten Europas. Madrid und Lissabon forderten daraufhin seinen Rücktritt. Auch einige Kommentatoren gehen hart mit Dijsselbloem ins Gericht, während andere wiederum Verständnis zeigen.

Die Bundesregierung hat in den vergangenen Monaten mehrere Rüstungsexporte an Ankara abgelehnt. Die Lage der Menschenrechte in der Türkei nach dem Putschversuch und der Kurdenkonflikt sollen dabei entscheidend gewesen sein. Normalerweise werden Waffenverkäufe an Natopartner problemlos genehmigt. Berlin hat die Schwachstelle Erdoğans entdeckt, jubeln einige Medien, während regierungstreue türkische Journalisten Ankaras Terrorkampf torpediert sehen.

Am Sonntag wird das bulgarische Parlament gewählt. Wahlberechtigt sind auch rund 100.000 Angehörige der türkischen Minderheit, die jetzt in der Türkei leben. Den Minderheitenparteien Dost und DSP wird eine enge Beziehung zur türkischen Regierung nachgesagt und Ankara wurde schon des öfteren versuchte Einflussnahme unterstellt - weshalb der Wahlkampf von Dost und DSP von der Presse genau beobachtet wird.

Nach seiner 100-Prozent-Wahl zum SPD-Kanzlerkandidaten hat Martin Schulz kritische Töne an einige europäische Partner gesendet. "Schaut in die Türkei, schaut nach Ungarn, schaut nach Polen", sagte er mit Verweis auf den Abbau der Demokratie in diesen Staaten. Journalisten aus Mittelosteuropa wollen diese Worte so gar nicht schmecken.

Das FBI untersucht mögliche Absprachen zwischen dem Wahlkampfteam Donald Trumps und Moskau. Zugleich hat der Geheimdienst keine Belege dafür, dass Obama Trump im Wahlkampf abhören ließ. Die Affäre und sein Umgang damit haben den US-Präsidenten und seine Regierung nachhaltig geschwächt, beobachten Kommentatoren und warnen vor einer Verfassungskrise.

In der ersten von drei Fernsehdebatten haben sich die fünf aussichtsreichsten Kandidaten für die Präsidentschaftswahl in Frankreich einen Schlagabtausch geliefert. François Fillon, Emmanuel Macron, Jean-Luc Mélenchon, Marine Le Pen und Benoît Hamon stellten in der dreistündigen Sendung ihre Vorstellungen von Wirtschafts-, Außen- und Sozialpolitik vor. Welchen Eindruck hinterlässt der Auftritt bei der Presse?

Der ehemalige Vize-Regierungschef von Nordirland, Martin McGuinness, ist im Alter von 66 Jahren gestorben, wie seine Partei Sinn Féin mitteilte. Erst im Januar war er von seinem Amt zurückgetreten und hatte eine Neuwahl ausgelöst. Die Nachrufe auf das ehemalige IRA-Mitglied und den späteren Unterhändler für das Karfreitagsabkommen von 1998 fällen unterschiedliche Urteile über sein politisches Leben.

Bis zum Verfassungsreferendum Mitte April sollen laut türkischer Regierungspartei AKP keine Wahlkampfauftritte in Deutschland mehr stattfinden. Erdoğan hatte Deutschland zuvor Nazi-Methoden vorgeworfen, die Niederlande hatten die Reden von türkischen Minister verhindert. Ist der Riss zwischen der EU und Ankara noch zu kitten?

Großbritannien will die EU am 29. März offiziell über seinen Austrittswunsch aus der Union unterrichten und damit den Startschuss für die Brexit-Verhandlungen geben. Britische Kommentatoren hoffen auf eine Wiederbelebung der nationalen Identität Großbritanniens. Andere warnen die EU davor, sich in den Verhandlungen von Emotionen leiten zu lassen.

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