Ungarische Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche zwei Geldtransporter auf dem Weg aus Österreich in die Ukraine gestoppt. Die Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Sparkasse wurden vorübergehend festgenommen, neun Goldbarren und Banknoten im Wert von rund 69 Millionen Euro beschlagnahmt. Budapest spricht von einer Operation gegen Geldwäsche. Europas Presse sieht eher einen Zusammenhang mit dem Streit um die Druschba-Pipeline und dem ungarischen Wahlkampf.
Der Krieg im Iran dauert seit zwei Wochen an und ein Ende ist bisher nicht absehbar. Während die USA und Israel weiter Ziele im Iran aus der Luft angreifen, schießt Teheran mit Raketen und Drohnen auf Ziele in den arabischen Golfstaaten und Israel. Durch die Blockade der Straße von Hormus ist der Ölpreis weltweit drastisch angestiegen. Kommentatoren analysieren, inwiefern Ziele und Strategie der US-Administration erkennbar sind.
In der Moskauer Innenstadt funktionieren seit einer Woche das mobile Internet sowie öffentliche WLAN-Hotspots nicht mehr. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow begründete dies diffus mit Sicherheitsanforderungen. Bislang gab es in der russischen Metropole Netzabschaltungen allenfalls vorübergehend bei Großereignissen oder wenn ukrainische Drohnen im Luftraum geortet wurden.
Der dänische Koch René Redzepi, Mitgründer und Chefkoch des mehrfach als "Bestes Restaurant der Welt" ausgezeichneten Noma in Kopenhagen, hat bekanntgegeben, dass er dort nicht mehr arbeiten wird. Zuvor hatte die New York Times über sein seit Jahren gewalttätiges und erniedrigendes Verhalten gegenüber Mitarbeitenden berichtet. Dänemarks Medien beleuchten die schwarzen Löcher im Gastronomie-Himmel.
Die EU will bei der Stromversorgung wieder stärker auf Atomkraft zurückgreifen. Das erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag bei einem Kernenergie-Gipfel nahe Paris vor Vertretern aus etwa 40 Staaten. Die Abkehr der vergangenen Jahre bezeichnete sie als "strategischen Fehler". Debattiert wurde beim Treffen auch die Entwicklung sogenannter Small Modular Reactors (SMR). Europas Presse ist gespalten.
Die EU hat bislang zu keiner gemeinsamen Haltung zum Iran-Krieg gefunden. Dabei werden Differenzen nicht nur zwischen Regierungschefs einzelner Länder deutlich, sondern auch innerhalb der Führungsebene Brüssels. Während Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag sagte, dass die "alte Weltordnung" nicht mehr existiere, widersprach ihr Ratspräsident António Costa am Dienstag. Er sagte, Europa müsse dafür sorgen, dass die Welt weiterhin auf Regeln basiere.
Die Internationale Energieagentur IEA will als Reaktion auf die faktische Blockade der Straße von Hormus strategische Ölreserven im Umfang von 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben. Noch nie zuvor haben die 32 Mitgliedsländer der Agentur in einer gemeinsamen Aktion so viel Öl aus ihren Krisenvorräten entnommen, um den Energiemarkt zu stabilisieren. Eine Lösung des Problems ist dies aber für die Medien aber nicht.
Es gibt unklare Signale, wie lange der Iran-Krieg fortgesetzt werden soll: US-Präsident Donald Trump stellte am Montag in Aussicht, die Militäroperation "sehr bald" zu beenden. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu ließ daraufhin erklären, man sei "noch nicht fertig". Die Luftangriffe auf den Iran wurden am Dienstag verstärkt und auch Teheran setzte die Attacken auf Israel und die Golfstaaten fort. Europas Presse sucht realistische Exit-Szenarien.
"Schließlich sage ich heute Abend zu dem großartigen, stolzen Volk des Iran: Die Stunde Ihrer Freiheit ist gekommen." Dieses Versprechen hat US-Präsident Trump den Menschen im Iran in seiner Ansprache zu Beginn des Iran-Krieges gemacht. Nach der Tötung des Obersten Führers Ali Chamenei hat das Regime seinen Sohn zum Nachfolger ernannt. Kommentatoren sehen die Machtbasis der Mullahs bisher kaum geschwächt.
In Zypern regt sich Unmut über die britischen Militärstützpunkte auf der Insel. Bei einer Demonstration am Samstag vor dem Präsidentenpalast in Nikosia forderten die Teilnehmer die Schließung der Standorte. Hintergrund der Forderung ist der Einschlag einer Drohne aus dem Libanon in Akrotiri am 1. März. Das Vereinigte Königreich hat seit 1960 zwei souveräne Stützpunkte in Akrotiri und Dekelia, die aktuell auch vom US-Militär im Iran-Krieg genutzt werden.
Die eskalierende Lage in Nahost und die Blockade der Straße von Hormus lassen weltweit die Energiepreise steigen. Auch nach den Andeutungen von Donald Trump am Montag über ein möglicherweise schnelles Kriegsende und Beratungen der G7-Staaten über ein Zurückgreifen auf strategische Ölreserven liegen die Preise deutlich über dem Stand von Ende Februar. Europas Presse bewertet Ursachen, Folgen und Lösungsansätze.
Mit Modschtaba Chamenei hat der Iran einen neuen Obersten Führer. Sein Vater und Vorgänger, Ajatollah Ali Chamenei, war bei den Angriffen der USA und Israels getötet worden. Das israelische Militär bedrohte nun auch dessen Sohn. US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Vorfeld erklärt, Modschtaba Chamenei sei für ihn "inakzeptabel" und eine iranische Führung ohne die Zustimmung Washingtons werde "nicht lange im Amt bleiben".











