US-Präsident Donald Trump hat zur Sicherung der Straße von Hormus einen Einsatz der Nato-Staaten angemahnt. Andernfalls sehe die Zukunft des Bündnisses "sehr schlecht" aus. Doch in Europa gibt es dafür kaum Unterstützung. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte: "Das ist nicht unser Krieg." Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, der Iran-Krieg sei nicht Sache der Nato als Verteidigungsbündnis. Die Medien beziehen Position.

Kurz vor der Parlamentswahl in Dänemark am 24. März hat der Vorsitzende der bürgerlichen Liberalen Allianz mit einem Geständnis für Aufsehen gesorgt: Er habe früher mal auf Feiern Kokain konsumiert, erklärte der 34-jährige Alex Vanopslagh. Heute sei sein Leben allerdings ein anderes und danach sollten ihn die Dänen beurteilen. Kommentatoren sehen trotzdem Anlass für Kritik.

Nach der ersten Runde der Kommunalwahlen am Sonntag haben die linkspopulistische Partei La France Insoumise (LFI) sowie der radikal rechte Rassemblement National (RN) vielerorts einen Zugewinn verzeichnen können. Vor dem zweiten Wahlgang am 22. März stellt sich in vielen Kommunen die Frage nach Parteibündnissen, insbesondere der gemäßigten Linksparteien mit der umstrittenen LFI.

US-Präsident Trump hat die Nato sowie asiatische Staaten aufgefordert, sich an der militärischen Sicherung des Schifffahrtsverkehrs in der Straße von Hormus zu beteiligen. Denn die faktische iranische Blockade der Meerenge lässt die Öl- und Gaspreise drastisch steigen. Europas Medien beleuchten das Vorgehen der USA in dieser beginnenden Energiekrise und skizzieren deren globale ökonomische und soziale Folgen.

Der weltbedeutende deutsche Philosoph Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Habermas setzte nicht nur theoretisch auf respektvolle Kommunikation, sondern mischte sich gerne in öffentliche Debatten ein. Beim Historikerstreit bestand er vehement auf der Singularität des Holocaust. Sein Verfassungspatriotismus ist das moderne Konzept, Zugehörigkeit über Bekenntnis und nicht Ethnie und kulturellen Mythos zu bestimmen.

Vier Wochen vor der Parlamentswahl in Ungarn haben sowohl das Regierungslager als auch die Opposition Großdemonstrationen in Budapest abgehalten. Aktuell liegt die Tisza-Partei von Péter Magyar in den meisten unabhängigen Umfragen vorn. Bei einem Sieg müssten Premier Viktor Orbán und seine Partei Fidesz nach 16 Jahren die Regierungsmacht abgeben. Kommentatoren glauben jedoch, dass noch alles möglich ist.

Ungarische Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche zwei Geldtransporter auf dem Weg aus Österreich in die Ukraine gestoppt. Die Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Sparkasse wurden vorübergehend festgenommen, neun Goldbarren und Banknoten im Wert von rund 69 Millionen Euro beschlagnahmt. Budapest spricht von einer Operation gegen Geldwäsche. Europas Presse sieht eher einen Zusammenhang mit dem Streit um die Druschba-Pipeline und dem ungarischen Wahlkampf.

Der Krieg im Iran dauert seit zwei Wochen an und ein Ende ist bisher nicht absehbar. Während die USA und Israel weiter Ziele im Iran aus der Luft angreifen, schießt Teheran mit Raketen und Drohnen auf Ziele in den arabischen Golfstaaten und Israel. Durch die Blockade der Straße von Hormus ist der Ölpreis weltweit drastisch angestiegen. Kommentatoren analysieren, inwiefern Ziele und Strategie der US-Administration erkennbar sind.

In der Moskauer Innenstadt funktionieren seit einer Woche das mobile Internet sowie öffentliche WLAN-Hotspots nicht mehr. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow begründete dies diffus mit Sicherheitsanforderungen. Bislang gab es in der russischen Metropole Netzabschaltungen allenfalls vorübergehend bei Großereignissen oder wenn ukrainische Drohnen im Luftraum geortet wurden.

Der dänische Koch René Redzepi, Mitgründer und Chefkoch des mehrfach als "Bestes Restaurant der Welt" ausgezeichneten Noma in Kopenhagen, hat bekanntgegeben, dass er dort nicht mehr arbeiten wird. Zuvor hatte die New York Times über sein seit Jahren gewalttätiges und erniedrigendes Verhalten gegenüber Mitarbeitenden berichtet. Dänemarks Medien beleuchten die schwarzen Löcher im Gastronomie-Himmel.

Die EU will bei der Stromversorgung wieder stärker auf Atomkraft zurückgreifen. Das erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag bei einem Kernenergie-Gipfel nahe Paris vor Vertretern aus etwa 40 Staaten. Die Abkehr der vergangenen Jahre bezeichnete sie als "strategischen Fehler". Debattiert wurde beim Treffen auch die Entwicklung sogenannter Small Modular Reactors (SMR). Europas Presse ist gespalten.

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