In den Niederlanden ist ein Streit um den nationalen Totengedenktag am 4. Mai ausgebrochen. An einigen Orten soll nicht nur der Opfer des Zweiten Weltkriegs gedacht werden, sondern auch gefallener deutscher Wehrmachtssoldaten. Der Tag muss den Opfern gelten, meint die liberale Tageszeitung NRC Handelsblad: "Es gibt ein hartnäckiges Missverständnis über gut und schlecht im Krieg. Es ist ein Missverständnis, dass es keine moralischen und politischen Grenzen mehr gibt, weil zwischen schwarz und weiß alles mehr oder weniger grau sei. ... Die Deportation und Vernichtung der Juden, die Folter (ideologischer) Gegner, die Plünderung und Gleichschaltung eines pluralen Landes, die unglaubliche Gewalt gegen hunderttausende, oft hilflose Opfer - hier kann man nicht differenzieren. Diejenigen, die daran mitwirkten, standen auf der falschen Seite. Diejenigen, die Widerstand leisteten, taten das Richtige." (03.05.2012)
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