Das italienische Kulturministerium bekommt einen neuen Super-Manager für Museen, der vor allem neue Geldquellen durch eine kommerzielle Leihpolitik von Kunstschätzen erschließen soll. Ohne die übliche öffentliche Ausschreibung nominierte Kulturminister Sandro Bondi den 62-jährigen Mario Resca, seit 12 Jahren Vorstand von McDonald's Italien. La Repubblica kritisiert die Personalentscheidung: "Kasse machen, Gewinne erzielen, aus den roten Zahlen kommen, das ist die Devise des Ministeriums, die mit der Ernennung von Mario Resca zum Super-Manager verfolgt wird. Ein erfahrener Techniker, der weiß, wie man Geld macht, eben wie bei McDonald's. Hot Dog wie Caravaggio - eine leichte Ironie, die aber gefährlich ist. Dabei vergisst man, dass das Kulturgut nicht ausgeschlachtet werden darf, sondern geschützt, bewahrt und an künftige Generationen weiter gegeben werden muss. Museen sind keine Unternehmen. ... Einen Kunsthistoriker zum Geschäftsführer von McDonald's zu ernennen, hätte den gleichen Effekt und die gleiche Empörung hervorgerufen." (15.11.2008)
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