Das Satelliten-Internet von Starlink funktioniert in der Ukraine seit einigen Tagen nur noch mit offiziell autorisierten Geräten. In der Praxis führt das dazu, dass die russischen Truppen auf ukrainischem Gebiet keinen Zugang zu dieser von Elon Musks Unternehmen SpaceX angebotenen Technologie mehr haben. Europas Presse beginnt damit, Ursachen und Folgen auszuloten.
Kurz vor einem EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag hat Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron die Aufnahme gemeinsamer europäischer Schulden gefordert. Europa müsse verstärkt investieren, seine Wirtschaft schützen und sich souveräner aufstellen, sagte Macron in einem Interview mit mehreren europäischen Zeitungen. Deutschland erteilte Macrons Forderung bereits eine Absage.
Nach dem Rücktritt zweier enger Mitarbeiter steht der britische Premier Keir Starmer verstärkt unter Druck. Gleichzeitig stellten sich jedoch mehrere Kabinettsmitglieder hinter den Regierungschef. Die Krise ausgelöst hatte der ehemalige US-Botschafter Peter Mandelson, der unter Verdacht steht, vertrauliche Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergeleitet zu haben.
Es gibt nur noch selten Strom, die Wirtschaft und der Verkehr erlahmen: Kuba erlebt eine drastische Energiekrise, seitdem Donald Trump Öllieferungen aus Venezuela auf die Karibikinsel unterbunden hat. Potenziellen anderen Lieferanten wie Mexiko droht er mit Strafzöllen. Washington will die sozialistische Regierung in Havanna so zu Zugeständnissen bewegen. Europas Medien beleuchten die Lage.
Der gemäßigte Sozialist António José Seguro wird portugiesischer Präsident. In der Stichwahl besiegte er mit rund 67 Prozent der Stimmen seinen rechtspopulistischen Kontrahenten André Ventura (Chega). Der konservative Regierungschef Luís Montenegro gratulierte zur Wahl und hofft auf gute Zusammenarbeit. Laut Verfassung kann der Staatspräsident sein Veto gegen Gesetze einlegen oder durch Auflösung des Parlaments Neuwahlen herbeiführen.
Der Hongkonger Demokratieaktivist und Medienunternehmer Jimmy Lai ist zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Schuldspruch wegen "Verschwörung zur geheimen Absprache mit ausländischen Kräften" und "Aufwiegelung" war bereits im Dezember ergangen, nun erließ das Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungszone das Strafmaß. Lai habe davon bereits zwei Jahre abgesessen und werde 18 weitere Jahre verbüßen müssen, urteilten die Richter.
Japans nationalkonservative Regierungspartei hat einen fulminanten Wahlsieg errungen: Unter Führung der erst seit Oktober amtierenden Ministerpräsidentin Sanae Takaichi gewann die Liberaldemokratische Partei (LDP) bei der Unterhauswahl mehr als zwei Drittel der Sitze – ein Novum in der Landesgeschichte. Takaichi will Japans Militär kräftig aufrüsten, um in der Region ein Gegengewicht zu China zu schaffen.
Die Ski-Spitzensportlerin Lindsey Vonn ist bei den Olympischen Winterspielen in der Abfahrt schwer gestürzt. Sie überschlug sich und musste ins Krankenhaus geflogen werden. Die 41-jährige US-Amerikanerin war trotz eines Kreuzbandrisses und einer Teilprothese im Knie in Cortina d'Ampezzo angetreten. Kommentatoren debattieren, ob ihr Vorgehen berechtigterweise Kritik ausgelöst hat.
Unterhändler aus USA und Iran haben am Freitag indirekte Gespräche in Oman geführt. Beide Seiten lobten den Beginn der Verhandlungen, erhöhten aber gleichzeitig den Druck: US-Präsident Donald Trump drohte Staaten, die Handel mit dem Iran treiben, mit zusätzlichen Strafzöllen. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warnte, dass Angriffe auf sein Land mit Attacken auf US-Stützpunkte in der Region beantwortet würden.
Die Veröffentlichung weiterer Akten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein werfen immer neue Fragen auf. In den mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten, tausenden Videos und weit mehr als 100.000 Fotos, die das US-Justizministerium kürzlich veröffentlichte, tauchen zahlreiche weitere prominente Namen auf. Inwiefern diese mit Epstein in Verbindung standen und welche Folgen dies nach sich zieht, versuchen Kommentatoren einzuordnen.
Der britische Premier Keir Starmer gerät auch innerhalb seiner Partei immer mehr unter Druck wegen der Affäre um Peter Mandelson. Medien zitierten Labour-Abgeordnete mit der Aussage, dass die Tage des Premiers gezählt seien. Mandelson soll Anfang der 2000er-Jahre vertrauliche Regierungsinformationen an den damals bereits verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergeleitet haben. Noch 2024 ernannte Starmer Mandelson zum Botschafter in den USA, obwohl er von dessen Bekanntschaft mit Epstein wusste.











