Die USA planen laut einem Medienbericht, ihre militärischen Beiträge für die Nato massiv zu reduzieren. Washington wolle künftig deutlich weniger Schlüsselfähigkeiten bereitstellen, wie etwa Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnen oder Tankflugzeuge, schreibt der Spiegel. Kommentatoren sind alarmiert und versuchen zu ergründen, wie es um die derzeitige Fähigkeit Europas bestellt ist, sich selbst zu verteidigen.

Am 14. Juni stimmt die Schweiz über eine Initiative der nationalkonservativen SVP ab, die Einwohnerzahl der Schweiz bei maximal zehn Millionen einzufrieren. Demnach würde die Schweiz dazu verpflichtet, auf verschiedenen Ebenen Maßnahmen zu ergreifen, die die Berechtigungen zur Niederlassung beschränken, wenn die Bevölkerungszahl vor 2050 die Zahl von 9,5 Millionen Personen überschreitet. Gegenwärtig hat das Land 9,1 Millionen Einwohner.

Am 7. Juni wird in Armenien das Parlament neu gewählt. Premierminister Nikol Paschinjan erhofft sich dabei eine Bestätigung seines Westkurses. Am Donnerstag hat US-Präsident Donald Trump Paschinjan seine "vollständige und uneingeschränkte Unterstützung" erklärt. Russland erhöht unterdessen den Druck auf Jerewan, indem es armenische Waren mit Importverboten belegt und mit Problemen bei Erdgaslieferungen droht.

In Slowenien hat eine Mitte-rechts-Regierung die linksliberale Koalition unter Ministerpräsident Robert Golob abgelöst. Neuer Regierungschef ist der nationalkonservative Janez Janša, der dieses Amt bereits dreimal inne hatte. Die Landesmedien erörtern den Koalitionsvertrag der neuen Minderheitsregierung, die im Parlament von der populistischen Rechts-Partei Resni.ca unterstützt wird.

Die finnische Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde FCCA hat führenden Unternehmen der Beerenbranche illegale Preisabsprachen vorgeworfen. Die Behörde stufte das Vorgehen als "sehr schweren Wettbewerbsverstoß" ein und beantragte eine Strafe von 9,4 Millionen Euro, der das Kartellgericht noch zustimmen muss. Vor einigen Jahren waren einige finnische Beerenunternehmen bereits wegen Menschenhandels verurteilt worden.

Eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle hält derzeit Westeuropa im Griff. In Frankreich und Großbritannien verzeichneten Meteorologen neue Temperaturrekorde für den Monat Mai mit Werten von bis zu 36 Grad Celsius. In Spanien stiegen die Temperaturen regional auf bis zu 40 Grad. Mehrere Menschen starben bereits an den Folgen der Hitze. Kommentatoren blicken auf Versäumnisse der Vergangenheit und warnen vor der Zukunft.

Die spanische Polizei hat die Zentrale der regierenden Sozialistischen Partei (PSOE) von Premier Pedro Sánchez in Madrid durchsucht. Dabei gehe es um mögliche illegale Parteifinanzierung, erklärte die Guardia Civil. Erst vergangene Woche hatte die Justiz Ermittlungen wegen illegaler Einflussnahme im Zusammenhang mit einem Rettungskredit für die Airline Plus Ultra gegen Ex-Premier José Luis Rodríguez Zapatero aufgenommen.

Die USA und Iran verhandeln in Katar über eine Übereinkunft zur Lösung des vielschichtigen Konflikts. Washington sendet dabei widersprüchliche Signale: US-Präsident Donald Trump sagte am Samstag, der Deal sei "weitgehend ausgehandelt", tags darauf warnte er jedoch vor einer "übereilten Vereinbarung". Auch gab es in den letzten Tagen trotz Waffenruhe in der Straße von Hormus gegenseitige Angriffe auf Schiffe und Stellungen an Land.

Anfang Mai haben in Sachsen-Anhalt erstmals über 40 Prozent der Befragten angegeben, bei Landtagswahlen für die AfD stimmen zu wollen. Gewählt wird in dem strukturschwachen Bundesland zwar erst am 6. September, doch die Perspektive einer klaren AfD-Mehrheit gibt den Medien zu denken: Was sind die Gründe für den Zulauf bei den Rechtspopulisten – und wie könnten ihre politischen Konkurrenten dagegenhalten?

Nach Russlands Warnung an ausländische Diplomaten, die ukrainische Hauptstadt Kyjiw zu verlassen, hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärt, die westlichen Partner sollten sich diesem "russischen Erpressungsversuch" nicht beugen. Russland hatte in der Nacht zu Sonntag den Großraum Kyjiw massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Kommentatoren sehen vor allem ein Zeichen der Schwäche des Kremls.

Kuba drohe eine "humanitäre Katastrophe", sagte Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat. Der kommunistische Karibikstaat leidet seit Monaten unter einer Ölblockade. US-Präsident Trump drohte an, Kuba "zu übernehmen". Auch wurde gegen den 94 Jahre alten Ex-Präsidenten Raúl Castro in den USA Anklage erhoben. Die Medien erörtern, wie sich diese Krise entwickeln kann.

Die Geburtenrate ist in der EU auf ein Rekordtief gesunken. Der statistische Durchschnittswert von Kindern pro Frau liegt bei 1,34, während es 1964 noch 2,62 Kinder waren. Damit erhöhen sich die Schwierigkeiten, Steuereinnahmen sowie Renten- und Gesundheitssysteme stabil zu halten. Kommentatoren fragen sich, was getan werden kann, um Europa familienfreundlicher zu machen.

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