Die USA haben letzte Woche eine planmäßige Verlegung von 4.000 US-Soldaten nach Polen gestoppt. Laut Pentagon soll die Zahl der US-Kampfbrigaden in Europa von vier auf drei reduziert werden. Der polnische Regierungschef Donald Tusk rief Washington auf, die besondere Freundschaft mit Warschau nicht zu gefährden. Anfang Mai war bereits ein Abzug von etwa 5.000 US-Soldaten aus Deutschland angekündigt worden.
Nur wenige Tage nach dem Besuch von Donald Trump ist Wladimir Putin für zwei Tage nach Peking gereist. Der russische Präsident und Gastgeber Xi Jinping betonten öffentlich die guten Beziehungen ihrer Länder. Zur Vertragsunterzeichnung über eine zusätzliche Pipeline zum Export russischen Erdgases kam es allerdings nicht. Europas Presse lotet die internationalen Machtverhältnisse aus.
In der Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich sind zwischen 2016 und 2020 rund 70 Menschen mehr gestorben, als zu erwarten wäre. Zu diesem Ergebnis kommt ein nun veröffentlichter Untersuchungsbericht. Darin werden eine mangelhafte Klinikleitung, Interessenskonflikte und der Einsatz unausgereifter Herzimplantate, die der damalige Herzchirurgie-Klinikchef Francesco Maisano selbst mitentwickelt hatte, gerügt. Die Presse sucht Gründe und Verantwortlichkeiten.
An einer Religionsschule in Istanbul ist eine Leseliste bekannt geworden, in der Schülern Autoren wie Victor Hugo und Martin Heidegger empfohlen worden sein sollen. Konservative Social-Media-Gruppen empörten sich über die Liste und nannten sie einen Skandal. Das Istanbuler Gouverneursamt startete daraufhin eine offizielle Untersuchung und suspendierte den Schulleiter. Der behauptet, seine Unterschrift sei gefälscht worden.
Ein US-Gericht hat die Klage von Elon Musk gegen OpenAI und dessen Chef Sam Altman abgewiesen – wegen Verjährung der Vorfälle. Musk hatte prozessiert, weil ihm als früherer OpenAI-Investor die Pläne verschwiegen worden seien, die zunächst allgemeinnützige Stiftung in einen profitorientierten Konzern umzuwandeln. Musk forderte 114 Milliarden Euro, Altmans Absetzung und die Rückführung in die Gemeinnützigkeit.
In der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda ist die lebensgefährliche Infektionskrankheit Ebola ausgebrochen. Bislang wurden mehrere Hundert Verdachtsfälle und über 130 Tote gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Gegen die derzeit grassierende seltene Virusvariante gibt es weder Impfstoffe noch heilende Therapie.
Gegen den angeschlagenen britischen Premierminister Keir Starmer bringen sich Herausforderer in Stellung: Der letzte Woche aus Protest gegen Starmer zurückgetretene Gesundheitsminister Wes Streeting kündigte seine Kandidatur für den Labour-Vorsitz an – und propagiert einen EU-Wiedereintritt. Auch dem Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, werden Chancen eingeräumt: Er kandidiert jetzt bei einer Nachwahl um ein Unterhausmandat.
Spätestens nach der abgespeckten Militärparade am 9. Mai mehren sich die Stimmen, die von einem geschwächten Russland sprechen. Putins Rückhalt in der Bevölkerung scheint abzunehmen und die militärische Lage im Angriffskrieg gegen die Ukraine hat sich offenbar verschlechtert. Die Ukraine überzog die Region Moskau am Wochenende mit heftigen Drohnenangriffen auf Industrieanlagen und Öl-Infrastruktur. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben.
Teheran hat eigenen Angaben zufolge Washington einen neuen Vorschlag zur Beendigung des Krieges unterbreitet. US-Präsident Donald Trump nahm daraufhin die akute Drohung eines erneuten Großangriffs zurück und hofft auf "ernsthafte Verhandlungen". Während über die Inhalte noch wenig bekannt ist, spekuliert Europas Presse über Auswege aus der Krise.
Den Eurovision Song Contest in Wien hat die Sängerin Dara aus Bulgarien mit klarem Vorsprung gewonnen. Drei Jahre lang hatte ihr Land aus Kostengründen an dem Wettbewerb nicht teilgenommen, nun wird es 2027 zum Ausrichter. Israel, dessen Teilnahme zum Boykott von fünf Ländern geführt hatte, belegte erneut Rang zwei. Europas Medien lassen die kulturelle und politische Bedeutung des ESC Revue passieren.
Neben freundlichen Worten über gute Zusammenarbeit hat Chinas Staatschef Xi beim Besuch von US-Präsident Trump auch eine Mahnung ausgesprochen. Die Taiwan-Frage sei das wichtigste Thema der bilateralen Beziehungen, erklärte Xi. Werde sie falsch behandelt, könne das zu einer "äußerst gefährlichen Lage" führen. Trump stellte unterdessen ein US-Waffenpaket an Taiwan in Frage und bezeichnete es als gutes Druckmittel gegen China.
Im Rahmen der Regierungsübergabe hat der neue ungarische Regierungschef Péter Magyar vergangene Woche per Video die Innenräume des Amtssitzes des ehemaligen Premiers Viktor Orbán, einem umgebauten Karmeliterkloster, und mehrerer Ministerien präsentiert. Nach Ansicht Magyars zeugen die Räumlichkeiten, die unter anderem mit zahlreichen wertvollen Museumsstücken geschmückt waren, von übertriebenem Luxus.











