In mehreren Gesprächsrunden und unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben sich US-Präsident Trump und der chinesische Staatschef Xi ausgetauscht. Über die Inhalte wurde wenig bekannt. Beide Seiten betonten aber im Anschluss die gute Zusammenarbeit. Trump sprach von Freundschaft und einer "großartigen Zukunft". Xi erklärte, beide Länder könnten sich gegenseitig stärken. Europas Presse versucht, hinter die Kulissen zu blicken.
Andrij Jermak, ehemals Leiter des ukrainischen Präsidialamts und enger Vertrauter von Präsident Selenskyj ist vom Obersten Antikorruptionsgericht für zwei Monate in Untersuchungshaft genommen worden. Er könnte aber gegen eine Kaution von umgerechnet rund 2,7 Millionen Euro freikommen. Ihm wird vorgeworfen, mit fünf weiteren Beteiligten Geldwäsche beim Bau einer Luxus-Wohnanlage betrieben zu haben.
Nach zwei Amtszeiten tritt US-Notenbankchef Jerome Powell am Freitag ab. Powell hinterlässt an der Spitze der Federal Reserve (Fed) eine gemischte Bilanz. Kritiker werfen ihm vor, Fehler gemacht zu haben, vor allem im Kampf gegen die Inflation. Doch als US-Präsident Donald Trump die Unabhängigkeit der Fed bedrohte, leistete er standhaft Widerstand. Nachfolger Powells wird Trumps Wunschkandidat Kevin Warsh sein.
Am Samstag haben hunderte Hardcore-Fans des Prager Clubs Slavia mit brennenden Bengalos das Spielfeld gestürmt und Team und Fans des Lokalrivalen Sparta attackiert. Die 3:2-Führung kurz vor Abpfiff hätte ihrem Club die Meisterschaft eingebracht. Aber das Spiel wurde abgebrochen, der Gegner zum Sieger erklärt. Slavia muss zusätzlich vier Heimspiele unter Ausschluss von Zuschauern absolvieren und eine empfindliche Strafe bezahlen.
Ab Donnerstag will sich US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping treffen, um über politische und wirtschaftliche Kernfragen wie den Iran-Krieg, den Umgang mit Taiwan, den Welthandel und KI zu sprechen. Kommentatoren fragen sich, ob der zweitägige China-Besuch Chancen für Entspannung und Konfliktlösung bieten kann.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat den mit ihm befreundeten Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht. Für die Gesprächsaufnahme mit der europäischen Seite könne er sich gut den früheren SPD-Chef als Mittelsmann vorstellen, sagte Putin nach der Militärparade am Samstag in Moskau. Kommentatoren fragen sich: Ist das eine gute Idee?
Trotz der herben Verluste von Labour bei den britischen Kommunalwahlen und Rücktrittsforderungen aus der eigenen Partei will Premierminister Keir Starmer im Amt bleiben. Er trage Verantwortung, sagte Starmer am Montag in einer Krisenansprache, aber er trage auch Verantwortung für die Umsetzung des Wandels, für den Labour gewählt worden sei. Doch der Druck nimmt zu: Vier Staatssekretäre sind mittlerweile zurückgetreten.
Gegen die offizielle Teilnahme Russlands und Israels an der Biennale in Venedig gibt es massiven Widerstand: Die Jury des "Goldenen Löwen" trat zurück – und die EU strich 2 Millionen Euro zugesagter Fördermittel. Vor dem russischen Pavillon sorgten die feministischen Protestgruppen Pussy Riot und Femen für Aufruhr. Kontroverse Diskussionen in der Presse.
Das Abgeordnetenhaus in Prag soll sich nach dem Willen der Regierungskoalition gegen das erstmals auf tschechischem Boden geplante Pfingsttreffen der Sudetendeutschen in Brünn positionieren. Ein entsprechender Resolutionsentwurf sieht vor, die Organisatoren aufzufordern, die Veranstaltung der Nachkriegs-Vertriebenen abzusagen. Die Opposition blockiert bislang die Abstimmung.
Nach den Plänen der finnischen Regierung von Premier Petteri Oreo sollen Eltern für jedes Kind bis zum 18. Lebensjahr künftig pauschal 100 Euro im Monat erhalten – unabhängig davon, wie viele Kinder in einem Haushalt leben. Derzeit ist das Kindergeld noch je nach Kinderzahl zwischen 95 und 192 Euro gestaffelt und wird bis zum 17. Lebensjahr ausgezahlt.
Während einer dreitägigen Waffenruhe hat Russland am 9. Mai seine traditionelle Militärparade zur Feier des Sieges über Nazi-Deutschland abgehalten. In einer Rede erklärte Präsident Wladimir Putin, die russische Armee kämpfe in der Ukraine gegen "aggressive", von der Nato unterstützte Kräfte. Bei einer anschließenden Pressekonferenz sagte er aber auch, er glaube, "die Sache" neige sich dem Ende zu.
Bei den britischen Kommunalwahlen in der Vorwoche hat die rechtspopulistische Partei Reform UK des Brexit-Vorkämpfers Nigel Farage deutlich hinzugewonnen. Die regierende Labour-Partei von Premierminister Keir Starmer musste dagegen herbe Verluste hinnehmen. Angesichts der Wahlpleite wurden in der Partei Stimmen laut, die den Rücktritt Starmers fordern. Dieser betonte jedoch, er wolle um sein Amt kämpfen.











