Russland will den Großteil seiner Soldaten aus Syrien abziehen. Dies erklärte Präsident Putin am Montag in Syrien und begründete die Entscheidung damit, dass die russische und die syrische Armee gemeinsam die meisten Terroristen in Syrien vernichtet hätten. Der Luftwaffenstützpunkt Hamaimim und die Marinebasis Tartus sollen beibehalten werden. Was ist von der Ankündigung zu halten?

Bei Protesten gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung in Berlin wurden israelische Flaggen verbrannt und antisemitische Parolen skandiert. In Göteborg bewarfen maskierte Jugendliche eine Synagoge mit brennenden Gegenständen, verletzt wurde jedoch niemand. Kommentatoren warnen vor einem weit verbreiteten und in den Köpfen tief verankerten Antisemitismus.

Der polnische Rundfunkrat hat dem TV-Sender TVN24 eine Strafe von knapp 1,5 Millionen Złoty (rund 350.000 Euro) auferlegt. Er warf dem großen unabhängigen Sender vor, während der durch die Medienreform ausgelösten Krise im Sejm im Dezember 2016 gegen die Regeln guter Berichterstattung verstoßen zu haben. Vergangene Woche hatte zudem ein PiS-naher Kommentator zum Kampf gegen regierungskritische Medien aufgerufen. Polens unabhängige Medien schlagen Alarm.

Die Nachricht vom Durchbruch in den Brexit-Verhandlungen hat vielerorts zu Erleichterung geführt. Brexit-Befürworter freuten sich, dass bald Verhandlungen über künftige Handelsbeziehungen zur EU beginnen können. In Irland und Nordirland waren viele froh über die Zusage, zwischen beiden Ländern werde es keine harte Grenze geben. Trotzdem gibt es viele offene Fragen und Probleme, finden Europas Journalisten.

Die Nationalisten sind klare Sieger der Regionalwahl auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika. Bereits nach dem ersten Wahlgang lagen sie mit über 45 Prozent klar vorn. Jetzt kamen sie auf 56,5 Prozent der Stimmen. Beobachter rechnen damit, dass die Forderungen der korsischen Nationalisten nun deutlich mehr Gewicht bekommen. Kommentatoren empfehlen Strategien zum Umgang mit Nationalismen.

Seit Anfang des Jahres ist der Kurs des Bitcoin um mehr als 1.700 Prozent gestiegen. Besonders der Börsenstart von Termingeschäften, mit denen auf den Kursverlauf der Kryptowährung gewettet werden kann ohne selbst Bitcoins zu halten, kurbelte den Höhenflug erneut an. Doch die Anleger werden bald enttäuscht werden, prophezeien Beobachter.

Die Entscheidung von US-Präsident Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, schlägt weltweit hohe Wellen. In vielen muslimisch geprägten, aber auch in europäischen Ländern gab es Proteste. Die Arabische Liga verurteilte die Entscheidung scharf und forderte einen Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Für echte Kontroversen sorgt der Schritt auch in Europas Presse.

Nur wenige Tage nach seiner Befreiung durch Demonstranten ist der ukrainische Politiker Michail Saakaschwili in der Nacht zu Samstag erneut festgenommen worden. Tausende Menschen strömten daraufhin auf die Straßen Kiews und forderten seine Freilassung sowie die Amtsenthebung von Präsident Petro Poroschenko. Warum die Staatsmacht gegen den Oppositionellen vorgeht, beschäftigt die Kommentatoren.

Der bisherige Wirtschafts- und Finanzminister Mateusz Morawiecki von der regierenden PiS-Partei hat von Beata Szydło das Amt des polnischen Premiers übernommen. Über einen entsprechenden Wechsel an der Regierungsspitze war bereits seit Wochen spekuliert worden. Journalisten analysieren die Hintergründe.

Beim ersten Besuch eines türkischen Präsidenten in Griechenland seit 65 Jahren hat Erdoğan mit dem Vorschlag irritiert, den Vertrag von Lausanne zu "aktualisieren". Das 1923 geschlossene Abkommen schreibt die Grenzen zwischen beiden Staaten und ihre Beziehungen zueinander fest. Seitdem gehört der westliche Teil Thrakiens zu Griechenland, wo rund 120.000 muslimische Nachfahren der Osmanen leben. Was bezweckt Erdoğan?

Wladimir Putin hat seine vierte Kandidatur für das russische Präsidentenamt angekündigt. Gewählt wird im März 2018. Europas Journalisten sind zwar nicht überrascht, doch glauben einige nicht daran, dass weitere sechs Jahre alles beim Alten bleibt.

Nach zwei gescheiterten Versuchen, den ukrainischen Oppositionellen und früheren georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili festzunehmen, steigt in Kiew die Anspannung. Demonstranten versammeln sich in einem Zeltlager vor dem Parlament, bei Ausschreitungen wurden Polizisten und Saakaschwili-Anhänger verletzt. Kommentatoren glauben, dass sich am Konflikt zwischen Staatsmacht und Saakaschwili ein neuer Aufstand entzünden könnte.

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