Kurz vor der abgespeckten Militärparade in Moskau scheint sich die Lage für Machthaber Wladimir Putin zu verschlechtern. Geheimdienstinformationen zufolge soll er sich aus Angst vor Attentaten oder Putschversuchen überwiegend in Bunkern aufhalten. Und selbst kremlnahe Meinungsforschungsinstitute erkennen abnehmenden Rückhalt. Kommentatoren erkennen wachsenden Druck und überlegen, wozu er führen könnte.
Jean-Luc Mélenchon hat seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2027 bekanntgegeben. Der Mitgründer der extrem linken Partei La France Insoumise tritt damit nach 2012, 2017 und 2022 zum vierten Mal an. Die Presse analysiert seine Chancen und sein Potenzial, dem extrem rechten Rassemblement National die Stirn zu bieten.
Das rumänische Parlament stimmt am heutigen Dienstag über einen Misstrauensantrag ab, der das Ende der Regierungskoalition besiegeln könnte. Die oppositionelle extrem rechte Fraktion AUR hat den Antrag mit den bis vor kurzem mitregierenden Sozialdemokraten (PSD) eingebracht. Sie werfen dem nationalliberalen Premier Ilie Bolojan eine zu harte Sparpolitik vor. Das Land hat eines der höchsten Haushaltsdefizite in der EU.
Donald Trump hat angekündigt, die Präsenz der in Deutschland stationierten US-Truppen zurückzufahren. Zunächst konkretisierte Verteidigungsminister Pete Hegseth den Abzug auf 5.000 Soldaten. Anschließend legte der US-Präsident nach: Man werde die Zahl "noch deutlich stärker reduzieren". Die Ankündigung erfolgte, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz Kritik an Washingtons Strategie im Iran-Krieg geäußert hatte.
Am 9. Mai wird in Russland traditionellerweise eine Militärparade abgehalten, um den Sieg über Nazi-Deutschland 1945 zu feiern. Erstmals soll sie in diesem Jahr ohne schweres Kriegsgerät stattfinden. Die Vorführung entfalle wegen der "operativen Lage", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Hintergrund ist wohl die Sorge vor Drohnenangriffen aus der Ukraine.
Nach einer Messerattacke auf zwei Juden am Mittwoch in London will die britische Regierung 25 Millionen Pfund für den Schutz jüdischer Einrichtungen bereitstellen. Innenministerin Shabana Mahmood erklärte, sie stufe den Antisemitismus im Land als Notfall und als akutes Sicherheitsproblem ein. Seit dem Beginn des Gaza-Kriegs nach dem 7. Oktober 2023 hat die Zahl antisemitischer Vorfälle in Großbritannien massiv zugenommen.
Aus den Parlamentswahlen in Bulgarien am 19. April war die Partei Progressives Bulgarien (PB) des ehemaligen Präsidenten Rumen Radew als klarer Sieger hervorgegangen. Beobachter ordnen Radew als pro-russisch ein und mutmaßen, er könnte die Blockaderolle Viktor Orbáns in der EU übernehmen. Für Bulgariens Medien ist allerdings noch unklar, wie Radew sich positionieren wird.
Die Vereinigten Arabischen Emirate treten zum 1. Mai 2026 aus der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) aus. Die Opec verliert damit den weltweit drittgrößten Ölproduzenten. Da die Emirate künftig nicht mehr an die Vereinbarungen des Kartells gebunden sind, können sie ihre Förderung massiv steigern. Kommentatoren erläutern die möglichen Auswirkungen auf den Ölpreis und das Machtgefüge innerhalb der großen Förderländer.
Der britische König Charles III. hat bei seinem Besuch in Washington eine mit viel Beifall quittierte Rede vor dem US-Kongress gehalten. Darin beschrieb er Verantwortlichkeiten für die Nato, die Ukraine, die globale Sicherheit und die Umwelt. Gleichzeitig unterstrich er die Verbundenheit Großbritanniens mit den USA und die Notwendigkeit gemeinsamen Engagements für den Erhalt der Demokratie.
Die Bundesregierung hat sich gerade auf eine Gesundheitsreform geeinigt, die unter anderem erhöhte Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen bei der Familienmitversicherung vorsieht. Gleichzeitig ist die Zufriedenheit mit der Arbeit von Kanzler Friedrich Merz laut einer Forsa-Umfrage auf 15 Prozent gesunken und die ARD hat ermittelt, dass 81 Prozent der Bürger den Wohlstand in Deutschland als ungerecht verteilt empfinden.
Bei einer Feierstunde zum Jahrestag der Nelkenrevolution ist es im portugiesischen Parlament zu einem Eklat gekommen: Parlamentspräsident José Aguiar-Branco kritisierte in seiner Rede, dass Politiker heutzutage ihr ganzes Leben offenlegen müssten. Der sozialistische Abgeordnete Pedro Delgado Alves empfand dies als Verhöhnung ethischer Regeln des Parlaments – und drehte ihm demonstrativ den Rücken zu.
Das Land Mali in Westafrika erlebt derzeit die schwersten militärischen Auseinandersetzungen seit Jahren. Dabei haben sich radikale Islamisten und Tuareg-Separatisten zusammengetan, um gegen die Militärregierung zu kämpfen, die seit einem Putsch 2020 herrscht. Welche Folgen haben die Kämpfe für das russische "Afrika-Korps", das die Militärjunta in Bamako unterstützt, und inwiefern ist Europa betroffen?











