Eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle hält derzeit Westeuropa im Griff. In Frankreich und Großbritannien verzeichneten Meteorologen neue Temperaturrekorde für den Monat Mai mit Werten von bis zu 36 Grad Celsius. In Spanien stiegen die Temperaturen regional auf bis zu 40 Grad. Mehrere Menschen starben bereits an den Folgen der Hitze. Kommentatoren blicken auf Versäumnisse der Vergangenheit und warnen vor der Zukunft.

Die spanische Polizei hat die Zentrale der regierenden Sozialistischen Partei (PSOE) von Premier Pedro Sánchez in Madrid durchsucht. Dabei gehe es um mögliche illegale Parteifinanzierung, erklärte die Guardia Civil. Erst vergangene Woche hatte die Justiz Ermittlungen wegen illegaler Einflussnahme im Zusammenhang mit einem Rettungskredit für die Airline Plus Ultra gegen Ex-Premier José Luis Rodríguez Zapatero aufgenommen.

Die USA und Iran verhandeln in Katar über eine Übereinkunft zur Lösung des vielschichtigen Konflikts. Washington sendet dabei widersprüchliche Signale: US-Präsident Donald Trump sagte am Samstag, der Deal sei "weitgehend ausgehandelt", tags darauf warnte er jedoch vor einer "übereilten Vereinbarung". Auch gab es in den letzten Tagen trotz Waffenruhe in der Straße von Hormus gegenseitige Angriffe auf Schiffe und Stellungen an Land.

Anfang Mai haben in Sachsen-Anhalt erstmals über 40 Prozent der Befragten angegeben, bei Landtagswahlen für die AfD stimmen zu wollen. Gewählt wird in dem strukturschwachen Bundesland zwar erst am 6. September, doch die Perspektive einer klaren AfD-Mehrheit gibt den Medien zu denken: Was sind die Gründe für den Zulauf bei den Rechtspopulisten – und wie könnten ihre politischen Konkurrenten dagegenhalten?

Nach Russlands Warnung an ausländische Diplomaten, die ukrainische Hauptstadt Kyjiw zu verlassen, hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärt, die westlichen Partner sollten sich diesem "russischen Erpressungsversuch" nicht beugen. Russland hatte in der Nacht zu Sonntag den Großraum Kyjiw massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Kommentatoren sehen vor allem ein Zeichen der Schwäche des Kremls.

Kuba drohe eine "humanitäre Katastrophe", sagte Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat. Der kommunistische Karibikstaat leidet seit Monaten unter einer Ölblockade. US-Präsident Trump drohte an, Kuba "zu übernehmen". Auch wurde gegen den 94 Jahre alten Ex-Präsidenten Raúl Castro in den USA Anklage erhoben. Die Medien erörtern, wie sich diese Krise entwickeln kann.

Die Geburtenrate ist in der EU auf ein Rekordtief gesunken. Der statistische Durchschnittswert von Kindern pro Frau liegt bei 1,34, während es 1964 noch 2,62 Kinder waren. Damit erhöhen sich die Schwierigkeiten, Steuereinnahmen sowie Renten- und Gesundheitssysteme stabil zu halten. Kommentatoren fragen sich, was getan werden kann, um Europa familienfreundlicher zu machen.

In Schweden sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Preise für Monatskarten im öffentlichen Nahverkehr halbiert werden. Diese Maßnahme der rechtsgerichteten Regierung wird voraussichtlich 6,5 Milliarden Kronen (etwa 605 Millionen Euro) kosten. Energie- und Wirtschaftsministerin Ebba Busch begründete sie mit "der schlimmsten Energiekrise, die die Welt je gesehen hat".

Papst Leo XIV. hat sich in seiner ersten Enzyklika mit den Risiken Künstlicher Intelligenz auseinandergesetzt. Die Lehrschrift mit dem Namen Magnifica Humanitas wurde am Wochenende im Vatikan vorgestellt. Das 70-jährige Oberhaupt der Katholischen Kirche warnt vor den Folgen einer unkontrollierten Anwendung der Technologie. Kommentatoren sind beeindruckt von der Aktualität seiner Analyse und wünschen sich noch mehr solcher klaren Worte.

Am Pfingstwochenende fand im tschechischen Brno [Brünn] der traditionelle Sudetendeutsche Tag statt. Das Treffen der Nachkriegsvertriebenen stand unter dem Motto "Alles Leben ist Begegnung" und sollte zur Versöhnung beitragen. Es hatte im Vorfeld Kritik an dem Treffen gegeben und auch während der Veranstaltung kam es zu Protesten. In der Presse finden sich positive Stimmen.

Bei Wahlen in der Republik Zypern sind mit 27 beziehungsweise 24 Prozent die konservative DISY sowie die linke AKEL die stärksten Parteien geblieben. Rechtspopulisten und zwei erstmals ins Parlament gekommene neue politische Bewegungen erreichten jedoch deutliche Zugewinne. Für den direkt gewählten konservativen Präsidenten Nikos Christodoulidis dürfte die Mehrheitsbeschaffung damit komplexer werden, meint die Landespresse.

Einflüge größerer Drohnen sorgen in den drei baltischen Staaten für Unruhe: Am Dienstag haben über einem See in Estland erstmals Nato-Kampfjets eine Drohne abgeschossen. Am Mittwoch wurde in Litauens Hauptstadt Vilnius offiziell Luftalarm gegeben. Streit nach Drohneneinschlägen in Lettland in der ersten Mai-Hälfte hatte dort sogar zum Bruch der Regierungskoalition geführt.

Mehr Debatten