Das europäische Kampfjetprojekt FCAS ist gescheitert. Wie die deutsche und die französische Regierung am Montag mitteilten, wird die Entwicklung des gemeinsamen Kampfflugzeuges gestoppt. Der Jet sollte im Zentrum des Future Combat Air Systems stehen, einem Schlüsselprojekt der europäischen Rüstungskooperation. Die beteiligten Konzerne Airbus und Dassault konnten sich nicht darauf einigen, wer die Führungsrolle dabei innehat.

In der nordirischen Hauptstadt Belfast ist es am Dienstag zu heftigen Ausschreitungen gekommen, nachdem ein Video über einen Messerangriff verbreitet worden war. Hunderte Menschen protestierten gegen Einwanderung und zündeten Fahrzeuge sowie Gebäude an. Bei der Attacke am Vortag war ein Mann schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei ist der mutmaßliche Täter ein 30-jähriger Mann aus dem Sudan.

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, hat einer ukrainischen Armee-Einheit den Namen "Helden der UPA" verliehen. Die nationalistische Ukrainische Aufstandsarmee ist jedoch in Polen wegen Massenmorden an Zivilisten während des Zweiten Weltkriegs berüchtigt. Präsident Karol Nawrocki und sein Amtsvorgänger Lech Wałęsa fordern nun, Selenskyj die 2023 verliehene höchste staatliche Auszeichnung, den Orden des Weißen Adlers, abzuerkennen. Wie tief geht der Riss?

Chinas Staatschef Xi Jinping hat Nordkorea einen zweitägigen Besuch abgestattet. Egal, wie sich die internationale Lage ändere, werde China an der traditionellen Freundschaft mit Nordkorea festhalten, erklärte Xi bei einem Treffen mit Kim Jong-un in Pjöngjang. Kommentatoren beleuchten das Beziehungsgeflecht der beiden Länder.

Bei der Parlamentswahl in Armenien hat sich die Regierungspartei mit knapp 50 Prozent der Stimmen und einer absoluten Mehrheit der Sitze durchgesetzt. Der seit 2018 regierende Premier Nikol Paschinjan sieht darin ein klares Mandat für eine Fortsetzung der Annäherung seines Landes an den Westen. Die übrigen ins Parlament einziehenden Oppositionsparteien stehen für einen eher prorussischen Kurs. Diese Spaltung beschäftigt auch Europas Presse.

Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat am Sonntag die Dauer von 100 Tagen erreicht. Während am Persischen Golf der anfangs heftige militärische Schlagabtausch abgeflaut ist und die Blockade des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus das zentrale Problem darstellt, ist der Libanon mit dem Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah zunehmend in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt.

Der ungarische Premier Péter Magyar ist seit einem Monat im Amt, hat seitdem zahlreiche offizielle Auslandsbesuche absolviert und neue außenpolitische Akzente gesetzt. Er besuchte unter anderem die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz sowie den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Kommentatoren sehen Fortschritte und Hürden.

Vom 11. Juni bis zum 19. Juli findet in Mexiko, Kanada und den USA die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 statt. 48 Staaten haben sich qualifiziert, die in 104 Spielen um den Sieg ringen werden. Kommentatoren fragen nach der Bedeutung des Großereignisses über den Sport hinaus und sehen nicht nur Anlass zur Freude.

Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau können beginnen. Der Weg dafür wurde frei, nachdem die neue Regierung in Budapest die jahrelange ungarische Blockade aufgegeben hatte. Auch für die Länder des Westbalkans soll Schwung in die Verhandlungen kommen, wie Bundeskanzler Merz und der französische Präsident Macron bei einem Gipfel in Montenegro forderten. Europas Presse schaut auf einen zähen Prozess.

In London haben die Staats- und Regierungschefs von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und der Ukraine den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung forderten Keir Starmer, Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj eine "aktive" Beteiligung Europas und der USA an Friedensgesprächen.

In Albanien gibt es seit Anfang Juni massive, mitunter auch gewalttätige Proteste gegen Pläne zum Bau eines riesigen Luxus-Tourismus-Resorts an der Küste. Es soll in Schutzgebieten an der Lagune von Narta und auf der vorgelagerten Insel Sazan entstehen. Beteiligt an dem Projekt ist Trump-Schwiegersohn Jared Kushner. Die Regierung verweist darauf, dass das Vorhaben noch nicht genehmigt sei.

Papst Leo XIV. hält sich seit Samstag zu einem einwöchigen Besuch in Spanien auf. Über eine Million Menschen besuchten seine am Sonntag abgehaltene Fronleichnamsmesse in Madrid, in der er dazu aufrief, sich für Nächstenliebe und Gerechtigkeit einzusetzen. Kommentatoren der Landespresse debattieren, welche Rolle die Kirche und ihr Oberhaupt heute noch spielen können.

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