Mit einem freiwilligen Dienst an der Waffe soll Frankreichs Armee gestärkt werden. Eine Wehrpflicht werde es vorerst nicht geben, der Dienst sei zudem auf "nationales Territorium" beschränkt, erklärte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag. Vorausgegangen war eine Äußerung des obersten Armeechefs Fabien Mandon, der gewarnt hatte, dass das Land wegen der russischen Bedrohung bereit sein müsse, "seine Kinder zu verlieren".

Die britische Finanzministerin Rachel Reeves stellte am Mittwoch ihre Haushaltspläne vor. Mit einem Mix aus Steuererhöhungen in Höhe von rund 30 Milliarden Euro, mehr Kindergeld und weniger Schulden will die Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer Großbritannien aus der Krise führen. Ihre Haushaltsvorschläge seien "fair, aber notwendig", sagte Reeves. Unter Kommentatoren scheiden sich diesbezüglich die Geister.

Deutschland hat mit seinem Plan, die Strompreise für energieintensive Industrien ab Januar kommenden Jahres durch staatliche Subventionen zu senken, europaweit für Aufsehen gesorgt. Kommentatoren machen auf die Kehrseite aufmerksam: Die Staatshilfe könnte zu einer existenziellen Bedrohung der Wettbewerbsfähigkeit anderer europäischer Industrieländer mit ähnlicher, viel Strom verbrauchender Struktur werden.

Gleichgeschlechtliche Ehen, die in einem Mitgliedstaat der EU geschlossen wurden, müssen auch in anderen EU-Ländern anerkannt werden, urteilte am Dienstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Der Anlass für das Urteil: Ein homosexuelles Ehepaar wollte seine 2018 in Deutschland geschlossene Ehe wegen eines Umzugs nach Polen auch dort eintragen, was wegen der restriktiven polnischen Gesetzeslage aber scheiterte.

Eine Enthüllung von Bloomberg sorgt für Aufregung. Das Portal veröffentlichte einen Dialog, bei dem es sich um die Transkription eines Telefonats zwischen Steve Witkoff und Juri Uschakow am 14. Oktober handeln soll. In vertrautem Ton gibt der US-Sonderbeauftragte Putins außenpolitischem Berater darin Tipps, wie Putin mit Trump umgehen solle. Europas Presse versucht eine Einordnung.

Das rumänische Institut zur Aufklärung der Verbrechen des Kommunismus (IICCMR) hat eine Analyse veröffentlicht, nach der Tiktok massiv mit pro-totalitären, nostalgischen und extremistischen Beiträgen geflutet werde. Gut 200 entsprechende Videos hätten rund 130 Millionen Aufrufe erzielt. In etlichen werde der frühere Diktator Nicolae Ceaușescu als patriotischer und authentischer Anführer verherrlicht.

Einem britisch-australischen Ehepaar wurde in Italien das Sorgerecht für seine drei Kinder entzogen, weil die Familie in einem abgeschiedenen Waldhaus in der mittelitalienischen Bergregion Abruzzen lebte – ohne Zugang zu Strom, Gas und fließendem Wasser. Die Kinder, eine acht Jahre alte Tochter und sechsjährige Zwillinge, wurden von einem Hauslehrer unterrichtet. Italienische Kommentatoren ordnen ein.

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen hat die Uno Statistiken veröffentlicht. Demnach wird etwa alle zehn Minuten eine Frau oder ein Mädchen Opfer tödlicher Gewalt innerhalb der Beziehung oder Familie. Die genannten Zahlen seien erschreckend hoch und doch "nur die Spitze des Eisbergs", stellt der Bericht klar. Europas Presse reflektiert.

In Belgien wird seit Sonntagabend flächendeckend gegen die Reformpläne der Regierung gestreikt. Der Streik soll bis Mittwochabend andauern. Die Mehrparteien-Koalition hatte sich auf verschiedene Maßnahmen geeinigt, um das Haushaltsdefizit um 9,2 Milliarden Euro zu senken. Unter anderem soll die Mehrwertsteuer auf einzelne Produkte und Dienstleistungen erhöht und bei Renten sowie öffentlichen Ausgaben gekürzt werden.

Der ehemalige griechische Premier und frühere Chef der Linkspartei Syriza, Alexis Tsipras, hat ein Buch mit dem Titel Ithaka geschrieben. Es handelt vor allem von der turbulenten Regierungszeit (2015-2019) des Linkspolitikers während der dramatischen Schuldenkrise Griechenlands. Die griechische Presse sieht hinter dem Buch auch Tsipras' Absicht, ein politisches Comeback zu starten.

Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das Risiko für solche Erkrankungen steigt laut Wissenschaftlern durch den Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel. In einer aktuellen Publikation in The Lancet rufen sie daher dazu auf, Ernährung auf Basis frischer und wenig verarbeiteter Lebensmittel zu fördern. Kommentatoren diskutieren, wo es besonders im Argen liegt und wie reagiert werden könnte.

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