Am 7. Juni wird in Armenien das Parlament neu gewählt. Premierminister Nikol Paschinjan erhofft sich davon eine Bestätigung seines West-Kurses. Auf einem Gipfel der Eurasischen Wirtschaftsunion in Kasachstan, an dem Paschinjan nicht teilnahm, drohte Wladimir Putin mit einer Einstellung der ökonomischen Zusammenarbeit. Russland hat schon jetzt den Import einiger armenischer Waren gestoppt.

Während die USA und der Iran über eine Friedenslösung verhandeln, spitzt sich die Konfrontation zwischen Israel und der Hisbollah weiter zu. Das iranische Regime drohte nun am Montag damit, die Verhandlungen mit Washington auszusetzen, sollte Israel seinen Einsatz im Libanon fortführen. Daraufhin sprach US-Präsident Trump mit beiden Seiten und teilte mit, dass es keine weiteren Kämpfe geben werde.

Die Partit Laburista (Labour-Partei) hat am Samstag die Parlamentswahl in Malta zum vierten Mal in Folge gewonnen. Regierungschef Robert Abela hatte die Wahl um ein Jahr vorgezogen, um sich angesichts der geopolitischen Krisen ein neues Mandat geben zu lassen. Der kleinste EU-Mitgliedsstaat verzeichnete im vergangenen Jahr zwar ein Wirtschaftswachstum von vier Prozent, doch hatten die Folgen des Iran-Kriegs und die Inflation zuletzt die Sorge vor einer Wirtschaftsflaute genährt.

Finnland hat bei der Eishockey-WM in Zürich die Goldmedaille geholt. Konsta Helenius sorgte mit seinem Tor in der Verlängerung dafür, dass das nordische Land zum fünften Mal Weltmeister wurde. Kommentatoren der Landespresse sehen darin ein Symbol, das weit über das sportliche Ereignis hinausgeht.

Beim Einschlag einer Drohne in einen Wohnblock im rumänischen Galați wurden in der Nacht auf Freitag zwei Menschen verletzt. Nach offiziellen Angaben handelte es sich um eine russische Drohne mit Sprengladung. Zeitgleich war der 20 Kilometer entfernt gelegene ukrainische Donauhafen Reni angegriffen worden. Rumänien verfügte die Schließung des russischen Generalkonsulats in Constanța. Den Medien ist dies als Reaktion nicht genug.

Spaniens Premier Pedro Sánchez hält trotz Korruptionsskandalen an seiner Position fest: Auf einem Kongress der Jugendorganisation seiner Partei am Sonntag schloss er Neuwahlen aus. Vergangene Woche hatte die Polizei die Zentrale der regierenden Sozialistischen Partei (PSOE) in Madrid durchsucht. Außerdem gibt es Ermittlungen gegen Ex-Premier José Luis Rodríguez Zapatero.

Beim Kampf gegen die Hisbollah-Miliz ist Israels Armee im Süden des Libanon weiter vorgerückt. Dabei nahm sie die strategisch und symbolisch wichtige Kreuzfahrerfestung Beaufort ein und hisste dort erstmals seit 26 Jahren die israelische Flagge. Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens kritisierten den Vorstoß und riefen sowohl Israel als auch die Hisbollah auf, die Kämpfe einzustellen.

Gewaltsame Zwischenfälle haben den Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain (PSG) am Samstagabend überschattet: In 15 französischen Städten kam es zu Auseinandersetzungen zwischen vermummten Personen und der Polizei, ein Großteil davon in der Region Paris. Laut Innenminister Nuñez wurden landesweit 416 Menschen festgenommen.

Die USA planen laut einem Medienbericht, ihre militärischen Beiträge für die Nato massiv zu reduzieren. Washington wolle künftig deutlich weniger Schlüsselfähigkeiten bereitstellen, wie etwa Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnen oder Tankflugzeuge, schreibt der Spiegel. Kommentatoren sind alarmiert und versuchen zu ergründen, wie es um die derzeitige Fähigkeit Europas bestellt ist, sich selbst zu verteidigen.

Am 14. Juni stimmt die Schweiz über eine Initiative der nationalkonservativen SVP ab, die Einwohnerzahl der Schweiz bei maximal zehn Millionen einzufrieren. Demnach würde die Schweiz dazu verpflichtet, auf verschiedenen Ebenen Maßnahmen zu ergreifen, die die Berechtigungen zur Niederlassung beschränken, wenn die Bevölkerungszahl vor 2050 die Zahl von 9,5 Millionen Personen überschreitet. Gegenwärtig hat das Land 9,1 Millionen Einwohner.

In Slowenien hat eine Mitte-rechts-Regierung die linksliberale Koalition unter Ministerpräsident Robert Golob abgelöst. Neuer Regierungschef ist der nationalkonservative Janez Janša, der dieses Amt bereits dreimal inne hatte. Die Landesmedien erörtern den Koalitionsvertrag der neuen Minderheitsregierung, die im Parlament von der populistischen Rechts-Partei Resni.ca unterstützt wird.

Die finnische Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde FCCA hat führenden Unternehmen der Beerenbranche illegale Preisabsprachen vorgeworfen. Die Behörde stufte das Vorgehen als "sehr schweren Wettbewerbsverstoß" ein und beantragte eine Strafe von 9,4 Millionen Euro, der das Kartellgericht noch zustimmen muss. Vor einigen Jahren waren einige finnische Beerenunternehmen bereits wegen Menschenhandels verurteilt worden.

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