Donald Trump hat angekündigt, die Präsenz der in Deutschland stationierten US-Truppen zurückzufahren. Zunächst konkretisierte Verteidigungsminister Pete Hegseth den Abzug auf 5.000 Soldaten. Anschließend legte der US-Präsident nach: Man werde die Zahl "noch deutlich stärker reduzieren". Die Ankündigung erfolgte, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz Kritik an Washingtons Strategie im Iran-Krieg geäußert hatte.

Am 9. Mai wird in Russland traditionellerweise eine Militärparade abgehalten, um den Sieg über Nazi-Deutschland 1945 zu feiern. Erstmals soll sie in diesem Jahr ohne schweres Kriegsgerät stattfinden. Die Vorführung entfalle wegen der "operativen Lage", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Hintergrund ist wohl die Sorge vor Drohnenangriffen aus der Ukraine.

Nach einer Messerattacke auf zwei Juden am Mittwoch in London will die britische Regierung 25 Millionen Pfund für den Schutz jüdischer Einrichtungen bereitstellen. Innenministerin Shabana Mahmood erklärte, sie stufe den Antisemitismus im Land als Notfall und als akutes Sicherheitsproblem ein. Seit dem Beginn des Gaza-Kriegs nach dem 7. Oktober 2023 hat die Zahl antisemitischer Vorfälle in Großbritannien massiv zugenommen.

Aus den Parlamentswahlen in Bulgarien am 19. April war die Partei Progressives Bulgarien (PB) des ehemaligen Präsidenten Rumen Radew als klarer Sieger hervorgegangen. Beobachter ordnen Radew als pro-russisch ein und mutmaßen, er könnte die Blockaderolle Viktor Orbáns in der EU übernehmen. Für Bulgariens Medien ist allerdings noch unklar, wie Radew sich positionieren wird.

Die Vereinigten Arabischen Emirate treten zum 1. Mai 2026 aus der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) aus. Die Opec verliert damit den weltweit drittgrößten Ölproduzenten. Da die Emirate künftig nicht mehr an die Vereinbarungen des Kartells gebunden sind, können sie ihre Förderung massiv steigern. Kommentatoren erläutern die möglichen Auswirkungen auf den Ölpreis und das Machtgefüge innerhalb der großen Förderländer.

Der britische König Charles III. hat bei seinem Besuch in Washington eine mit viel Beifall quittierte Rede vor dem US-Kongress gehalten. Darin beschrieb er Verantwortlichkeiten für die Nato, die Ukraine, die globale Sicherheit und die Umwelt. Gleichzeitig unterstrich er die Verbundenheit Großbritanniens mit den USA und die Notwendigkeit gemeinsamen Engagements für den Erhalt der Demokratie.

Die Bundesregierung hat sich gerade auf eine Gesundheitsreform geeinigt, die unter anderem erhöhte Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen bei der Familienmitversicherung vorsieht. Gleichzeitig ist die Zufriedenheit mit der Arbeit von Kanzler Friedrich Merz laut einer Forsa-Umfrage auf 15 Prozent gesunken und die ARD hat ermittelt, dass 81 Prozent der Bürger den Wohlstand in Deutschland als ungerecht verteilt empfinden.

Bei einer Feierstunde zum Jahrestag der Nelkenrevolution ist es im portugiesischen Parlament zu einem Eklat gekommen: Parlamentspräsident José Aguiar-Branco kritisierte in seiner Rede, dass Politiker heutzutage ihr ganzes Leben offenlegen müssten. Der sozialistische Abgeordnete Pedro Delgado Alves empfand dies als Verhöhnung ethischer Regeln des Parlaments – und drehte ihm demonstrativ den Rücken zu.

Das Land Mali in Westafrika erlebt derzeit die schwersten militärischen Auseinandersetzungen seit Jahren. Dabei haben sich radikale Islamisten und Tuareg-Separatisten zusammengetan, um gegen die Militärregierung zu kämpfen, die seit einem Putsch 2020 herrscht. Welche Folgen haben die Kämpfe für das russische "Afrika-Korps", das die Militärjunta in Bamako unterstützt, und inwiefern ist Europa betroffen?

Der polnischsprachige Journalist Andrzej Poczobut ist nach fünf Jahren Haft in Belarus im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigekommen. Der 53-Jährige, der für die Zeitung Gazeta Wyborcza berichtet hatte und zur polnischen Minderheit in Belarus gehört, war 2021 festgenommen und 2023 zu acht Jahren Straflager verurteilt worden. Polens Ministerpräsident Donald Tusk begrüßte ihn persönlich an der Grenze.

Der Iran-Krieg lässt die Golfstaaten als beliebtes Reiseziel wegfallen, Social-Media-Kontrollen fürs Visum in die USA stoßen unangenehm auf und das Geld sitzt bei vielen auch nicht mehr so locker. Europäische Kommentatoren debattieren, was die weltpolitische und wirtschaftliche Lage für Touristen und ihr Bedürfnis nach Erholung durch Urlaub bedeutet.

Kroatien ist seit rund einer Woche mit einer Flut von Bombendrohungen konfrontiert. Mehr als 700 Mal mussten bereits Krankenhäuser, Einkaufszentren, Redaktionen, Flughäfen, Schulen und Kindergärten evakuiert und durchsucht werden – wobei nie ein realer Sprengsatz gefunden wurde. Die Landespresse sieht darin einen systematischen Angriff auf Staat und Gesellschaft.

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