Die USA gehen im Iran-Krieg Hand in Hand mit Israel vor. So schrieb sich die israelische Luftwaffe zuletzt die Tötung des Sicherheitsrats-Chefs Ali Laridschani als Erfolg zu. Das selbst immer wieder vom Iran mit Raketen attackierte Israel greift gegenwärtig aber auch im Süden Libanons an, von wo die schiitische Hisbollah ihrerseits Israel beschossen hat. Die Medien beurteilen Israels Rolle und Vorgehensweise auf beiden Kriegsschauplätzen.

Ein landesweiter Blackout hat am Montag die rund zehn Millionen Kubaner vom Stromnetz abgeschnitten. Das sozialistisch regierte Land leidet immer wieder unter Stromausfällen und befindet sich in einer schweren Energiekrise. Die USA haben ein Öl-Embargo über Kuba verhängt und US-Präsident Donald Trump erklärte, ihm falle wohl "die Ehre" zu, Kuba einzunehmen. Kommentatoren debattieren, was für die Lage verantwortlich ist und welche Auswirkungen sie haben könnte.

Vor dem Hintergrund stark gestiegener Öl- und Gaspreise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg kommen am heutigen Donnerstag die Staats- und Regierungschefs der EU zu einem Gipfel in Brüssel zusammen. Dort soll unter anderem über Möglichkeiten zur Energiepreisdeckelung, Subventionen und das Emissionshandelssystem (ETS) zur Begrenzung von Treibhausgasen beraten werden.

In der Grafschaft Kent im Süden Englands sind bei einem Meningitis-Ausbruch bereits zwei junge Erwachsene gestorben. Weitere Erkrankte sind im Krankenhaus in Behandlung. Insgesamt wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang 15 Infektionsfälle bestätigt, viele Infizierte steckten sich demnach in einer Disco in Canterbury an. Hunderte Menschen werden nun vorsorglich mit Antibiotika behandelt.

Im Iran ist der einflussreiche Sekretär des Sicherheitsrats Ali Laridschani bei einem Luftangriff ums Leben gekommen. Auch bleibt das Schicksal des Obersten Führers unklar: Modschtaba Chamenei hat sich nach dem Tod seines Vaters Ajatollah Ali Chamenei nie gezeigt. Die Medien erörtern, ob das iranische Regime Bestand haben kann, wenn durch die anhaltenden Angriffe Israels und der USA seine Führungsriege eliminiert wird.

Das US-Verteidigungsministerium setzt auch im Krieg auf künstliche Intelligenz. Mit Unternehmen wie xAI arbeitet es bereits zusammen. Den KI-Entwickler Anthropic setzte das Pentagon kürzlich auf die Schwarze Liste, nachdem sich das Unternehmen geweigert hatte, seine Technologien umfassend für militärische Zwecke zu öffnen. Kommentatoren beleuchten Einsatzmöglichkeiten und Risiken.

Simon Gardner, ein Journalist der Nachrichtenagentur Reuters, hat in einer umfangreichen Recherche mutmaßlich die Identität des Street-Art-Künstlers Banksy enthüllt. Fans reagieren im Internet sauer, weil die Anonymität Teil der Kunst ihres Idols sei. Einige Kommentatoren schließen sich dieser Meinung an. Andere finden auch Argumente für die Offenlegung von Banksys Identität.

Die Vorsitzende der schwedischen Liberalen, Simona Mohamsson, und der Vorsitzende der Rechtsaußenpartei Schwedendemokraten (SD), Jimmie Åkesson, haben angekündigt, gemeinsam Regierungsverantwortung übernehmen zu wollen. Dieser Kurswechsel vor der Wahl im September ist in der liberalen Partei umstritten.

US-Präsident Donald Trump hat zur Sicherung der Straße von Hormus einen Einsatz der Nato-Staaten angemahnt. Andernfalls sehe die Zukunft des Bündnisses "sehr schlecht" aus. Doch in Europa gibt es dafür kaum Unterstützung. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte: "Das ist nicht unser Krieg." Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, der Iran-Krieg sei nicht Sache der Nato als Verteidigungsbündnis. Die Medien beziehen Position.

Kurz vor der Parlamentswahl in Dänemark am 24. März hat der Vorsitzende der bürgerlichen Liberalen Allianz mit einem Geständnis für Aufsehen gesorgt: Er habe früher mal auf Feiern Kokain konsumiert, erklärte der 34-jährige Alex Vanopslagh. Heute sei sein Leben allerdings ein anderes und danach sollten ihn die Dänen beurteilen. Kommentatoren sehen trotzdem Anlass für Kritik.

Nach der ersten Runde der Kommunalwahlen am Sonntag haben die linkspopulistische Partei La France Insoumise (LFI) sowie der radikal rechte Rassemblement National (RN) vielerorts einen Zugewinn verzeichnen können. Vor dem zweiten Wahlgang am 22. März stellt sich in vielen Kommunen die Frage nach Parteibündnissen, insbesondere der gemäßigten Linksparteien mit der umstrittenen LFI.

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