Nach Russlands Warnung an ausländische Diplomaten, die ukrainische Hauptstadt Kyjiw zu verlassen, hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärt, die westlichen Partner sollten sich diesem "russischen Erpressungsversuch" nicht beugen. Russland hatte in der Nacht zu Sonntag den Großraum Kyjiw massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Kommentatoren sehen vor allem ein Zeichen der Schwäche des Kremls.
Kuba drohe eine "humanitäre Katastrophe", sagte Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat. Der kommunistische Karibikstaat leidet seit Monaten unter einer Ölblockade. US-Präsident Trump drohte an, Kuba "zu übernehmen". Auch wurde gegen den 94 Jahre alten Ex-Präsidenten Raúl Castro in den USA Anklage erhoben. Die Medien erörtern, wie sich diese Krise entwickeln kann.
Die Geburtenrate ist in der EU auf ein Rekordtief gesunken. Der statistische Durchschnittswert von Kindern pro Frau liegt bei 1,34, während es 1964 noch 2,62 Kinder waren. Damit erhöhen sich die Schwierigkeiten, Steuereinnahmen sowie Renten- und Gesundheitssysteme stabil zu halten. Kommentatoren fragen sich, was getan werden kann, um Europa familienfreundlicher zu machen.
In Schweden sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Preise für Monatskarten im öffentlichen Nahverkehr halbiert werden. Diese Maßnahme der rechtsgerichteten Regierung wird voraussichtlich 6,5 Milliarden Kronen (etwa 605 Millionen Euro) kosten. Energie- und Wirtschaftsministerin Ebba Busch begründete sie mit "der schlimmsten Energiekrise, die die Welt je gesehen hat".
Papst Leo XIV. hat sich in seiner ersten Enzyklika mit den Risiken Künstlicher Intelligenz auseinandergesetzt. Die Lehrschrift mit dem Namen Magnifica Humanitas wurde am Wochenende im Vatikan vorgestellt. Das 70-jährige Oberhaupt der Katholischen Kirche warnt vor den Folgen einer unkontrollierten Anwendung der Technologie. Kommentatoren sind beeindruckt von der Aktualität seiner Analyse und wünschen sich noch mehr solcher klaren Worte.
Am Pfingstwochenende fand im tschechischen Brno [Brünn] der traditionelle Sudetendeutsche Tag statt. Das Treffen der Nachkriegsvertriebenen stand unter dem Motto "Alles Leben ist Begegnung" und sollte zur Versöhnung beitragen. Es hatte im Vorfeld Kritik an dem Treffen gegeben und auch während der Veranstaltung kam es zu Protesten. In der Presse finden sich positive Stimmen.
Bei Wahlen in der Republik Zypern sind mit 27 beziehungsweise 24 Prozent die konservative DISY sowie die linke AKEL die stärksten Parteien geblieben. Rechtspopulisten und zwei erstmals ins Parlament gekommene neue politische Bewegungen erreichten jedoch deutliche Zugewinne. Für den direkt gewählten konservativen Präsidenten Nikos Christodoulidis dürfte die Mehrheitsbeschaffung damit komplexer werden, meint die Landespresse.
Einflüge größerer Drohnen sorgen in den drei baltischen Staaten für Unruhe: Am Dienstag haben über einem See in Estland erstmals Nato-Kampfjets eine Drohne abgeschossen. Am Mittwoch wurde in Litauens Hauptstadt Vilnius offiziell Luftalarm gegeben. Streit nach Drohneneinschlägen in Lettland in der ersten Mai-Hälfte hatte dort sogar zum Bruch der Regierungskoalition geführt.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat für die Ukraine eine "assoziierte Mitgliedschaft" in der EU vorgeschlagen. Das soll eine Art Vorstufe für eine vollwertige Aufnahme sein, bei der Kyjiw beispielsweise an Treffen von EU-Entscheidungsgremien teilnehmen könnte, jedoch ohne Stimmrecht. Der Vorstoß des deutschen Regierungschefs stieß auf geteiltes Echo – auch in europäischen Kommentarspalten.
Der israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir ist von den Regierungen mehrerer Staaten für seinen Umgang mit den festgenommenen Aktivisten der Global Sumud Flotilla kritisiert worden. Ein von dem ultrarechten Politiker gepostetes Video zeigt ihn unter anderem spottend und eine israelische Fahne schwenkend zwischen gefesselten und knienden Aktivisten. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu distanzierte sich von dem Vorfall.
Nach der Parlamentswahl in Slowenien vom März, die keine klare Mehrheit ergab, hat eine Gruppe von Abgeordneten nun vorgeschlagen, den Vorsitzenden der konservativen SDS, Janez Janša, zum Regierungschef zu wählen und eine Mitte-rechts-Koalition zu bilden. Janša würde bei erfolgreicher Ernennung zum vierten Mal die slowenische Regierung führen.
Die USA haben letzte Woche eine planmäßige Verlegung von 4.000 US-Soldaten nach Polen gestoppt. Laut Pentagon soll die Zahl der US-Kampfbrigaden in Europa von vier auf drei reduziert werden. Der polnische Regierungschef Donald Tusk rief Washington auf, die besondere Freundschaft mit Warschau nicht zu gefährden. Anfang Mai war bereits ein Abzug von etwa 5.000 US-Soldaten aus Deutschland angekündigt worden.











