Den Eurovision Song Contest in Wien hat die Sängerin Dara aus Bulgarien mit klarem Vorsprung gewonnen. Drei Jahre lang hatte ihr Land aus Kostengründen an dem Wettbewerb nicht teilgenommen, nun wird es 2027 zum Ausrichter. Israel, dessen Teilnahme zum Boykott von fünf Ländern geführt hatte, belegte erneut Rang zwei. Europas Medien lassen die kulturelle und politische Bedeutung des ESC Revue passieren.

Neben freundlichen Worten über gute Zusammenarbeit hat Chinas Staatschef Xi beim Besuch von US-Präsident Trump auch eine Mahnung ausgesprochen. Die Taiwan-Frage sei das wichtigste Thema der bilateralen Beziehungen, erklärte Xi. Werde sie falsch behandelt, könne das zu einer "äußerst gefährlichen Lage" führen. Trump stellte unterdessen ein US-Waffenpaket an Taiwan in Frage und bezeichnete es als gutes Druckmittel gegen China.

Spätestens nach der abgespeckten Militärparade am 9. Mai mehren sich die Stimmen, die von einem geschwächten Russland sprechen. Putins Rückhalt in der Bevölkerung scheint abzunehmen, manche spekulieren über einen möglichen Putsch und die militärische Lage im Angriffskrieg gegen die Ukraine hat sich verschlechtert. Die Frage, ob diese Situation zu einem Umbruch führt, beantworten Kommentatoren unterschiedlich.

Im Rahmen der Regierungsübergabe hat der neue ungarische Regierungschef Péter Magyar vergangene Woche per Video die Innenräume des Amtssitzes des ehemaligen Premiers Viktor Orbán, einem umgebauten Karmeliterkloster, und mehrerer Ministerien präsentiert. Nach Ansicht Magyars zeugen die Räumlichkeiten, die unter anderem mit zahlreichen wertvollen Museumsstücken geschmückt waren, von übertriebenem Luxus.

In mehreren Gesprächsrunden und unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben sich US-Präsident Trump und der chinesische Staatschef Xi ausgetauscht. Über die Inhalte wurde wenig bekannt. Beide Seiten betonten aber im Anschluss die gute Zusammenarbeit. Trump sprach von Freundschaft und einer "großartigen Zukunft". Xi erklärte, beide Länder könnten sich gegenseitig stärken. Europas Presse versucht, hinter die Kulissen zu blicken.

Andrij Jermak, ehemals Leiter des ukrainischen Präsidialamts und enger Vertrauter von Präsident Selenskyj ist vom Obersten Antikorruptionsgericht für zwei Monate in Untersuchungshaft genommen worden. Er könnte aber gegen eine Kaution von umgerechnet rund 2,7 Millionen Euro freikommen. Ihm wird vorgeworfen, mit fünf weiteren Beteiligten Geldwäsche beim Bau einer Luxus-Wohnanlage betrieben zu haben.

Nach zwei Amtszeiten tritt US-Notenbankchef Jerome Powell am Freitag ab. Powell hinterlässt an der Spitze der Federal Reserve (Fed) eine gemischte Bilanz. Kritiker werfen ihm vor, Fehler gemacht zu haben, vor allem im Kampf gegen die Inflation. Doch als US-Präsident Donald Trump die Unabhängigkeit der Fed bedrohte, leistete er standhaft Widerstand. Nachfolger Powells wird Trumps Wunschkandidat Kevin Warsh sein.

Am Samstag haben hunderte Hardcore-Fans des Prager Clubs Slavia mit brennenden Bengalos das Spielfeld gestürmt und Team und Fans des Lokalrivalen Sparta attackiert. Die 3:2-Führung kurz vor Abpfiff hätte ihrem Club die Meisterschaft eingebracht. Aber das Spiel wurde abgebrochen, der Gegner zum Sieger erklärt. Slavia muss zusätzlich vier Heimspiele unter Ausschluss von Zuschauern absolvieren und eine empfindliche Strafe bezahlen.

Ab Donnerstag will sich US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping treffen, um über politische und wirtschaftliche Kernfragen wie den Iran-Krieg, den Umgang mit Taiwan, den Welthandel und KI zu sprechen. Kommentatoren fragen sich, ob der zweitägige China-Besuch Chancen für Entspannung und Konfliktlösung bieten kann.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den mit ihm befreundeten Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht. Für die Gesprächsaufnahme mit der europäischen Seite könne er sich gut den früheren SPD-Chef als Mittelsmann vorstellen, sagte Putin nach der Militärparade am Samstag in Moskau. Kommentatoren fragen sich: Ist das eine gute Idee?

Trotz der herben Verluste von Labour bei den britischen Kommunalwahlen und Rücktrittsforderungen aus der eigenen Partei will Premierminister Keir Starmer im Amt bleiben. Er trage Verantwortung, sagte Starmer am Montag in einer Krisenansprache, aber er trage auch Verantwortung für die Umsetzung des Wandels, für den Labour gewählt worden sei. Doch der Druck nimmt zu: Vier Staatssekretäre sind mittlerweile zurückgetreten.

Gegen die offizielle Teilnahme Russlands und Israels an der Biennale in Venedig gibt es massiven Widerstand: Die Jury des "Goldenen Löwen" trat zurück – und die EU strich 2 Millionen Euro zugesagter Fördermittel. Vor dem russischen Pavillon sorgten die feministischen Protestgruppen Pussy Riot und Femen für Aufruhr. Kontroverse Diskussionen in der Presse.

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