US-Präsident Trump hat die Nato sowie asiatische Staaten aufgefordert, sich an der militärischen Sicherung des Schifffahrtsverkehrs in der Straße von Hormus zu beteiligen. Denn die faktische iranische Blockade der Meerenge lässt die Öl- und Gaspreise drastisch steigen. Europas Medien beleuchten das Vorgehen der USA in dieser beginnenden Energiekrise und skizzieren deren globale ökonomische und soziale Folgen.

Der weltbedeutende deutsche Philosoph Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Habermas setzte nicht nur theoretisch auf respektvolle Kommunikation, sondern mischte sich gerne in öffentliche Debatten ein. Beim Historikerstreit bestand er vehement auf der Singularität des Holocaust. Sein Verfassungspatriotismus ist das moderne Konzept, Zugehörigkeit über Bekenntnis und nicht Ethnie und kulturellen Mythos zu bestimmen.

Nach der ersten Runde der Kommunalwahlen am Sonntag haben die linkspopulistische Partei La France Insoumise (LFI) sowie der radikal rechte Rassemblement National (RN) vielerorts einen Zugewinn verzeichnen können. Vor dem zweiten Wahlgang am 22. März stellt sich in vielen Kommunen die Frage nach Parteibündnissen, insbesondere der gemäßigten Linksparteien mit der umstrittenen LFI.

Vier Wochen vor der Parlamentswahl in Ungarn haben sowohl das Regierungslager als auch die Opposition Großdemonstrationen in Budapest abgehalten. Aktuell liegt die Tisza-Partei von Péter Magyar in den meisten unabhängigen Umfragen vorn. Bei einem Sieg müssten Premier Viktor Orbán und seine Partei Fidesz nach 16 Jahren die Regierungsmacht abgeben. Kommentatoren glauben jedoch, dass noch alles möglich ist.

Ungarische Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche zwei Geldtransporter auf dem Weg aus Österreich in die Ukraine gestoppt. Die Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Sparkasse wurden vorübergehend festgenommen, neun Goldbarren und Banknoten im Wert von rund 69 Millionen Euro beschlagnahmt. Budapest spricht von einer Operation gegen Geldwäsche. Europas Presse sieht eher einen Zusammenhang mit dem Streit um die Druschba-Pipeline und dem ungarischen Wahlkampf.

Der Krieg im Iran dauert seit zwei Wochen an und ein Ende ist bisher nicht absehbar. Während die USA und Israel weiter Ziele im Iran aus der Luft angreifen, schießt Teheran mit Raketen und Drohnen auf Ziele in den arabischen Golfstaaten und Israel. Durch die Blockade der Straße von Hormus ist der Ölpreis weltweit drastisch angestiegen. Kommentatoren analysieren, inwiefern Ziele und Strategie der US-Administration erkennbar sind.

In der Moskauer Innenstadt funktionieren seit einer Woche das mobile Internet sowie öffentliche WLAN-Hotspots nicht mehr. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow begründete dies diffus mit Sicherheitsanforderungen. Bislang gab es in der russischen Metropole Netzabschaltungen allenfalls vorübergehend bei Großereignissen oder wenn ukrainische Drohnen im Luftraum geortet wurden.

Der dänische Koch René Redzepi, Mitgründer und Chefkoch des mehrfach als "Bestes Restaurant der Welt" ausgezeichneten Noma in Kopenhagen, hat bekanntgegeben, dass er dort nicht mehr arbeiten wird. Zuvor hatte die New York Times über sein seit Jahren gewalttätiges und erniedrigendes Verhalten gegenüber Mitarbeitenden berichtet. Dänemarks Medien beleuchten die schwarzen Löcher im Gastronomie-Himmel.

Die EU will bei der Stromversorgung wieder stärker auf Atomkraft zurückgreifen. Das erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag bei einem Kernenergie-Gipfel nahe Paris vor Vertretern aus etwa 40 Staaten. Die Abkehr der vergangenen Jahre bezeichnete sie als "strategischen Fehler". Debattiert wurde beim Treffen auch die Entwicklung sogenannter Small Modular Reactors (SMR). Europas Presse ist gespalten.

Die EU hat bislang zu keiner gemeinsamen Haltung zum Iran-Krieg gefunden. Dabei werden Differenzen nicht nur zwischen Regierungschefs einzelner Länder deutlich, sondern auch innerhalb der Führungsebene Brüssels. Während Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag sagte, dass die "alte Weltordnung" nicht mehr existiere, widersprach ihr Ratspräsident António Costa am Dienstag. Er sagte, Europa müsse dafür sorgen, dass die Welt weiterhin auf Regeln basiere.

Die Internationale Energieagentur IEA will als Reaktion auf die faktische Blockade der Straße von Hormus strategische Ölreserven im Umfang von 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben. Noch nie zuvor haben die 32 Mitgliedsländer der Agentur in einer gemeinsamen Aktion so viel Öl aus ihren Krisenvorräten entnommen, um den Energiemarkt zu stabilisieren. Eine Lösung des Problems ist dies aber für die Medien aber nicht.

Es gibt unklare Signale, wie lange der Iran-Krieg fortgesetzt werden soll: US-Präsident Donald Trump stellte am Montag in Aussicht, die Militäroperation "sehr bald" zu beenden. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu ließ daraufhin erklären, man sei "noch nicht fertig". Die Luftangriffe auf den Iran wurden am Dienstag verstärkt und auch Teheran setzte die Attacken auf Israel und die Golfstaaten fort. Europas Presse sucht realistische Exit-Szenarien.

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