Mit Modschtaba Chamenei hat der Iran einen neuen Obersten Führer. Sein Vater und Vorgänger, Ajatollah Ali Chamenei, war bei den Angriffen der USA und Israels getötet worden. Das israelische Militär bedrohte nun auch dessen Sohn. US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Vorfeld erklärt, Modschtaba Chamenei sei für ihn "inakzeptabel" und eine iranische Führung ohne die Zustimmung Washingtons werde "nicht lange im Amt bleiben".
Spaniens Premier Pedro Sánchez hat sein "Nein zum Krieg in Iran!" vergangene Woche in einer Fernsehansprache bekräftigt. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Spanien im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz heftig dafür kritisiert, dass es den USA die Nutzung zweier Militärstützpunkte untersagt hatte. Trump drohte damit, die Handelsbeziehungen zu Spanien abzubrechen.
Die Schweizer Volksabstimmung zur Reduzierung des Rundfunkbeitrags ist klar gescheitert: Etwa 62 Prozent der Voten sprachen sich gegen die Initiative "200 Franken sind genug!" aus. Gegenwärtig zahlen Haushalte 335 Franken im Jahr. Mit den Beiträgen wird das öffentlich-rechtliche Medienhaus SRG finanziert, das Radio- und Fernsehprogramme in den vier Landessprachen produziert.
Seit einer knappen Woche greifen Israel und die USA den Iran aus der Luft an. Teheran antwortet mit Schlägen gegen Israel und benachbarte Golfstaaten. In Washington haben sich Senat und Repräsentantenhaus hinter das Vorgehen von US-Präsident Trump gestellt. Unterdessen stieg der Ölpreis deutlich an und versetzt die Wirtschaft weltweit in Unruhe. Kommentatoren in Europa versuchen zu deuten, welche Entwicklung der Krieg nehmen wird.
Im Streit zwischen Kyjiw und Budapest liegen die Nerven blank. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die anhaltende Blockade eines 90-Milliarden-Euro-Kredits durch Ungarn scharf. In Bezug auf das Veto des ungarischen Premiers schlug er ironisch vor, man solle die Kontaktdaten "dieser einen Person" den ukrainischen Soldaten geben – "damit sie ihn anrufen und in ihrer eigenen Sprache mit ihm reden".
Bei den paralympischen Winterspielen in Italien sorgt die Entscheidung für Kritik, Teilnehmende aus Russland und Belarus mit ihren Flaggen einlaufen zu lassen. Dem ukrainischen Team wurde indes das Tragen eines Outfits mit der Landkarte der Ukraine – einschließlich der russisch besetzten Gebiete – verboten. Mehrere Verbände schlossen sich dem von der Ukraine angekündigten Boykott der Eröffnungsfeier an.
Der angegriffene Iran feuert mit Raketen und Drohnen auf Israel, US-Stützpunkte in der Region und auch auf die Infrastruktur bei seinen reichen südlichen Nachbarn. Die meisten Geschosse werden abgefangen. Die Türkei meldete den Abschuss einer vermutlich in Richtung Zypern fliegenden Rakete. Besonders kompliziert wird das Verhältnis der Golfstaaten zu Teheran auf der einen und Washington und Tel Aviv auf der anderen Seite.
Der EU-Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Stéphane Séjourné hat in Brüssel seine Pläne vorgestellt, wie Europa die Binnennachfrage bestimmter Produkte fördern sollte. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge dürften EU-Staaten künftig nur dann Gelder in Schlüssel-Branchen lenken, wenn Erzeugnisse wie Stahl, Zement, E-Fahrzeuge oder saubere Technologien "Made in Europe" sind.
Griechenland hat eine Serie von Fotografien erworben, die detailliert zeigen, wie 200 Kommunisten am 1. Mai 1944 von einem Nazi-Exekutionskommando bei Athen hingerichtet wurden. Die bisher unbekannten 263 Abzüge waren von einem belgischen Militaria-Händler bei eBay zur Versteigerung angeboten worden. Nach einer Intervention der griechischen Behörden waren sie aus dem Verkauf genommen worden. Für die Landespresse ist dies ein vielschichtiges Thema.
In Europa gibt es unterschiedliche Haltungen zum Angriff der USA und Israels auf den Iran. Kanzler Merz betonte im Gespräch mit US-Präsident Trump am Dienstag, dass man sich einig sei, dass das Regime in Teheran beseitigt werden müsse. Großbritannien hatte den USA anfangs verweigert, britische Stützpunkte für Iran-Einsätze zu nutzen – lässt dies nun aber begrenzt zu. Spaniens Premier Sánchez sprach sich hingegen klar gegen den Militärschlag aus und nannte ihn einen Verstoß gegen das Völkerrecht.
Der Konflikt in Nahost lässt die Preise für Öl und Gas steigen. Drohungen des Irans führen dazu, dass sich Tankschiffe auf beiden Seiten der Straße von Hormus stauen. Nach dem Lieferstopp des wichtigen Förderlandes Katar ist der Preis für Flüssigerdgas (LNG) an der Amsterdamer Börse von unter 32 Euro pro Megawattstunde am Freitag auf vorübergehend über 62 Euro am Dienstag gestiegen. Europas Presse lotet kurz-, mittel- und langfristige Konsequenzen aus.











