Frankreichs Premier Jean-Marc Ayrault hat am Sonntag angekündigt, dass seine Regierung Unternehmensanteile verkaufen will, um Investitionen zu finanzieren. Das Vorgehen ist berechtigt, setzt jedoch eine klare Strategie voraus, meint die liberale Wirtschaftszeitung Les Echos: "Es darf den Staat nicht davon abhalten, entschieden seine laufenden Ausgaben zu kürzen, und zwar all diejenigen, die nicht zum Wachstum beitragen. ... Außerdem muss überwacht werden, in was der Staat eigentlich investieren will. Die offene Debatte zwischen dem Direktor der staatlichen Investitionsbank und ihrer Vizepräsidentin Ségolène Royal offenbart, wie stark die Spannungen innerhalb des sozialistischen Machtgefüges sind, wenn es darum geht, Prestigeprojekte oder Firmen mit einem lokalen Interesse zu finanzieren. Um Streitereien zu verhindern, sollten die Sozialisten endlich ihre Industriepolitik definieren." (07.05.2013)
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Alle verfügbaren Texte von » Eric Le Boucher