Portugals Regierung hat vergangene Woche hochspekulative Finanzierungsmodelle bei öffentlichen Verkehrsunternehmen entdeckt. Sie fürchtet nun, dass diese ein weiteres Loch in Höhe von drei Milliarden Euro in den Haushalt reißen könnten. Die wirtschaftsliberale Tageszeitung Jornal de Negócios fordert eine rasche Aufklärung: "Dieser Fall wirft viele Fragen auf, die die derzeitige Regierung, die früheren Politiker und die Verantwortlichen der Unternehmen beantworten müssen. ... Immer wenn mit Geld der Steuerzahler Geschäfte gemacht werden, kommen sehr seltsame Dinge heraus. Besonders bizarr ist dabei, dass die, die Steuergelder vergeuden, eigentlich immer straffrei davonkommen. Es genügt jetzt nicht, mit den Banken neu zu verhandeln, die den Unternehmen diese Produkte [toxische Swaps] untergejubelt haben, die diese nicht brauchten. Man muss schleunigst herausfinden, wer was getan hat und warum. Dieser Fall darf nicht in die Geschichte eingehen als eine weitere skurrile Episode, die nur einer Bananenrepublik würdig ist, die öffentliche Gelder einfach in den Sand setzt." (29.04.2013)
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Alle verfügbaren Texte von » João Cândido da Silva