Details des Rahmenabkommens zur Beilegung des Krieges, das die USA und Iran am Freitag in Genf unterzeichnen wollen, sind bislang nicht veröffentlicht worden. Die Inhalte werden von beiden Seiten teilweise unterschiedlich dargestellt. Fragen über die freie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus, zum iranischen Atomprogramm und zu einem Abzug israelischer Truppen aus dem Libanon sind noch offen. Die Presse sieht zahlreiche Fallstricke.
Bei einem russischen Luftangriff auf Kyjiw wurde in der Nacht auf Montag auch das zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende Höhlenkloster getroffen. Das Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale geriet in Brand. Sie stammt aus dem Jahr 1073 und war nach ihrer Zerstörung durch die deutschen Besatzer 1941 in den 1990er Jahren wieder aufgebaut worden.
Großbritannien will Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren die Nutzung von Social-Media-Angeboten verbieten und folgt damit dem Beispiel Australiens. Premier Starmer kündigte an, dass die Regelung Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten solle. Man werde sich nicht dem Widerstand der Tech-Konzerne beugen. Doch ob Starmer das umsetzen kann und wie wirksam der Vorstoß ist, daran haben Kommentatoren Zweifel.
Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer ist eröffnet, die ersten Spiele haben stattgefunden. In den drei Gastgeberländern Mexiko, Kanada und USA tritt bis zum 19. Juli eine Rekordzahl von 48 Nationalmannschaften in 104 Spielen gegeneinander an. Viele Entscheidungen der Veranstalter stehen für Europas Presse im Kontrast zu den Werten, die der Sport verkörpern sollte. Doch nicht alle lassen sich die Fußballbegeisterung vermiesen.
In der Schweiz hat sich am Sonntag eine Mehrheit dagegen ausgesprochen, die Einwohnerzahl auf zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Rund 55 Prozent votierten in der Volksabstimmung mit Nein. Die Initiative "Keine 10-Millionen-Schweiz" der rechtspopulistischen SVP sah vor, ab einer bestimmten Bevölkerungszahl die Aufnahme von Flüchtlingen einzuschränken und unter bestimmten Umständen auch die mit der EU geregelte Freizügigkeit zu beenden.
Britische Streitkräfte haben im Ärmelkanal einen Tanker gestoppt, der offenbar zur russischen Schattenflotte gehört. Mit diesen Schiffen umgeht Russland westliche Sanktionen und generiert durch die Öltransporte Einnahmen, die für den Krieg gegen die Ukraine genutzt werden. Britische Medien loben den Schlag nicht nur für seine Auswirkungen auf Russland.
Rumänien braucht einen neuen Premier, nachdem Ilie Bolojan von der nationalliberalen PNL durch ein Misstrauensvotum gestürzt wurde. Bolojan selbst hatte verkündet, seinen Nachfolger benennen zu wollen. Doch Präsident Nicușor Dan ernannte am Wochenende ohne Beratungen mit den Parteien und binnen weniger Tage bereits den zweiten Kandidaten, Adrian Veștea, nachdem der erste Kandidat wohl keine Mehrheit erhalten hätte. Rumäniens Medien wollen diese präsidialen Alleingänge stoppen.
Mit einer Bewertung von rund 1,8 Billionen US-Dollar debütiert der Raumfahrtkonzern SpaceX am heutigen Freitag an der Börse. Gründer und Hauptaktionär Elon Musk – bereits vor dem Börsengang der mit Abstand reichste Mensch der Welt – wird damit voraussichtlich zum ersten Dollar-Billionär der Geschichte. In Europas Presse lösen die gigantischen Zahlen ein wenig Bewunderung und viele Ängste aus.
Zehn Jahre dauerten die Verhandlungen und Vorbereitungen, nun ist das Gemeinsame Europäische Asylsystem am heutigen Freitag in Kraft getreten. Es soll Daten zentral erfassen, die Lasten zwischen den EU-Staaten besser verteilen und auch eine Begrenzung der Zuwanderung insgesamt erzielen – etwa durch die Einrichtung von Zentren für Asyl-Schnellverfahren an den EU-Außengrenzen. In den Medien überwiegt Skepsis.
Die Vergewaltigung und Ermordung der elfjährigen Lyhanna hat in Frankreich zu Entrüstungsstürmen geführt. Obwohl ihr mutmaßlicher Mörder in der Vergangenheit mehrmals angezeigt worden war, blieb die Justiz untätig. Justizminister Gérald Darmanin lässt nun hastig 70.000 Dossiers sexueller Gewalt gegen Minderjährige überprüfen.
Das estnische Parlament hat mit 69 zu 8 Stimmen eine grundlegende Änderung der Betrachtung von Sexualstraftaten im Strafgesetzbuch verabschiedet. Der Grundgedanke des "Ja-Modells" besteht darin, dass sexueller Kontakt ohne die freiwillige Zustimmung der anderen Seite als Vergewaltigung gilt. Damit wird das estnische Recht an die Istanbul-Konvention zur Verhütung von Gewalt gegen Frauen angepasst.
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat am Sonntag die Dauer von 100 Tagen erreicht. Trotz vereinbarter Waffenruhe kommt es immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Washington und Teheran. Darüber hinaus bleibt auch der Libanon weiter ein Konfliktherd, in dem sich Israel und die Hisbollah heftig bekämpfen. Kommentatoren ziehen eine bittere Bilanz.











