Ukrainische Drohnen haben am Donnerstag eine Ölraffinerie in Moskau getroffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff. Er sei "die gerechte Antwort auf die ständigen russischen Schläge gegen ukrainische Städte und Gemeinden", schrieb er auf Telegram. Die Ölraffinerie ist eine der größten Anlagen in Russland. Sie deckt einen bedeutenden Teil der Treibstoffversorgung der Hauptstadt ab.

Manchesters Labour-Bürgermeister Andy Burnham hat bei einer Nachwahl den vakanten Parlamentssitz im Kreis Makerfield gewonnen. Als Abgeordneter im London kann er nun den angeschlagenen Premierminister Keir Starmer bei einer Wahl des Parteivorsitzenden herausfordern. Im Erfolgsfall würde er dann Regierungschef.

Ab 2028 sollen in Europa gelockerte Regeln für den Einsatz von Gentechnik im Anbau von Lebensmitteln gelten, wie das EU-Parlament beschlossen hat. Als Richtlinie gilt dann vereinfachend gesagt: Hätte die Pflanze theoretisch auch auf natürlichem Weg so gezüchtet werden können, werden also keine artfremden Gene eingebaut, entfallen die Kennzeichnungspflicht und viele Umweltprüfungen.

In der Türkei sind die Preise für Hühnerfleisch, ein wichtiges und erschwingliches Grundnahrungsmittel, seit Jahresbeginn um 150 bis 250 Prozent gestiegen. Nachdem die Wettbewerbsbehörde bereits 2025 ein Preiskartell festgestellt und gegen 13 Geflügelkonzerne hohe Strafen verhängt hatte, ließ nun das Justizministerium dieselben Firmen unter staatliche Kontrolle stellen. Die Landespresse diskutiert, ob dies eine angemessene Maßnahme darstellt.

Die USA und der Iran haben die Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges unterzeichnet. US-Präsident Donald Trump unterschrieb im Schloss Versailles, Irans Präsident Massud Peseschkian laut Aussage des Teheraner Außenministeriums digital. Die Straße von Hormus soll ab sofort wieder geöffnet werden. Weitere Punkte – unter anderem über die Zukunft des iranischen Atomprogramms – sollen in den kommenden 60 Tagen verhandelt werden.

Der russische Künstler und Regimekritiker Semyon Skrepetsky ist am Montag im ostpolnischen Biała Podlaska auf offener Straße erschossen worden. Die Behörden gehen von einer gezielten Tötung aus und fahnden nach dem Täter. Skrepetsky hatte vier Tage zuvor in Berlin vor der russischen Botschaft demonstriert. Er war für spöttische Karikaturen von Putin, Lukaschenka und Stalin bekannt.

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben härtere Sanktionen gegen Russland und weitere Waffenlieferungen an die Ukraine beschlossen. Gastgeber Macron bezeichnete den Gipfel in Évian als "Moment des strategischen Erwachens", nachdem Trump im vergangenen Jahr noch frühzeitig abgereist war und damit gemeinsame Beschlüsse verhinderte. Doch einige Kommentatoren halten die Einigkeit für trügerisch.

In Litauen ordnet sich die Regierungskoalition unter den Sozialdemokraten neu, nachdem die Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei Nemuno aušra aufgekündigt wurde. Künftig soll gemeinsam mit den zentristischen Demokraten Vardan Lietuvos und der konservativen Bauern- und Grünenunion (LVŽS) regiert werden. Als Premier soll der Sozialdemokrat Mindaugas Sinkevičius seine Parteikollegin Inga Ruginienė ablösen.

Aufgrund nicht näher definierter Risiken für die nationale Sicherheit hat die US-Regierung entschieden, dass der KI-Entwickler Anthropic seine leistungsstärksten Modelle Mythos 5 und Fable 5 Ausländern nicht zur Verfügung stellen darf. Das Unternehmen hat die Modelle deswegen vorläufig komplett deaktiviert. Europas Medien fragen sich, was die Entscheidung aus Washington für die Debatte über die digitale Souveränität bedeutet.

Details des Rahmenabkommens zur Beilegung des Krieges, das die USA und Iran am Freitag in Genf unterzeichnen wollen, sind bislang nicht veröffentlicht worden. Die Inhalte werden von beiden Seiten teilweise unterschiedlich dargestellt. Fragen über die freie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus, zum iranischen Atomprogramm und zu einem Abzug israelischer Truppen aus dem Libanon sind noch offen. Die Presse sieht zahlreiche Fallstricke.

Die Regierung in Prag hat beschlossen, die Gebühren für das Tschechische Fernsehen (ČT) und den Tschechischen Hörfunk (ČRo) abzuschaffen. Beide Sender sollen künftig aus dem Staatshaushalt finanziert werden und dabei weniger Geld als bisher erhalten. Die Opposition wittert, dass die Regierung diese wichtigen Medien politisch mundtot machen will. Auch in den Kommentarspalten hagelt es Kritik.

Bei einem russischen Luftangriff auf Kyjiw wurde in der Nacht auf Montag auch das zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende Höhlenkloster getroffen. Das Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale geriet in Brand. Sie stammt aus dem Jahr 1073 und war nach ihrer Zerstörung durch die deutschen Besatzer 1941 in den 1990er Jahren wieder aufgebaut worden.

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