Bei der Parlamentswahl in Armenien hat sich die Regierungspartei mit knapp 50 Prozent der Stimmen und einer absoluten Mehrheit der Sitze durchgesetzt. Der seit 2018 regierende Premier Nikol Paschinjan sieht darin ein klares Mandat für eine Fortsetzung der Annäherung seines Landes an den Westen. Die übrigen ins Parlament einziehenden Oppositionsparteien stehen für einen eher prorussischen Kurs. Diese Spaltung beschäftigt auch Europas Presse.

Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat am Sonntag die Dauer von 100 Tagen erreicht. Während am Persischen Golf der anfangs heftige militärische Schlagabtausch abgeflaut ist und die Blockade des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus das zentrale Problem darstellt, ist der Libanon mit dem Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah zunehmend in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt.

Der ungarische Premier Péter Magyar ist seit einem Monat im Amt, hat seitdem zahlreiche offizielle Auslandsbesuche absolviert und neue außenpolitische Akzente gesetzt. Er besuchte unter anderem die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz sowie den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Kommentatoren sehen Fortschritte und Hürden.

Vom 11. Juni bis zum 19. Juli findet in Mexiko, Kanada und den USA die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 statt. 48 Staaten haben sich qualifiziert, die in 104 Spielen um den Sieg ringen werden. Kommentatoren fragen nach der Bedeutung des Großereignisses über den Sport hinaus und sehen nicht nur Anlass zur Freude.

Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau können beginnen. Der Weg dafür wurde frei, nachdem die neue Regierung in Budapest die jahrelange ungarische Blockade aufgegeben hatte. Auch für die Länder des Westbalkans soll Schwung in die Verhandlungen kommen, wie Bundeskanzler Merz und der französische Präsident Macron bei einem Gipfel in Montenegro forderten. Europas Presse schaut auf einen zähen Prozess.

In London haben die Staats- und Regierungschefs von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und der Ukraine den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung forderten Keir Starmer, Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj eine "aktive" Beteiligung Europas und der USA an Friedensgesprächen.

In Albanien gibt es seit Anfang Juni massive, mitunter auch gewalttätige Proteste gegen Pläne zum Bau eines riesigen Luxus-Tourismus-Resorts an der Küste. Es soll in Schutzgebieten an der Lagune von Narta und auf der vorgelagerten Insel Sazan entstehen. Beteiligt an dem Projekt ist Trump-Schwiegersohn Jared Kushner. Die Regierung verweist darauf, dass das Vorhaben noch nicht genehmigt sei.

Papst Leo XIV. hält sich seit Samstag zu einem einwöchigen Besuch in Spanien auf. Über eine Million Menschen besuchten seine am Sonntag abgehaltene Fronleichnamsmesse in Madrid, in der er dazu aufrief, sich für Nächstenliebe und Gerechtigkeit einzusetzen. Kommentatoren der Landespresse debattieren, welche Rolle die Kirche und ihr Oberhaupt heute noch spielen können.

Deutschland ist mit seiner Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027 und 2028 gescheitert. Bei der geheimen Abstimmung in der Generalversammlung fanden hingegen Portugal mit 134 und Österreich mit 131 Stimmen die nötigen Zwei-Drittel-Mehrheiten. Für die wie üblich alle acht Jahre eingereichte deutsche Bewerbung votierten nur 104 Staaten. Die Medien analysieren mögliche Gründe.

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat Russlands Staatschef Putin vorgeschlagen, den Krieg durch direkten Austausch zu beenden. Ein Treffen solle jedoch weder in Kyjiw noch in Moskau, sondern beispielsweise in der Schweiz stattfinden, hieß in einem online veröffentlichten Brief. Präsident Putin erklärte sich zu einer Vereinbarung auf Grundlage seiner Gespräche mit US-Präsident Trump in Alaska bereit.

Die französisch-iranische Künstlerin Marjane Satrapi ist im Alter von 56 Jahren in Paris gestorben. Mit ihrer autobiografischen Graphic Novel Persepolis wurde sie weltberühmt. 2025 sollte sie in die französische Ehrenlegion aufgenommen werden, lehnte dies jedoch ab. Satrapi kritisierte vor allem, dass Frankreich Visa-Bewerbungen von jungen iranischen Dissidenten und Künstlern abgelehnt habe. Die Presse würdigt die Künstlerin und ihr Werk.

Die in Tschechien mitregierende extrem rechte Bewegung für Freiheit und direkte Demokratie (SPD) von Parlamentspräsident Tomio Okamura ist von einem Prager Gericht wegen volksverhetzender Wahlplakate zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die Plakate hätten Hass gegen Flüchtlinge geschürt, urteilte die Richterin. Kommentatoren diskutieren das Für und Wider des Urteils.

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