Das Spiel Mexiko gegen Südafrika gibt am heutigen Donnerstag den Auftakt zur Fußball-WM der Männer. In den drei Gastgeberländern Mexiko, Kanada und USA tritt eine Rekordzahl von 48 Teams in über 100 Spielen gegeneinander an. Viele Entscheidungen der Veranstalter stehen für Europas Presse im Kontrast zu den Werten, die der Sport verkörpern sollte.

Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat am Sonntag die Dauer von 100 Tagen erreicht. Trotz vereinbarter Waffenruhe kommt es immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Washington und Teheran. Darüber hinaus bleibt auch der Libanon weiter ein Konfliktherd, in dem sich Israel und die Hisbollah heftig bekämpfen. Kommentatoren ziehen eine bittere Bilanz.

In Nordirland ist es den zweiten Abend in Folge zu heftigen Ausschreitungen gekommen, nachdem ein Video über einen Messerangriff in Belfast verbreitet worden war. Etliche Menschen protestierten gegen Einwanderung, randalierten und legten Feuer. Bei der gefilmten Attacke vom Montag war ein Mann schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei ist der mutmaßliche Täter ein 30-jähriger Sudanese.

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, hat einer ukrainischen Armee-Einheit den Namen "Helden der UPA" verliehen. Die nationalistische Ukrainische Aufstandsarmee ist jedoch in Polen wegen Massenmorden an Zivilisten während des Zweiten Weltkriegs berüchtigt. Präsident Karol Nawrocki und sein Amtsvorgänger Lech Wałęsa fordern nun, Selenskyj die 2023 verliehene höchste staatliche Auszeichnung, den Orden des Weißen Adlers, abzuerkennen. Ist der Riss überwindbar?

Das europäische Kampfjetprojekt FCAS ist gescheitert. Wie die deutsche und die französische Regierung am Montag mitteilten, wird die Entwicklung des gemeinsamen Kampfflugzeuges gestoppt. Der Jet sollte im Zentrum des Future Combat Air Systems stehen, einem Schlüsselprojekt der europäischen Rüstungskooperation. Die beteiligten Konzerne Airbus und Dassault konnten sich nicht darauf einigen, wer die Führungsrolle dabei innehat.

Chinas Staatschef Xi Jinping hat Nordkorea einen zweitägigen Besuch abgestattet. Egal, wie sich die internationale Lage ändere, werde China an der traditionellen Freundschaft mit Nordkorea festhalten, erklärte Xi bei einem Treffen mit Kim Jong-un in Pjöngjang. Kommentatoren beleuchten das Beziehungsgeflecht der beiden Länder.

Bei der Parlamentswahl in Armenien hat sich die Regierungspartei mit knapp 50 Prozent der Stimmen und einer absoluten Mehrheit der Sitze durchgesetzt. Der seit 2018 regierende Premier Nikol Paschinjan sieht darin ein klares Mandat für eine Fortsetzung der Annäherung seines Landes an den Westen. Die übrigen ins Parlament einziehenden Oppositionsparteien stehen für einen eher prorussischen Kurs. Diese Spaltung beschäftigt auch Europas Presse.

Der ungarische Premier Péter Magyar ist seit einem Monat im Amt, hat seitdem zahlreiche offizielle Auslandsbesuche absolviert und neue außenpolitische Akzente gesetzt. Er besuchte unter anderem die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz sowie den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Kommentatoren sehen Fortschritte und Hürden.

Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau können beginnen. Der Weg dafür wurde frei, nachdem die neue Regierung in Budapest die jahrelange ungarische Blockade aufgegeben hatte. Auch für die Länder des Westbalkans soll Schwung in die Verhandlungen kommen, wie Bundeskanzler Merz und der französische Präsident Macron bei einem Gipfel in Montenegro forderten. Europas Presse schaut auf einen zähen Prozess.

In London haben die Staats- und Regierungschefs von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und der Ukraine den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung forderten Keir Starmer, Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj eine "aktive" Beteiligung Europas und der USA an Friedensgesprächen.

In Albanien gibt es seit Anfang Juni massive, mitunter auch gewalttätige Proteste gegen Pläne zum Bau eines riesigen Luxus-Tourismus-Resorts an der Küste. Es soll in Schutzgebieten an der Lagune von Narta und auf der vorgelagerten Insel Sazan entstehen. Beteiligt an dem Projekt ist Trump-Schwiegersohn Jared Kushner. Die Regierung verweist darauf, dass das Vorhaben noch nicht genehmigt sei.

Papst Leo XIV. hält sich seit Samstag zu einem einwöchigen Besuch in Spanien auf. Über eine Million Menschen besuchten seine am Sonntag abgehaltene Fronleichnamsmesse in Madrid, in der er dazu aufrief, sich für Nächstenliebe und Gerechtigkeit einzusetzen. Kommentatoren der Landespresse debattieren, welche Rolle die Kirche und ihr Oberhaupt heute noch spielen können.

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