Kroatien und Serbien beschuldigen sich vor dem internationalen Gerichtshof gegenseitig des Völkermordes während des Krieges im ehemaligen Jugoslawien (1991-1995). Die Tageszeitung Delo kritisiert besonders die Haltung Serbiens. "Wenn sogar die gemäßigten kroatischen und serbischen Politiker feststellen, dass auf dem Balkan wieder die Stimmung aus den 1990er Jahren zu spüren ist, dann ist in der Region ernsthaft etwas verkehrt. ... Jedoch nicht nur die Völkermord-Prozesse belasten die Beziehungen im Balkan, es ist vor allem der Geisteszustand Serbiens, das sich schon seit Monaten zum größten Opfer erklärt. Beinahe so, als ob der Krieg [im ehemaligen Jugoslawien] in Ljubljana, Skopje, Sarajevo und Zagreb geplant und geführt wurde und kroatische und bosnische Panzerfahrzeuge [die serbischen Städte] Novi Sad, Niš und Kragujevac zerstört hätten. Es sieht wohl so aus, als müsse man noch lange darauf warten, dass offen zugegeben wird, dass die Schlächtereien in den Büros der politischen und militärischen Spitze Serbiens geschmiedet wurden." (24.11.2008)
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