Die USA und der Iran haben die Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges unterzeichnet. US-Präsident Donald Trump unterschrieb im Schloss Versailles, Irans Präsident Massud Peseschkian laut Aussage des Teheraner Außenministeriums digital. Die Straße von Hormus soll ab sofort wieder geöffnet werden. Weitere Punkte – unter anderem über die Zukunft des iranischen Atomprogramms – sollen in den kommenden 60 Tagen verhandelt werden.
Der russische Künstler und Regimekritiker Semyon Skrepetsky ist am Montag im ostpolnischen Biała Podlaska auf offener Straße erschossen worden. Die Behörden gehen von einer gezielten Tötung aus und fahnden nach dem Täter. Skrepetsky hatte vier Tage zuvor in Berlin vor der russischen Botschaft demonstriert. Er war für spöttische Karikaturen von Putin, Lukaschenka und Stalin bekannt.
Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben härtere Sanktionen gegen Russland und weitere Waffenlieferungen an die Ukraine beschlossen. Gastgeber Macron bezeichnete den Gipfel in Évian als "Moment des strategischen Erwachens", nachdem Trump im vergangenen Jahr noch frühzeitig abgereist war und damit gemeinsame Beschlüsse verhinderte. Doch einige Kommentatoren halten die Einigkeit für trügerisch.
In Litauen ordnet sich die Regierungskoalition unter den Sozialdemokraten neu, nachdem die Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei Nemuno aušra aufgekündigt wurde. Künftig soll gemeinsam mit den zentristischen Demokraten Vardan Lietuvos und der konservativen Bauern- und Grünenunion (LVŽS) regiert werden. Als Premier soll der Sozialdemokrat Mindaugas Sinkevičius seine Parteikollegin Inga Ruginienė ablösen.
Aufgrund nicht näher definierter Risiken für die nationale Sicherheit hat die US-Regierung entschieden, dass der KI-Entwickler Anthropic seine leistungsstärksten Modelle Mythos 5 und Fable 5 Ausländern nicht zur Verfügung stellen darf. Das Unternehmen hat die Modelle deswegen vorläufig komplett deaktiviert. Europas Medien fragen sich, was die Entscheidung aus Washington für die Debatte über die digitale Souveränität bedeutet.
Details des Rahmenabkommens zur Beilegung des Krieges, das die USA und Iran am Freitag in Genf unterzeichnen wollen, sind bislang nicht veröffentlicht worden. Die Inhalte werden von beiden Seiten teilweise unterschiedlich dargestellt. Fragen über die freie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus, zum iranischen Atomprogramm und zu einem Abzug israelischer Truppen aus dem Libanon sind noch offen. Die Presse sieht zahlreiche Fallstricke.
Die Regierung in Prag hat beschlossen, die Gebühren für das Tschechische Fernsehen (ČT) und den Tschechischen Hörfunk (ČRo) abzuschaffen. Beide Sender sollen künftig aus dem Staatshaushalt finanziert werden und dabei weniger Geld als bisher erhalten. Die Opposition wittert, dass die Regierung diese wichtigen Medien politisch mundtot machen will. Auch in den Kommentarspalten hagelt es Kritik.
Bei einem russischen Luftangriff auf Kyjiw wurde in der Nacht auf Montag auch das zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende Höhlenkloster getroffen. Das Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale geriet in Brand. Sie stammt aus dem Jahr 1073 und war nach ihrer Zerstörung durch die deutschen Besatzer 1941 in den 1990er Jahren wieder aufgebaut worden.
Großbritannien will Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren die Nutzung von Social-Media-Angeboten verbieten und folgt damit dem Beispiel Australiens. Premier Starmer kündigte an, dass die Regelung Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten solle. Man werde sich nicht dem Widerstand der Tech-Konzerne beugen. Doch ob Starmer das umsetzen kann und wie wirksam der Vorstoß ist, daran haben Kommentatoren Zweifel.
Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer ist eröffnet, die ersten Spiele haben stattgefunden. In den drei Gastgeberländern Mexiko, Kanada und USA tritt bis zum 19. Juli eine Rekordzahl von 48 Nationalmannschaften in 104 Spielen gegeneinander an. Viele Entscheidungen der Veranstalter stehen für Europas Presse im Kontrast zu den Werten, die der Sport verkörpern sollte. Doch nicht alle lassen sich die Fußballbegeisterung vermiesen.
In der Schweiz hat sich am Sonntag eine Mehrheit dagegen ausgesprochen, die Einwohnerzahl auf zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Rund 55 Prozent votierten in der Volksabstimmung mit Nein. Die Initiative "Keine 10-Millionen-Schweiz" der rechtspopulistischen SVP sah vor, ab einer bestimmten Bevölkerungszahl die Aufnahme von Flüchtlingen einzuschränken und unter bestimmten Umständen auch die mit der EU geregelte Freizügigkeit zu beenden.
Britische Streitkräfte haben im Ärmelkanal einen Tanker gestoppt, der offenbar zur russischen Schattenflotte gehört. Mit diesen Schiffen umgeht Russland westliche Sanktionen und generiert durch die Öltransporte Einnahmen, die für den Krieg gegen die Ukraine genutzt werden. Britische Medien loben den Schlag nicht nur für seine Auswirkungen auf Russland.











