Die Einheit Europas hat Risse bekommen, bemerkt die Tageszeitung La Voix du Luxembourg zur Diskussion um das Klimapaket: "Gestern haben die Abgeordneten die Entscheidung über das Energie-und Klimapaket verschoben. Das ist ziemlich logisch, wenn man den starken Willen des Europäischen Parlamentes kennt, als ein Ort verantwortungsvoller Politik zu gelten. Das Klimapaket soll es Europa erlauben, seinen Energieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent zu senken, indem 20 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommt. Mit der schönen Einheit, die im Georgienkonflikt und in der Finanzkrise herrschte, ist es vorbei. ... Frankreich will insbesondere eine Einigung in der ersten Lesung im Europäischen Parlament, bevor seine Ratspräsidentschaft endet. Deutschland zögert, für CO2-Emissionsrechte zu bezahlen, so wie Belgien, Polen, Italien und bestimmte Länder des Ostens, deren industrielle Landschaft stark auf der Chemiebranche oder Kohlekraftwerken aufbaut. Die Europäische Union hat sich längst noch nicht von diesen nationalen Zwisten befreit." (21.11.2008)
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