szmtag

05.09.2008

euro|topics illustration
euro|topics
 

Navigation

Wirtschaft

21-30 von 46 | Seite « zurück . 1 . 2 . 3 . 4 . 5 . weiter »

WIRTSCHAFT

La Stampa - Italien | 25.08.2008

Investoren meiden Italien

Deutschland hat mit einem neuen Außenwirtschaftsgesetz den Einfluss ausländischer Investoren beschränkt. Die Tageszeitung La Stampa sieht in Italien keine Notwendigkeit eines ähnlichen Vorgehens: "Die Übernahme relevanter Anteile von Unternehmen seitens asiatischer Staaten erregen im Westen Hoffnungen und Befürchtungen. ... China und Russland sind wenig demokratische Länder und haben zweifelsohne die Absicht, eine gewichtige Rolle im geopolitischen Weltbild zu spielen. Sie könnten die Profite nicht zur Altersversorgung ihrer Bürger nutzen, sondern zu strategischen Zwecken im Konflikt mit den Westlern in der Unternehmensverwaltung." Diese Befürchtungen seien in Deutschland gerechtfertigt, während Italien "diese Sorgen nicht hat, denn seine Unternehmen, wie die bankrotte Fluggesellschaft Alitalia, ziehen keine ausländischen Investoren an. Es sieht sich ohnehin von den globalen Marktstrategien ausgeschlossen und nimmt nicht im geringsten an der Verquickung von politischer und wirtschaftlicher Macht Anstoß. ... Die Angst Italiens kann höchstens nur das fehlende Interesse staatlich kontrollierter Investitionsfonds betreffen." (25.08.2008)

Financial Times - Großbritannien | 25.08.2008

Unbegründete Sorge?

Die Tageszeitung Financial Times bezweifelt, dass der Eurozone wirklich eine Rezession droht. "Es gibt ... Gründe dafür, warum die wirtschaftliche Misere der Eurozone womöglich übertrieben wurde und warum wir sogar positive Anzeichen in den nächsten Monaten sehen könnten. ... Öl und Warenpreise sind ... gefallen, wodurch die Hauptbeschränkung für das Wachstum abgeschwächt wurde. Der Wohnungsmarkt der Eurozone insgesamt ist nicht zusammengebrochen. ... Die Arbeitslosigkeit bleibt niedrig. ... Der Euro ist um etwa acht Prozent gefallen, was Exporten aus der Eurozone zuträglich sein sollte. ... Der Aufruhr auf dem globalen Finanzmarkt scheint keinen bedeutsamen wirtschaftlichen Schaden direkt auf die Eurozone auszuüben. ... Es sind (im Gegensatz zum Bankenwesen) keine grundlegenden Fehler bei den wichtigsten Faktoren für das Wachstum der Eurozone gefunden worden." (25.08.2008)

Cinco Días - Spanien | 25.08.2008

Tourismusbranche muss reagieren

Mit Sorge betrachtet die Tageszeitung Cinco Días, dass im Monat Juli acht Prozent weniger ausländische Touristen ihren Urlaub in Spanien verbracht haben. Dies sei eine ernst zunehmende Warnung. "Man muss erst die Zahlen für den August abwarten, um die Saison beurteilen zu können, aber alles deutet darauf hin, dass jeder Tag, der verstreicht, ohne dringend notwendige Maßnahmen zu ergreifen, ein verlorener Tag ist. ... Auch wenn sich die Probleme durch die Wirtschaftskrise verschärfen, sind die Schwächen der spanischen Branche nicht konjunkturell bedingt: überfüllte Urlaubsziele, verschandelte Umwelt, schlecht ausgebildetes Personal, Preise, die immer weniger konkurrenzfähig sind und Ferienanlagen, die vor allem an der Küste häufig veraltet sind." (25.08.2008)

Le Monde - Frankreich | 23.08.2008

Der Preis des Imperialismus

In ihrem Leitartikel analysiert die Tageszeitung Le Monde die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kaukasuskonflikts auf die russischen Finanzmärkte: "Kann die Wirtschaft erreichen, was die westliche Diplomatie nicht kann - Russlands Respektierung der territorialen Unversehrtheit seiner Nachbarn wie Georgien? Sie kann dazu beitragen. ... Die negativen Reaktionen der internationalen Finanzmärkte auf die Bewegung der russischen Truppen in Südossetien am 7. August haben die russischen Wirtschaft wegen den Auswirkungen dieses Kriegs auf den wirtschaftlichen und finanziellen Zustand des Landes beunruhigt. Anders gesagt, sie haben verstanden, dass Imperialismus einen Preis hat. ... Die russischen Panzer haben die georgischen Streitkräfte ohne Mühe zurückgeschlagen, aber in Moskau haben sie das Kapital verscheucht. ... Die russische Wirtschaft teilt mit Putin den Willen, Russland wieder zu beleben und die Demütigungen der postsowjetischen Zeit vergessen zu machen. Aber während der neue Zar mit Nostalgie kokettiert, blicken sie in die Zukunft." (23.08.2008)

Gazeta Wyborcza - Polen | 22.08.2008

Kritik an polnischer Post

Am kommenden Montag verliert die polnische Post ihr Monopol bei der Briefzustellung. Der Journalist Piotr Miączyński rechnet in der linksliberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza mit dem Staatsunternehmen ab. "Die Post bereitet sich auf die Konkurrenz auf ihre Art und Weise vor. Als Erstes beantragt sie einige hundert Millionen Zuschüsse aus dem Staatshaushalt. Dann will sie nächstes Jahr die Preise für ihre Dienstleistungen verdoppeln. ... Die Post ist ein riesiges Paradox. Sie beschäftigt über 100.000 Mitarbeiter, also nur etwas weniger als die polnische Armee. Trotzdem bilden sich vor den Schaltern in den Postämtern gigantische Schlangen, und die Überbeschäftigung hat zur Folge, dass die Dienstleistungen zu den teuersten in Europa gehören. ... Die Entlassung von uneffektiven und überflüssigen Mitarbeitern ist unmöglich. Die Änderungen werden nämlich von über 40 Gewerkschaften blockiert. Ich überlege, wozu wir Kunden solch eine Post brauchen? Denn wozu die Post für die Postangestellten gut ist, weiß ich schon. Um sich Gehälter auszahlen zu lassen. Denn diese kommen im Gegensatz zu Briefen immer rechtzeitig an." (22.08.2008)

Cinco Días - Spanien | 22.08.2008

Ungeklärte Ursache

Nach einem Flugzeugabsturz in Madrid, der 153 Todesopfer forderte, wurden übertriebene Personalkürzungen bei der betroffenen Fluggesellschaft Spanair als Auslöser für das technische Versagen ausgemacht. Die Wirtschaftszeitung Cinco Días warnt vor voreiligen und möglicherweise falschen Schuldzuweisungen. "Die heikle wirtschaftliche und arbeitsrechtliche Situation der Fluggesellschaft [Spanair] hat Verdachtsmomente hervorgerufen. Mehr als tausend Angestellte sind vermutlich von Kündigungen betroffen. Die Pilotengewerkschaft Sepla ermahnte noch wenige Stunden vor dem Unfall, dass das Unternehmen sein Personal zu unerlaubt langen Arbeitszeiten nötige. Der Vorsitzende des Betriebsrates, Jordi Mauri, widersprach dieser Anschuldigung gestern. ... Ohne klare Beweise darf unter keinen Umständen die Professionalität des Personals der Fluglinie in Frage gestellt werden." (22.08.2008)

The Times - Großbritannien | 21.08.2008

Flughafenmonopol zerschlagen

Gestern hat das britische Kartellamt entschieden, dass der Flughafenbetreiber BAA mehrere Flughäfen in London und Schottland verkaufen muss. Die Tageszeitung The Times beschreibt das Urteil als eine der "mutigsten und sinnvollsten Entscheidungen einer britischen Behörde. ... Der Vorschlag, BAA zu zerschlagen, ... ist aus zwei Gründen exzellent: Erstens führt der Wettbewerb generell zu besseren Ergebnisse im Hinblick auf Kundendienst und wirtschaftliche Effizienz als ein Monopol, Regulierung und zentrale Planung. Zweitens schützt diese besondere Zerschlagung London vor einer großen Umwelt-Plage und die britische Wirtschaft vor dem schwerwiegenden Fehler, ... [den Londoner Flughafen] Heathrow zu erweitern . ... Es mag sein, dass zusätzliche Landebahnen in Heathrow die Londoner Probleme beim Flugverkehr vereinfachen würden. Aber es ist auch möglich, dass der Wettbewerb zu großen Verbesserungen führt, - wie in der Telekommunikation und Elektrizität Distribution - indem existierende Ressourcen größerer Effektivität unterworfen werden. ... Unglücklicherweise bedeutet der Bericht für Labour, dass [Premierminister Gordon] Brown wieder genau das falsche Thema gewählt hat, um sich entschlossen dahinter zu stellen." (21.08.2008)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 21.08.2008

Unerwünschte Investoren

Die deutsche Regierung hat ein neues Außenwirtschaftsgesetz verabschiedet. Damit kann sie ein Veto einlegen, falls sich ausländische Kapitalgeber, die nicht aus der Europäischen Union und den benachbarten Ländern der Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) stammen, mit mehr als 25 Prozent an deutschen Unternehmen beteiligen wollen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisiert das Gesetz: "Allen, denen das Gütesiegel der richtigen Herkunft fehlt, müssen sich darauf einstellen, dass die deutsche Regierung sich ihrer lauteren Absichten vergewissert. ... Die große Koalition [der sozialdemokratischen SPD und der konservativen CDU] begründet diesen Eingriff in den Kapitalverkehr mit der Sorge, den neuen Kapitalgebern gehe es womöglich nicht nur um Gewinn, sondern um politische Einflussnahme bis hin zur Zerstörung der deutschen Wirtschaft. In einem solchen Fall wäre die Politik freilich auch ohne das neue Gesetz nicht ganz hilflos. ... Das Gesetz könnte [deshalb] für den Standort zum Bumerang werden. Das knappe Kapital könnte ... einen Bogen um das ressourcenarme Deutschland machen. Diese Gefahr muss die hiesige Wirtschaft mehr fürchten als den möglichen Schaden, den ein feindlich gesinnter Investor anrichten könnte." (21.08.2008)

Standart - Bulgarien | 20.08.2008

Bürger zweiter Klasse?

In Bulgarien hat ein Fall für Aufsehen gesorgt, bei dem bulgarische Studenten, denen über ein örtliches Vermittlungsunternehmen Ferienjobs in Schottland angeboten worden waren, vor Ort in schlechten Unterkünften wohnen mussten und weniger als das versprochene Gehalt bekamen. Für die Tageszeitung Standard ist dies untragbar: "Erstens lief ... alles über einen lizensierten Vermittler. Zweitens ist Bulgarien schon EU-Mitglied und die Zeit, zu der man als Gastarbeiter irgendwo im Ausland in einem Keller voll Ratten zu nächtigen gezwungen war, um für ein Auto zu sparen, sollten vorbei sein. ... Wenn sich nach einer Prüfung [des Vorfalls] das Vermittlungsunternehmen als verantwortlich herausstellt, sollte es hoch bestraft werden. Und die Regierenden sollten auf staatlicher Ebene die Arbeitgeber auf der [britischen] Insel ermahnen, dass diese mit bulgarischen Arbeitskräften für Jobs, die keiner machen will, nicht wie im Großhandel umgehen. Denn wenn der Staat die Augen verschließt und in so einer Situation keine Unterstützung zusichert, droht eine Behandlung der Bulgaren als Bürger zweiter Klasse." (20.08.2008)

Cinco Días - Spanien | 20.08.2008

Vereinte Wirtschaft

Angesichts der angespannten Wirtschaftslage fordert die spanische Wirtschaftszeitung Cinco Días ein gemeinsames Vorgehen Europas bei ökonomischen Reformen. "Als der französische Präsident Nicolas Sarkozy gerade die europäische Ratspräsidentschaft übernommen hatte, versuchte er, die EU zu überzeugen, gemeinsam gegen die steigenden Treibstoffpreise vorzugehen ... und scheiterte dabei. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die wirtschaftliche Lage noch nicht so schlecht wie heute. Das Treffen [des Rats für Wirtschaft und Finanzen der EU] im September wäre eine gute Gelegenheit, die großen Reformen gemeinsam anzugehen. Themen gibt es viele: ein gemeinsamer flexibler und sicherer Arbeitsmarkt, ein gemeinsamer Energiemarkt, Harmonisierung des Steuerrechts, der Dienstleistungssektor, Verringerung der bürokratischen Hürden oder Finanzsysteme, die von einer europäischen Aufsichtsbehörde kontrolliert werden, um weiteren Schrecken zu verhindern." (20.08.2008)


21-30 von 46 | Seite « zurück . 1 . 2 . 3 . 4 . 5 . weiter »

 

Bookmarken bei   del.icio.us    Digg!    YiGG.de    Webnews!    FURL    LinkARENA    Mister Wong    oneview   

Weitere Inhalte

THEMEN

NEWSLETTER

Um den kostenlosen Newsletter zu abonnieren oder zu kündigen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein:

TOP-THEMEN DER WOCHE

PRESSESCHAU-KALENDER

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30