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  Libyen-Konflikt

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Über eine Lösung der Libyen-Krise wollen am Sonntag in Berlin unter anderem Vertreter der Konfliktparteien, der USA, Russlands und der Türkei beraten. Die Unterzeichnung eines von Moskau und Ankara vorbereiteten Waffenstillstandsabkommens scheiterte allerdings am Montag. Europas Presse ist sich uneinig, wie groß die Chancen auf einen entscheidenden Durchbruch sind.

Das türkische Parlament hat die Entscheidung über einen Militäreinsatz in Libyen auf den heutigen Donnerstag vorgezogen. Erdoğan will damit der von den UN anerkannten Regierung von al-Sarradsch zu Hilfe eilen. Damit legt er sich mit Russland, Ägypten und Saudi-Arabien an, die General Haftar unterstützen, der mit seinen Truppen auf Tripolis zumarschiert. Was sind die Folgen dieser Eskalation?

Im Libyen-Konflikt hat der den Osten des Landes kontrollierende General Haftar die Eroberung von Tripolis angekündigt. Dort regiert der von der Uno anerkannte Premier al-Sarradsch. Ihm hat der türkische Präsident Erdoğan nun zugesagt, bei Bedarf Bodentruppen zur Unterstützung zu schicken.

Rivalisierende Milizen liefern sich seit mehr als einer Woche schwere Gefechte um Tripolis. Die international anerkannte Einheitsregierung unter Premier Fayez al-Serraj verhängte den Ausnahmezustand, war aber nicht in der Lage, Ruhe in der libyschen Hauptstadt herzustellen. Kommentatoren werfen Frankreich und Italien vor, an der Eskalation nicht unschuldig zu sein.

In Libyen versuchen die Milizen des Generals Khalifa Haftar, die große Teile des Landes kontrollieren, auf die Hauptstadt Tripolis vorzurücken. Dort hat die international anerkannte Regierung von Premier Fayez al-Sarraj ihren Sitz. Eine Erklärung im UN-Sicherheitsrat, die ein Ende der Angriffe forderte, wurde von Russland blockiert. Welche Folgen könnten die Entwicklungen in Libyen haben?