Großbritannien und die EU haben sich offenbar auf einen Entwurf für ein Austrittsabkommen geeinigt. Demnach soll das Vereinigte Königreich für eine zweijährige Übergangsfrist in Binnenmarkt und Zollunion bleiben. Eine harte Grenze auf der irischen Insel soll es nicht geben. Kommentatoren fragen sich, ob May es schaffen wird, den Deal sowohl durch Kabinett als auch Parlament zu bringen.

Am heutigen Dienstag muss die italienische Regierung ihren nachgebesserten Haushaltsentwurf bei der EU-Kommission in Brüssel einreichen. Diese hatte vor drei Wochen erstmals das Budget eines Mitgliedslandes abgelehnt. Insbesondere wegen der Neuverschuldung von 2,4 Prozent droht Italien ein Defizitverfahren. Warum in dem Streit die Fronten so verhärtet sind, erklären Europas Kommentatoren.

Mehrere europäische Länder haben 1918 das Frauenwahlrecht eingeführt: Großbritannien, Polen, Deutschland und Österreich. In Berlin wurde am Montag mit einem Festakt an diesen Meilenstein erinnert, wobei sich Angela Merkel für einen höheren Frauenanteil in den deutschen Parlamenten starkmachte. In den Medien wird diskutiert, wie weit die Politik in Sachen Gleichberechtigung tatsächlich ist.

In den von prorussischen Separatisten angeführten selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk wurden am Sonntag die Republikchefs und Parlamente gewählt - zum zweiten Mal seit 2014 und obwohl das Minsker Friedensabkommen Lokalwahlen nach ukrainischem Gesetz vorschreibt. Beobachter fragen sich, ob dieser vom Westen und Kiew nicht anerkannte Wahlgang den Konflikt im Donbass verschärft.

Immer mehr Länder stellen sich gegen den UN-Migrationspakt: Aus der EU haben bereits Österreich, Tschechien, Polen, Kroatien, Slowenien, Ungarn und jetzt auch Bulgarien ihre Ablehnung erklärt. In Estland schwelt derzeit eine Debatte, die ebenfalls mit der Nichtunterzeichnung enden könnte. Kommentatoren ergründen, was den Pakt so umstritten macht.

Zum neunten Mal wählen die Bürger im Mai 2019 das Europäische Parlament - nur rund zwei Monate nach dem geplanten Brexit. Beobachter erwarten ein starkes Abschneiden rechtpopulistischer und EU-feindlicher Kräfte und loten Möglichkeiten aus, mit denen dies verhindert werden könnte.

Mehr als 60 Staats- und Regierungschefs haben in Paris des Endes des Ersten Weltkriegs gedacht - unter ihnen Trump, Putin, Merkel und Macron. Frankreichs Präsident warnte vor den Gefahren des wiedererstarkten Nationalismus. 100 Jahre nach der Unterzeichnung des Waffenstillstands im Wald von Compiègne fragen sich Europas Kommentatoren, ob dieser Tag wirklich ein Grund zum Feiern ist.

Mehr als 250.000 Menschen haben am Sonntag an einem Marsch zum 100. Jubiläum der polnischen Unabhängigkeit teilgenommen. Neben Vertretern der PiS-Regierungspartei demonstrierten auch rechtsextreme Gruppen aus ganz Europa. Zuvor war die Warschauer Bürgermeisterin mit einem Verbot des Aufzugs gescheitert. Wie eng ist das Verhältnis zwischen der PiS und den extremen Nationalisten?

In Großbritannien gibt es seit Jahresbeginn ein Ministerium für Einsamkeit. Nun hat es die ersten Maßnahmen vorgestellt. Unter anderem sollen Ärzte künftig soziale Aktivitäten verschreiben und Postboten nach betroffenen Menschen Ausschau halten. Woher rührt das Massenphänomen Einsamkeit und wie problematisch ist es?

Die konservative Europäische Volkspartei hat am Wochenende eine Resolution verabschiedet, in der sie sich zum Schutz der EU-Werte und zur Sicherung der Demokratie bekennt. Allerdings wurde der Text auf Druck des ungarischen Fidesz verändert und der Begriff der "liberalen Demokratie" gestrichen. Für einige ungarische Medien eine halbherzige Erklärung, für andere ein Grund zur Hoffnung.

In Estland hat das UN-Migrationsabkommen eine hitzige Debatte losgetreten. Aus dem Parlament kommt der Vorwurf, man sei bei dessen Vorbereitung nicht einbezogen worden. Das Abkommen soll kommenden Monat unterzeichnet werden, doch Präsidentin Kersti Kaljulaid stellte Estlands Zustimmung nun infrage. Exemplarisch für die Diskussion auch in anderen Ländern hier Stimmen zum Streit in Estland.

Die EVP hat den CSU-Politiker Manfred Weber zum Spitzenkandidaten für die Europawahl gewählt. Er setzte sich gegen den Finnen Alexander Stubb durch und hat damit gute Chancen, der nächste Kommissionspräsident zu werden. Kommentatoren bewerten die Kür höchst unterschiedlich: Die einen erklären Weber zur Speerspitze gegen die Populisten, die anderen fürchten, dass seine Wahl Europa zum Verhängnis wird.

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