Am 27. Januar 1945 befreiten Einheiten der Roten Armee das größte Vernichtungslager des Nazi-Regimes, Auschwitz-Birkenau. Etwa 1,1 Millionen Menschen wurden in dem Lagerkomplex ermordet. Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus, seit 2005 internationaler Holocaust-Gedenktag der UN. Kommentatoren beschäftigt vor allem, wie die Erinnerung an das Grauen wachgehalten werden kann.

Nachdem Berlin die Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern in die Ukraine erlaubt hat, zeichnet sich eine große westliche Allianz zur Ausrüstung des Landes mit solchen Fahrzeugen ab. In Moskau verstehe man diese und andere Waffenlieferungen als "direkte Beteiligung am Konflikt", erklärte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow. Europas Presse schätzt die Folgen ab.

In der Stichwahl um das Präsidentenamt müssen sich die Bürgerinnen und Bürger in Tschechien am Wochenende entscheiden: Zur Wahl stehen der ehemalige General Petr Pavel, der auch für die Nato im Einsatz war, und der frühere Regierungschef Andrej Babiš, der im Wahlkampf Furore machte, als er die tschechische Solidarität im Nato-Bündnisfall infrage stellte. Kommentatoren kritisieren den Wahlkampf.

Der Abhörskandal in Griechenland schlägt weiter hohe Wellen: Auf Antrag der Oppositionspartei Syriza muss sich Premier Mitsotakis einem Misstrauensvotum stellen. Syriza-Chef Tsipras wirft Mitsotakis vor, mit der Behauptung, nichts davon gewusst zu haben, dass der griechische Geheimdienst Politiker, Minister, Militärs und Journalisten abhörte, gelogen zu haben. Heftige Schelte von Kommentatoren.

Seit 2018 hat Finnland zwei Pandas als Leihgabe aus China. Die Kosten für den Zoo Ähtäri - jährlich 1,5 Millionen Euro für Miete und Versorgung - sind nun zum Zankapfel geworden. Ein Regierungsvorschlag, den Zoo mit fünf Millionen Euro zu unterstützen, stieß auf Kritik, auch weil zwei Minister aus dem Wahlkreis Ähtäri stammen. Der Zoo will die Tiere nun zurückgeben. Die Presse sieht auch ein internationales Politikum.

Die ursprünglich für Juni geplanten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei sollen auf den 14. Mai vorgezogen werden. Das kündigte Erdoğan an, der das Land von 2003 bis 2014 zunächst als Premier regierte und seitdem als Präsident der mächtigste Mann im Staat ist. Ob seine erneute Kandidatur verfassungskonform ist, ist umstritten. Ein Sechs-Parteien-Bündnis der Opposition hat Chancen auf einen Wahlsieg.

Die Arbeitszeit reduzieren, so früh wie möglich in Rente gehen, sich im Job nicht mehr engagieren, als unbedingt nötig: Unter dem diffusen Schlagwort Quiet Quitting wird eine neue Arbeitsmoral debattiert, die einige Kommentatoren aus individueller Sicht nachvollziehen können - während andere sie aus gesellschaftlicher Sicht problematisch finden.

Trotz massenhafter Proteste bleibt Frankreichs Regierung bei ihrem Ziel, die Rente grundlegend zu reformieren. Die Änderungen seien für ein finanziell ausgeglichenes System notwendig, erklärte Arbeitsminister Olivier Dussopt am Montag. Kernpunkt der Reform ist die Anhebung des Rentenalters von 62 auf 64 Jahre und der Beitragszeit auf 43 Jahre. Skeptische Töne in Europas Kommentarspalten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat eine Protestaktion des Rechtsextremisten Rasmus Paludan mit Koranverbrennung vor der türkischen Botschaft in Stockholm zum Anlass genommen, den Nato-Beitritt Schwedens erneut infrage zu stellen. Der finnische Außenminister Pekka Haavisto deutete an, dass Helsinki notfalls auch vor Schweden beitreten könnte. Europas Presse sieht verschiedene Risiken.

In mindestens zwei ukrainischen Ministerien wird wegen Korruption ermittelt. Das Verteidigungsministerium soll überteuerte Lebensmittel für Soldaten gekauft haben. Der stellvertretende Verteidigungsminister Wjatscheslaw Schapawalow trat darüber zurück. Als Vize im Infrastrukturministerium soll Wassyl Losynsky Bestechungsgelder kassiert haben. Er wurde umgehend entlassen und sitzt in U-Haft.

Serbiens Präsident Aleksandar Vučić hat ein Einlenken im Konflikt mit dem von Belgrad nicht als eigenständig anerkannten Kosovo angedeutet: Er sei für den Weg des Kompromisses, erklärte Vučić, nachdem westliche Unterhändler mit Sanktionen gedroht hatten, falls der jüngst vorgelegte deutsch-französische Normalisierungsplan nicht angenommen werde. Kommentatoren debattieren, welche Zukunft bevorstehen könnte.

In einer TV-Debatte hat der tschechische Präsidentschaftskandidat Andrej Babiš mit 'nein, sicher nicht' auf die Frage geantwortet, ob er bei einem Angriff auf Polen, Lettland, Litauen oder Estland im Rahmen des Bündnisfalls der Nato auch tschechische Truppen schicken würde. Die Aussage sorgte für heftige Kritik im In- und Ausland. Was das Statement im Rahmen des Wahlkampfs bedeutet, beschäftigt Kommentatoren.

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