Am Montag muss Theresa May dem Unterhaus einen Plan B für den Brexit vorlegen. Labour-Chef Corbyn forderte als Voraussetzung für Gespräche einen Ausschluss des No-Deal-Szenarios, was May sofort ablehnte. Regierungschefin und Oppositionsführer kommen in Europas Medien beide nicht gut weg.

Ein Werbespot der Firma Gillette erregt die Gemüter. Das Video fordert Männer auf, aggressives, bevormundendes und sexuell übergriffiges Verhalten abzulegen, das früher oft als "typisch männlich" galt. In sozialen Netzwerken erhält der Rasierer-Hersteller dafür viel Lob aber auch einen Sturm der Entrüstung. Warum ist der Film so umstritten?

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron wollen einen neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag besiegeln, den sogenannten Aachener Vertrag. Er soll am 22. Januar in der einstigen Kaiserstadt unterzeichnet werden. Doch Journalisten haben an dem Vorhaben aus unterschiedlichen Gründen etwas auszusetzen.

Italiens Regierung hat am Donnerstag die Umsetzung von zwei zentralen Wahlversprechen beschlossen: Das Bürgereinkommen, eine Grundsicherung, von der möglicherweise künftig Millionen Menschen profitieren. Und eine Rentenreform, die für rund 350.000 Italiener eine Senkung des Rentenalters bedeuten könnte. Die italienische Presse ist skeptisch.

Russlands Präsident Putin ist in Belgrad von Serbiens Staatschef Aleksandar Vučić empfangen worden. Angesichts der seit Wochen andauernden Massendemonstrationen gegen Vučićs Regierung vermuten Kommentatoren, dass der prominente Besuch durchaus ablenken soll, und raten der EU, diesen ernst zu nehmen.

Nach der tödlichen Messerattacke auf den Bürgermeister von Danzig, Paweł Adamowicz, haben Zehntausende Menschen in Polens Städten mit Schweigemärschen gegen politischen Hass protestiert. Am Sonntag hatte ein Mann auf der Bühne einer Spendengala mehrmals auf Adamowicz eingestochen.

Nach dem überstandenen Misstrauensvotum hat sich Theresa May mit Oppositionsparteien getroffen, um einen Plan B zu ihrem Brexit-Deal auszuarbeiten. Die EU signalisierte Verhandlungsbereitschaft, sollte London von "roten Linien" abrücken, insbesondere beim Thema Arbeitnehmerfreizügigkeit. Allzu viele Zugeständnisse sollte sie jedoch nicht machen, mahnen Kommentatoren.

Nach der Regierungskrise - ausgelöst durch das Abkommen mit Mazedonien - kann Alexis Tsipras als Chef einer Minderheitsregierung weiterregieren. Das Parlament sprach ihm am Mittwochabend mit 151 zu 148 Stimmen das Vertrauen aus. Wohl kommende Woche entscheiden die Abgeordneten über den neuen Namen des Nachbarlandes. Kommentatoren bewundern die Standhaftigkeit des griechischen Premiers.

Am 15. Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg gemeinsam mit Karl Liebknecht von nationalistischen Freikorps-Soldaten in Berlin ermordet. Die Anführer der revolutionären Arbeiterbewegung gelten bis heute als Vorbild der politischen Linken in Europa. Rosa Luxemburgs Handeln und ihre Überzeugungen inspirieren Kommentatoren dazu, über Lehren für die heutige Zeit nachzudenken.

Das Wachstum in der Eurozone hat sich in den vergangenen Monaten spürbar verlangsamt. Experten führen dies auf den Handelsstreit und den Brexit zurück. Eine mögliche Rezession zu verhindern, sehen Finanzjournalisten vor allem auch als Aufgabe Deutschlands.

Eine Welle von Witzen, Fotomontagen und Memes schwappt derzeit in Russland durchs Internet, denn ein großer Produzent verkauft statt der gewohnten Packungen mit zehn nun solche mit neun Eiern. Grund für den Unmut der Verbraucher sind wohl auch eine Mehrwertsteuererhöhung und stagnierende Realeinkommen. Russische Kommentatoren nehmen den Eier-Hype auch nicht auf die leichte Schulter.

Der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hat deutschen Unternehmen in einem Brief mit Sanktionen gedroht, sollten sie auf ihre Beteiligung an der Gas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland nicht verzichten. Ein peinlicher Übergriff, eine Verzweiflungstat oder gar ein Schreiben, das das Blatt wenden könnte?

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