Der britische König Charles III. und Königin Camilla sind zu einem viertägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania empfingen das Königspaar am Montag im Weißen Haus. Am heutigen Dienstag wird Charles vor dem US-Kongress sprechen. Kommentatoren beschäftigt die Frage, ob der König die zuletzt stark angespannten Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA retten kann.

Der abgewählte Ministerpräsident Viktor Orbán hat auf sein Abgeordnetenmandat verzichtet. Er möchte sich nun um die "Neuorganisation des nationalen Lagers" kümmern und auch weiterhin die Fidesz-Partei anführen. Sein Nachfolger Péter Magyar warnte hingegen vor einer "Mafia" aus dem Orbán-Umfeld, die nun versuche, Milliardensummen ins Ausland zu transferieren und sich abzusetzen.

Die Sozialdemokraten (PSD) und die extrem rechte AUR-Partei haben erklärt, einen Misstrauensantrag gegen die Regierung des liberalen Premiers Ilie Bolojan einbringen zu wollen. Zuvor hatten sechs sozialdemokratische Minister und der PSD-Vizepremier aus Protest gegen die Sparpolitik ihren Rücktritt erklärt. Kommentatoren beleuchten Hintergründe und mögliche Folgen.

Der US-Technologiekonzern Palantir hat auf X ein Manifest seines Chefs Alex Karp veröffentlicht, das für große Aufmerksamkeit sorgt. Die Entwicklung von KI-Waffen sei unvermeidbar und deswegen müsse den USA eine Vorherrschaft bei der KI-Abschreckung gesichert werden, heißt es darin. Zudem solle darüber diskutiert werden, dass verschiedene Kulturen verschiedene "Erfolgsbilanzen" vorzuweisen hätten. Kritiker werfen Karp "Techno-Faschismus" vor.

Das Estnische Olympische Komitee (EOK) hat in einer außerordentlichen Vollversammlung beschlossen, EOK-Präsidentin Kersti Kaljulaid ihres Amtes zu entheben – sie ist damit die erste abgesetzte Präsidentin in der 102-jährigen Geschichte der Organisation. Der Widerstand gegen sie hatte sich unter anderem deswegen zugespitzt, weil die ehemalige estnische Staatspräsidentin mehr Klarheit in die Finanzen bringen wollte.

Vor 40 Jahren ereignete sich in Tschernobyl in der damaligen UdSSR der bisher schwerste Unfall in der Geschichte der Kernenergie. Eine Reihe technischer Fehler führte am 26. April 1986 zur Explosion des Kernreaktors im Block 4. Die dadurch freigesetzte Radioaktivität breitete sich in ganz Europa aus und ist bis heute messbar – in Pilzen, Wildfleisch und im Waldboden. Kommentatoren diskutieren über den Umgang mit Atomkraft damals wie heute.

Beim traditionellen Korrespondenten-Dinner in Washington sind Schüsse gefallen. US-Präsident Donald Trump, seine Frau Melania Trump und mehrere Kabinettsmitglieder wurden in Sicherheit gebracht. Ein 31-Jähriger, der eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und mehrere Messer bei sich getragen haben soll, wurde festgenommen. Kommentatoren fragen sich, was das für Folgen haben könnte.

Die Bundeswehr soll die "konventionell stärkste Armee Europas" werden. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) präsentierte eine entsprechende Militärstrategie und nannte ausdrücklich Russland als Bedrohung, auf die sich Deutschland einstellen müsse. Die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten soll bis 2035 von derzeit rund 185.000 auf 260.000 steigen, die Zahl der Reservisten auf 200.000.

Auf dem Delphi Economic Forum sprach Europas oberste Staatsanwältin Laura Kövesi vorige Woche Spannungen zwischen der griechischen Regierung und den europäischen Staatsanwälten an, die in Athen mutmaßlichen Missbrauch von EU-Mitteln untersuchen. Einige Amtsträger warfen ihr politische Einmischung in innere Angelegenheiten vor. Auch wies Kövesi Behauptungen zurück, die Griechen würden die Korruption akzeptieren.

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben auf ihrem Gipfel in Zypern den 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine abgesegnet. Das war nach der Reparatur der Druschba-Pipeline und Ungarns Aufgabe seiner Blockade möglich geworden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte die Entscheidung und forderte einen schnellen EU-Beitritt seines Landes.

Spanien leidet unter einer gravierenden Wohnungsnot. Die Regierung hat nun einen Wohnbauplan verabschiedet, der das Angebot von bezahlbarem, vor Spekulation sicherem Wohnraum verdreifachen soll. Einen anderen Weg geht unterdessen Irland: Laut einer Gesetzvorlage sollen künftig Gartenlauben ohne Baugenehmigung aufstellbar und vermietbar sein. Medien beider Länder bewerten die Initiativen.

Die in Rumänien regierende Vier-Parteien-Koalition ist zerbrochen. Aus Protest gegen die Sparpolitik des Premiers Ilie Bolojan (PNL) traten die sechs Minister und der Vizepremier der Sozialdemokraten (PSD) zurück. Bolojan lehnt den von der PSD geforderten Rücktritt ab und will eine Minderheitsregierung anführen. Bukarest steht unter Druck, Haushaltsdefizit und Schulden abzubauen, und muss andernfalls die Kürzung von EU-Mitteln fürchten.

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