Das israelische Parlament hat die Einführung der Todesstrafe für Terroristen beschlossen. 62 der 120 Abgeordneten stimmten für den Vorstoß der Partei des ultrarechten Ministers für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir. Das Gesetz betrifft Täter, die vor Militärgerichten in den besetzten Gebieten wegen eines terroristisch motivierten Mordes verurteilt werden - und damit de facto nur Palästinenser. Europas Presse ist alarmiert.
Bei Kommunalwahlen in zehn kleineren serbischen Gemeinden ist es am Sonntag zu teils massiven Behinderungen und Übergriffen gekommen. Kommentatoren sehen darin ein Barometer dafür, wie sehr Präsident Aleksandar Vučić um seine Macht bangt und wie lebendig die vor anderthalb Jahren entstandene Protestbewegung noch ist.
Mehr als zwanzig tschechische Chefredakteure haben Regierungschef Andrej Babiš und andere Politiker aufgefordert, freien, unabhängigen und kritischen Journalismus zu respektieren. Sie reagierten damit auf einen Social-Media-Beitrag des Premiers vom Wochenende, in dem er die Nachrichtenkanäle Seznam Zprávy, Novinky.cz und die Tageszeitung Právo angegriffen hatte.
Ukrainische Drohnen haben in den vergangenen Tagen mehrfach Anlagen der russischen Ostsee-Häfen Primorsk und Ust-Luga getroffen und in Brand gesetzt. Mehrere Drohnen sind unterdessen auf finnischem Territorium abgestürzt. Finnlands Premier Petteri Orpo vermutete, dass Russlands Fähigkeiten "zur elektronischen Störung" zum Abdriften ukrainischer Drohnen führe und bezeichnete das als "ernste Angelegenheit".
Einen Monat nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran ist keine Entspannung in Sicht. Zwar kündigte Pakistans Regierung an, zwischen Washington und Teheran vermitteln zu wollen. Gleichzeitig bereiten sich die USA laut Medienberichten auf den Einsatz von Bodentruppen vor. Zusätzlich haben auch die Huthi im Jemen ihren Kriegseintritt verkündet und Raketen auf Israel abgefeuert.
Zwei Wochen vor der ungarischen Parlamentswahl verschärft sich der Ton. Der langjährige Premier Viktor Orbán liegt in den Umfragen zurück und wirft der Oppositionspartei Tisza vor, den Interessen der EU und der Ukraine zu dienen. Die Herausforderer kritisieren die Regierung dafür, die Probleme des Landes zu ignorieren. Brüssel prüft indes Vorwürfe, der ungarische Außenminister habe Interna an Moskau weitergegeben.
Die 25-jährige Noelia Castillo ist am Donnerstag in einem katalanischen Hospiz durch eine Spritze gestorben. Schon vor zwei Jahren hatte sie Sterbehilfe beantragt, doch ihr Vater hatte sich auf dem Rechtsweg dagegen gewehrt. Castillo, die vom Staat in Pflegefamilien platziert worden war, hatte nach schweren sexuellen Gewalterfahrungen einen Selbstmordversuch unternommen, war seither querschnittsgelähmt und litt an chronischen Schmerzen.
Tech-Konzerne können für die Sucht durch Social-Media-Nutzung haftbar gemacht werden: Auf Grundlage dieser Feststellung sprach ein US-Gericht einer 20-jährigen Klägerin eine Entschädigung in Millionenhöhe zu, die von Meta und Google gezahlt werden soll. Die Techgiganten wollen in Berufung gehen. Kommentatoren debattieren, ob jetzt ein grundsätzlich anderer Umgang mit Social Media bevorsteht.
Die US-Regierung hat der iranischen Führung laut Medienberichten einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges unterbreitet. Der Iran lehnte den Vorschlag, der unter anderem die Öffnung der Straße von Hormus vorsieht, jedoch ab und dementierte, dass Verhandlungen stattfänden. Donald Trump hat nun unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche sein bereits einmal verlängertes Ultimatum nochmals aufgeschoben – nun bis zum 6. April.
Niemand ist aus der Wahl in Dänemark als klarer Sieger hervorgegangen, eine linke Koalition ist ebenso wenig möglich wie eine bürgerlich-rechte. Zünglein an der Waage könnten die Moderaten unter dem bisherigen Außenminister Lars Løkke Rasmussen sein, der aber nicht mit der nach rechts gerückten Dänischen Volkspartei (DF) zusammenarbeiten will.
Die Mehrheit des Europaparlaments hat die so genannte Rückführungsverordnung angenommen, mit der unter anderem Asylzentren in Drittstaaten erlaubt werden. Die Entscheidung kam nicht durch die in den vergangenen Jahren übliche Parlamentsmehrheit von konservativen, sozialdemokratischen und liberalen Fraktionen zustande. Stattdessen stimmten konservative, rechte und rechtsradikale Parteien gemeinsam für die Verordnung.
Wegen des Iran-Kriegs sind die Öl- und Gasexporte aus der Golfregion drastisch eingebrochen – entsprechende Preissprünge auf dem Weltmarkt waren die Folge. Auch wenn der Iran nun die Straße von Hormus angeblich für Frachtschiffe aus "nichtfeindlichen Ländern" wieder freigegeben hat: Europas Medien diskutieren die mit der Versorgungskrise verbundenen Probleme und mögliche Maßnahmen.











