In Washington wird am heutigen Mittwoch über Grönland und die US-Pläne einer Übernahme gesprochen. Außenminister Marco Rubio empfängt dazu seinen dänischen Amtskollegen Lars Løkke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt. US-Vizepräsident J. D. Vance will ebenfalls teilnehmen. Er betonte im Vorfeld die Sicherheitsinteressen der USA und riet den Europäern, Trump in der Angelegenheit ernst zu nehmen. Europas Presse skizziert einen folgenreichen Interessenkonflikt innerhalb der Nato.
Das Regime im Iran geht mit tödlicher Gewalt und Massenverhaftungen gegen die Proteste im Land vor. Amnesty International warnte vor öffentlichen Hinrichtungen von Demonstranten. Mehrere europäische Länder bestellten die iranischen Botschafter ein. US-Präsident Trump drohte mit "entschlossenem Handeln", sollten Todesurteile vollstreckt werden.
Die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, hat in einem Interview für den britischen Podcast The Rest is Politics gesagt, sie würde für eine Vereinigung mit Rumänien stimmen, sollte es eines Tages ein Referendum zu der Frage geben. Für ein kleines Land wie die Republik Moldau werde es "immer schwieriger, als Demokratie, als souveränes Land zu überleben". Die Reaktionen in beiden Ländern sind gespalten.
In Frankreich hat der Berufungsprozess gegen Marine Le Pen begonnen. In erster Instanz hatten die Richter entschieden, dass die frühere Präsidentschaftskandidatin des rechtsradikalen Rassemblement National (RN) fünf Jahre lang nicht bei Wahlen antreten darf – also auch nicht bei der nächsten Wahl 2027. Kommentatoren erörtern, ob sie in dieser Rolle der erst 30 Jahre alte Parteivorsitzende Jordan Bardella ersetzen kann.
Mit der KI Grok auf Elon Musks Plattform X können Nutzer seit Kurzem Personen auf Fotos halbnackt darstellen. Nachdem Tausende Beiträge mit sexualisierten Bildern von Frauen und auch Minderjährigen veröffentlicht wurden, haben sich in mehreren Ländern die Behörden eingeschaltet. X reagierte damit, die Funktion nur noch zahlenden Nutzern bereitzustellen.
Der Ukraine-Krieg hat am Montag die Länge von 1.418 Tagen erreicht. Putins am 24. Februar 2022 begonnene 'militärische Spezialoperation" gegen das Nachbarland zieht sich damit nun schon länger hin als der "Große Vaterländische Krieg", wie in Russland der Deutsch-Sowjetische Krieg von Juni 1941 bis Mai 1945 im Rahmen des Zweiten Weltkriegs genannt wird.
Mehr als 25 Jahre lang wurde verhandelt, nun scheint das Freihandelsabkommen zwischen EU und Mercosur fast unter Dach und Fach: Eine qualifizierte Mehrheit der EU-Botschafter hat sich am Freitag dafür ausgesprochen und damit Länder wie Frankreich oder Polen überstimmt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kann den Vertrag nun mit den Partnern in Südamerika unterschreiben. Anschließend muss auch das EU-Parlament noch abstimmen.
In den USA gab es am Wochenende landesweit Proteste gegen das gewaltsame Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE und die scharfe Migrationspolitik von Donald Trump. Während einer Razzia in Minneapolis hatte am Mittwoch ein Beamter eine Frau, die sich als Beobachterin engagiert hatte, in ihrem Auto durch Schüsse getötet. Laut Heimatschutzministerin Kristi Noem wird die Regierung weitere 2000 Bundespolizisten in die Stadt entsenden.
Immer weniger scheinen die Beziehungen zwischen Großmächten und kleineren Nachbarstaaten von Rechtsnormen und immer mehr von nackter Interessenpolitik geleitet zu sein. Nachdem die USA innerhalb einer Woche Nicolás Maduro in Venezuela gefangen nahmen, zwei Schattenflotten-Tanker aufbrachten und erneut Grönland bedrängten, sorgen sich Europas Medien um den Verfall internationaler Spielregeln.
Maria Karystianou, Kinderärztin und Mutter eines Opfers des Zugunglücks von Tempi, hat in einem TV-Interview die Gründung einer neuen Partei angekündigt. Sie soll den Unmut vieler Bürger über das politische System kanalisieren. Karystianous Popularität liegt in einer aktuellen Umfrage bei 33 Prozent und damit vor Premierminister Kyriakos Mitsotakis mit 26 Prozent sowie allen anderen Spitzenpolitikern.
Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben am Dienstag in Paris eine Absichtserklärung für die Entsendung einer multinationalen Truppe in die Ukraine unterzeichnet. Beim Treffen der "Koalition der Willigen" sagte auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff Unterstützung für die Sicherheit der Ukraine zu. Die Reaktionen in der Presse reichen von Hoffnung bis Skepsis.











