In Russland haben am Freitag die Parlamentswahlen begonnen. Gewählt werden innerhalb von drei Tagen die 450 Abgeordneten der Duma, 39 Regionalparlamente und elf Gouverneure. Die Regierungspartei Einiges Russland gilt schon vorab als sicherer Sieger. Jabloko, die einzige Partei, die offen Russlands Krieg in der Ukraine kritisiert, wurde von der Wahl ausgeschlossen.
Die EU-Kommission plant, die Nutzung Sozialer Medien durch Minderjährige mit dem sogenannten EU Kids Act drastisch zu beschränken. Sie will ein Mindestalter von 15 Jahren für ein eigenes Social-Media-Konto und ein Verbot süchtig machender Funktionen durchsetzen. Grund dafür sind massive gesundheitliche Folgen wie Depressionen und Schlafmangel bei Jugendlichen. Die europäische Presse bewertet den Vorstoß Brüssels.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat im EU-Parlament in Straßburg angekündigt, die Beziehungen der EU zu Kanada "auf das höchstmögliche Niveau" zu bringen. Im Beisein von Kanadas Premier Carney konkretisierte sie diese Ankündigung mit den Worten, sie wolle, "dass Kanada das erste assoziierte Mitglied der EU wird". Während die Motive hinter dem Vorhaben für Kommentatoren relativ klar sind, rätseln einige noch über die genaue Ausgestaltung.
Vorfälle mit Drohnen scheinen sich in Europa zu häufen: Ein Zug auf dem Weg von Kyjiw nach Warschau wurde angegriffen, Nato-Kampfjets schossen eine Drohne ab, die in den litauischen Luftraum eingedrungen war, und am Flughafen Leipzig/Halle wurde eine Drohne mit Sprengstoff gefunden und entschärft. Kommentatoren beleuchten Hintergründe und regionale Betroffenheiten.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht die EU grundsätzlich gut für aktuelle Herausforderungen gewappnet. "Unsere Union ist so stark wie nie zuvor”, erklärte sie in ihrer Rede zur Lage der Gemeinschaft. Allerdings seien größere Investitionen in Rüstung und institutionelle Veränderungen wie die Schaffung eines Beratungsmechanismus im Bedrohungsfall nötig, um die Verteidigungsfähigkeit Europas zu erhöhen.
In Portugal hat die Schule wieder angefangen – allerdings läuft bei Weitem nicht alles nicht reibungslos. Vielerorts fehlen Räumlichkeiten, und Tausende Schüler haben immer noch keine Lehrer. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Spar- und Reformkurs der konservativen Regierung für das Bildungswesen? Schon bei den Abiturprüfungen im Juni und Juli hatte es große Probleme gegeben.
Mit der Einnahme der jemenitischen Küste des Roten Meers und strategisch wichtiger Inseln hat die pro-iranische Huthi-Miliz ihren Einfluss auf die für den Welthandel bedeutende Meerenge Bab al-Mandab ausgeweitet. Diese ist während des Iran-Krieges zu einer wichtigen Ausweichroute für saudi-arabische Ölexporte geworden. Welche Auswirkungen hat das auf die ohnehin schon angespannte Situation auf den Energiemärkten?
Angesichts der stark gestiegenen Treibstoffpreise, der wachsenden Lebenshaltungskosten und der hohen Verschuldung des Landes steht der Wahlkampf zu den französischen Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2027 vor allem im Zeichen wirtschaftlicher und sozialer Fragen. In den sozialen Medien kursieren bereits zahlreiche Aufrufe zu landesweiten Protesten. Die französische Presse erörtert die Probleme, die gelöst werden müssen.
Führende Tech-Unternehmer aus den USA haben sich dafür ausgesprochen, die Entwicklung von KI zu bremsen. Anthropic-Chef Dario Amodei schrieb in einem Blog-Beitrag, dass die Branche mehr Zeit brauche, um mit der Risikoprävention hinterherzukommen. Sonst könnte KI in sechs bis zwölf Monaten außer Kontrolle geraten. Zustimmung bekam Amodei von Elon Musk, Open-AI-Chef Sam Altman und Google.
Auch zwei Tage nach der Parlamentswahl in Schweden gibt es noch keinen eindeutigen Sieger. Nach Auszählung der meisten Stimmen liegt die Mitte-links-Opposition unter Führung der Sozialdemokraten drei Sitze vor der bürgerlichen Koalition aus Liberal-Konservativen, Christdemokraten und Liberalen sowie den mit ihr kooperierenden rechtspopulistischen Schwedendemokraten. Mit dem endgültigen amtlichen Wahlergebnis wird erst am morgigen Mittwoch gerechnet.
Unweit der polnischen Grenze ist am Sonntag in der Ukraine ein Passagierzug von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Zug war auf dem Weg von Kyjiw nach Warschau. Die 206 Fahrgäste konnten rechtzeitig evakuiert werden, sodass niemand verletzt wurde. Auch eine Tankstelle in der ukrainischen Grenzregion zu Polen wurde getroffen. Angesichts der Nähe der Angriffe herrscht in Polen seither große Besorgnis.
Die Regierungschefs von Schottland, Wales und Nordirland haben am Montag eine Erklärung unterzeichnet, in der sie mehr Selbstbestimmung für ihre zum Vereinigten Königreich gehörenden Landesteile fordern. Schottlands Ministerpräsident John Swinney sprach sich für ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum für seine Nation innerhalb von fünf Jahren aus. Kommentatoren fragen sich, wie groß die Bedeutung dieses Treffens ist.











