Bundeskanzlerin Merkel und Ungarns Premier Orbán erinnern am heutigen Montag gemeinsam an das Paneuropäische Picknick in Sopron. Am 19. August 1989 gelang dort etwa 600 DDR-Bürgern die Flucht über die österreichisch-ungarische Grenze. Dass ausgerechnet diese beiden Politiker gemeinsam des ersten Risses im Eisernen Vorhang gedenken, bewegt die Kommentatoren.

Nachdem die Lega einen Misstrauensantrag gegen Premier Conte gestellt hat, ist unklar, wie es in Italien weitergeht. Conte könnte seinen Rücktritt einreichen und von Staatschef Matarella mit der Bildung eines Übergangskabinetts betraut werden. Lega-Chef Salvini wollte schnelle Neuwahlen erzwingen und danach allein regieren. Was das für Italien und Europa bedeuten würde, macht Kommentatoren Angst.

Trotz Drohungen Pekings und heftigen Regens sind am Wochenende in Hongkong erneut Hunderttausende auf die Straße gegangen. Die Organisatoren des Protestmarsches sprachen von 1,7 Millionen Menschen. Zuvor hatte die chinesische Zentralregierung Medienberichten zufolge Truppen an die Grenze verlegt. Europas Presse fiebert mit.

US-Präsident Trump hat das Interesse der USA an einem Erwerb Grönlands bekundet. Die partiell souveräne Polarinsel untersteht der dänischen Krone und wird von Dänemark subventioniert. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen sagte: "Ich hoffe inständig, dass dies nicht ernst gemeint ist." Kommentatoren überlegen, welches Ziel Trump mit dem Kauf des Eilands verfolgen könnte.

Engpässe bei Lebensmitteln, Medikamenten und Benzin, Zollkontrollen und Staus, Proteste und Unruhen - ein gegenüber der Sunday Times geleaktes internes Regierungsdokument skizziert gravierende mögliche Folgen eines No-Deal-Brexit. Abgeordnete des britischen Parlaments forderten bereits ein vorzeitiges Ende der Sommerpause. Große Sorge spiegelt sich auch in Europas Kommentarspalten.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gesunken. Als Ursache gelten internationale Handelskonflikte und der unklare Brexit-Fahrplan. Beobachter fürchten, dass sich der Schrumpfkurs auch auf andere Länder auswirkt. Wie muss Europas größte Volkswirtschaft jetzt reagieren?

Seit dem Antritt Boris Johnsons als britischer Premier wächst der Widerstand gegen seinen harten Brexit-Kurs in Schottland und Nordirland. Die nordirische katholische Nationalisten-Partei Sinn Féin brachte gar die Wiedervereinigung mit Irland ins Spiel, damit Nordirland in der EU bleiben könne. Irische Kommentatoren sehen bereits einen neuen Staat entstehen.

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat die Wiederaufnahme von Grenzkontrollen zwischen Dänemark und Schweden angekündigt. Grund sind mehrere Explosionen, die sich unter anderem vor einer Polizeistation und dem Finanzamt in Kopenhagen ereignet hatten. Die dänische Polizei nahm einen Verdächtigen aus Schweden fest. Kann sich Dänemark so vor Kriminellen aus dem Nachbarland schützen?

Bukarests Oberbürgermeisterin Gabriela Firea will die Luftverschmutzung durch den Autoverkehr in der Stadt eindämmen. Dazu soll unter anderem eine Abgabe auf alle Fahrzeuge erhoben werden, die durch Bukarest fahren - Anwohner der Großstadt und des näheren Umkreises sind allerdings ausgenommen. Die rumänische Presse ist geteilter Meinung.

Im Sommer drängen sich Massen von Touristen an Europas beliebtesten Urlaubsorten und die Klage darüber wird von Jahr zu Jahr lauter. Städte wie Barcelona, Dubrovnik oder Venedig versuchen, sich mit verschiedenen Maßnahmen dagegen zu wehren. Ob der Massentourismus die Städte zum Positiven oder Negativen verändert, darüber debattieren Kommentatoren.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat ihre Atlantiküberquerung vom südenglischen Plymouth aus begonnen. Innerhalb von etwa zwei Wochen soll die Yacht New York erreichen, wo Thunberg im September am UN-Klimagipfel teilnehmen wird. Einige Kommentatoren loben ihren Einsatz für Klimaschutz, andere klagen über eine wachsende Greta-Hysterie.

Aufgrund von Belästigungsvorwürfen gegen Placido Domingo haben mehrere Opernhäuser Auftritte des spanischen Tenors abgesagt. Neun Frauen hatten Domingo in einem Medienbericht vorgeworfen, seine Macht und Prominenz missbraucht zu haben, um sie in sexuelle Beziehungen zu drängen. Der 78-jährige Star bestritt die Vorwürfe in schriftlich. Nicht alle Kommentatoren glauben, dass ihm dies helfen wird.

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