Unterhändler aus USA und Iran haben am Freitag indirekte Gespräche in Oman geführt. Beide Seiten lobten den Beginn der Verhandlungen, erhöhten aber gleichzeitig den Druck: US-Präsident Donald Trump drohte Staaten, die Handel mit dem Iran treiben, mit zusätzlichen Strafzöllen. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warnte, dass Angriffe auf sein Land mit Attacken auf US-Stützpunkte in der Region beantwortet würden.
Japans nationalkonservative Regierungspartei hat einen fulminanten Wahlsieg errungen: Unter Führung der erst seit Oktober amtierenden Ministerpräsidentin Sanae Takaichi gewann die Liberaldemokratische Partei (LDP) bei der Unterhauswahl mehr als zwei Drittel der Sitze – ein Novum in der Landesgeschichte. Takaichi will Japans Militär kräftig aufrüsten, um in der Region ein Gegengewicht zu China zu schaffen.
Die Veröffentlichung weiterer Akten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein werfen immer neue Fragen auf. In den mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten, tausenden Videos und weit mehr als 100.000 Fotos, die das US-Justizministerium kürzlich veröffentlichte, tauchen zahlreiche weitere prominente Namen auf. Inwiefern diese mit Epstein in Verbindung standen und welche Folgen dies nach sich zieht, versuchen Kommentatoren einzuordnen.
Der britische Premier Keir Starmer gerät auch innerhalb seiner Partei immer mehr unter Druck wegen der Affäre um Peter Mandelson. Medien zitierten Labour-Abgeordnete mit der Aussage, dass die Tage des Premiers gezählt seien. Mandelson soll Anfang der 2000er-Jahre vertrauliche Regierungsinformationen an den damals bereits verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergeleitet haben. Noch 2024 ernannte Starmer Mandelson zum Botschafter in den USA, obwohl er von dessen Bekanntschaft mit Epstein wusste.
Bei der Washington Post, einer der renommiertesten US-Zeitungen, ist rund einem Drittel der Redaktion gekündigt worden. Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte das finanziell angeschlagene Blatt 2013 von der Besitzerfamilie aufgekauft und zunächst investiert. Während Trumps erster Amtszeit (2017 bis 2021) gehörte das Medium zu den kritischsten Stimmen. In der aktuellen Amtszeit suchte Bezos verstärkt die Nähe des Präsidenten.
Am heutigen Freitag werden die 25. Olympischen Winterspiele eröffnet. Offizielle Austragungsorte sind erstmals in der Olympia-Geschichte gleich zwei Städte: Mailand und der traditionsreiche Wintersportort Cortina d'Ampezzo. Solange Wettkämpfe und Medaillen noch nicht im Vordergrund stehen, beleuchten die Medien das Großereignis aus ökonomischer und ökologischer Perspektive.
Am Donnerstag lief der Atomwaffenvertrag New Start aus, der 2010 zwischen den USA und Russland geschlossen wurde, um die Zahl strategischer Nuklearwaffen zu begrenzen. Beide Seiten erklärten sich damals bereit, maximal 1.550 Sprengköpfe und 800 Trägerraketen zu besitzen. Russlands Staatschef Putin hatte im September angeboten, den Vertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern, US-Präsident Trump war jedoch nicht darauf eingegangen.
Der EU-Abgeordnete und italienische Ex-General Roberto Vannacci war bislang hinter Matteo Salvini Vizechef der rechtspopulistischen Partei Lega, die zusammen mit der Forza Italia an der Regierungskoalition von Giorgia Meloni (Fratelli d'Italia) beteiligt ist. Nun bricht Vannacci mit der Lega, um eine neue rechtsextreme Partei namens Futuro Nazionale zu gründen. Welches Ziel verfolgt er?
Beim Zusammenstoß zwischen einem Schnellboot mit Migranten und einem Schiff der griechischen Küstenwache sind vor der Insel Chios am Dienstag mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, 25 Personen, darunter zwei Angehörige der Küstenwache, wurden verletzt. Wie schon bei einem ähnlichen Unglück 2023 soll auch in diesem Fall die Kamera an Bord des Küstenwachboots nicht aktiv gewesen sein.
In Spanien macht sich die Regierung von Pedro Sánchez für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren stark, wie es im Dezember in Australien in Kraft getreten ist. Ähnliche Gesetzesinitiativen gibt es aktuell auch in Frankreich, Großbritannien, Rumänien und der Türkei – und sie bieten Europas Presse reichlich Diskussionsstoff.
Frankreichs Haushalt fürs laufende Jahr ist beschlossene Sache. Denn am Montag überstand Premier Sébastien Lecornu zwei Misstrauensabstimmungen der Opposition. Seine Vorgänger François Bayrou und Michel Barnier waren im Streit um Haushaltsfragen nach nur kurzen Amtszeiten gescheitert. Öffnet sich nun eine neue Perspektive mit mehr politischer Stabilität?











