Im letzten Moment haben Teheran und Washington sich auf eine zweiwöchige Waffenruhe verständigt. Bis kurz vor Ablauf des US-Ultimatums hatte Donald Trump seine Drohungen hochgeschraubt. Schließlich warnte er davor, "eine ganze Zivilisation" würde sterben, wenn der Iran nicht die Meerenge von Hormus öffne. Die ersten Reaktionen in Europas Presse zeugen eher von Schock als von Erleichterung.
Die vierköpfige Orion-Crew hat erfolgreich den Mond umrundet. Ihre Raumkapsel befindet sich auf dem Rückweg und wird nun wieder verstärkt vom Heimatplaneten angezogen. Die Fotos und Live-Übertragungen aus der Orion gehen um die Welt. Doch wie sehr sich die Fortschrittsbegeisterung mit Zukunftssorgen mischt, zeigt ein Blick in die Kommentarspalten.
Die Verfassung des demokratischen Portugals hat Anfang April ihren 50. Geburtstag gefeiert – und steht nun eventuell vor einer Umgestaltung. Mit den Parteien PSD, IL und Chega gibt es zum ersten Mal eine Zwei-Drittel-Mehrheit rechts der Mitte. Sie streben nun die Änderung der noch von der linksgerichteten Nelkenrevolution geprägten Verfassung von 1976 an.
Trump hat der iranischen Führung ein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus bis Dienstagnacht gestellt. Andernfalls würden Kraftwerke und Brücken im gesamten Iran zerstört. Israel warnte die Iraner auf X davor, sich in Zügen oder an Bahnhöfen aufzuhalten. Die UN rufen zur Einigung auf und warnten vor Verstößen gegen das Völkerrecht – und auch Europas Medien sind höchst besorgt.
Ungarn geht in die letzte Wahlkampfwoche vor der Parlamentswahl am Sonntag: Umfragen zufolge liegt die oppositionelle Mitte-rechts-Partei Tisza von Péter Magyar deutlich vor der Fidesz von Premierminister Viktor Orbán, der das Land seit 16 Jahren zunehmend autoritär regiert. Europas Medien messen dem Wahlergebnis gehörige Bedeutung über Ungarns Grenzen hinaus zu.
Nach der Kritik seines Außenministers Rubio an der Nato hat US-Präsident Trump nachgelegt und mit einem Austritt der USA aus dem Verteidigungsbündnis gedroht. Er erwäge ernsthaft einen Austritt nach dem Iran-Krieg, sagte er in einem Interview am Mittwoch. Hintergrund ist die Weigerung mehrerer EU-Staaten, bei den Angriffen auf den Iran zu helfen. Wie ernst muss Europa die Drohung nehmen?
Der Chef des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, hat mit Bemerkungen über die ukrainische Drohnenproduktion Empörung ausgelöst. Wenn "Hausfrauen" Bauteile mit 3D-Druckern herstellten, sei das wie ein "Spielen mit Lego-Steinen". Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Äußerungen als "befremdlich".
Als viermaliger Weltmeister versteht sich Italien seit Generationen selbstverständlich als Fußballnation. Doch nach der Niederlage gegen Bosnien und Herzegowina verpasst die Squadra Azzurra nun zum dritten Mal in Folge die WM-Teilnahme. Wie sehr das einen empfindlichen Nerv trifft, zeigt der Blick in die Landespresse.
In Frankreich hat sich die Zahl der Taufen von Erwachsenen und Jugendlichen seit 2023 verdoppelt, allein in der anstehenden Osternacht sollen mehr als 21.000 Menschen getauft werden. Auch andere Länder wie Belgien verzeichnen einen Anstieg dieses Rituals zur Aufnahme in die Kirche. Anlässlich der österlichen Feiertage denken Kommentatoren über die grundsätzliche Bedeutung von Glauben, Religion und Spiritualität nach.
US-Außenminister Marco Rubio hat Spaniens Regierung dafür kritisiert, dass sie den Vereinigten Staaten die Nutzung ihres Luftraums für den Iran-Krieg untersagt hat. In einem Interview sagte er, die Nato dürfe „keine Einbahnstraße" sein und kündigte eine Neubewertung der Allianz an. Auch Italien erteilte US-Kampfflugzeugen kürzlich ein Landeverbot auf Sizilien. Europas Presse sieht das transatlantische Bündnis ernsthaft in Gefahr.
Durch den Krieg zwischen der USA, Israel und dem Iran – und die anhaltende Blockade der Meerenge von Hormus – sind die Preise für Energie stark angestiegen. In mehreren EU-Staaten werden Maßnahmen zur Drosselung der Benzinpreise ergriffen oder diskutiert. Europas Presse wägt ab – und hat ein Déjà-vu.











