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  Proteste gegen Rassismus

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Nach mehreren Wochen der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA und Europa hat die Zahl der Demonstrierenden nun vielerorts abgenommen. Hat die Bewegung bereits nachhaltige Spuren hinterlassen oder schwindet ihre Kraft zu früh? Welche Botschaften sollten bleiben?

Die Tötung George Floyds hat weltweit Erschütterung ausgelöst, Hunderttausende auf die Straßen getrieben und eine Debatte über Rassismus entfacht. Dieser hat viele Gesichter, erklären Kommentatoren und ärgern sich in diesem Zusammenhang auch über heuchlerische Solidaritätsbekundungen.

Die Proteste nach der Tötung des schwarzen US-Amerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten halten weiter an – zumeist friedlich, teils begleitet von Sachbeschädigungen und Plünderungen. Das Militär verlegte als Reaktion 1600 Soldaten in die Nähe von Washington. Europäische Medien untersuchen die strukturellen Gründe für den Rassismus, gegen den sich die Wut der Protestierenden richtet.

In der Schweiz ist eine Debatte um den Begriff "Mohrenkopf", dort der traditionelle Name für Schokoküsse, neu aufgeflammt. Ein bekannter Hersteller hält bisher an der Bezeichnung fest. Nun hat die größte Supermarktkette des Landes, Migros, dessen Schaumküsse aus dem Sortiment genommen. Kommentatoren finden, der Hersteller und seine Verteidiger sollten ihre Position überdenken.

Der Streamingdienst HBO Max nimmt den Klassiker Vom Winde verweht vorerst aus dem Programm. Da der Film aus dem Jahr 1939 die Sklaverei auf US-amerikanischen Plantagen verherrliche und voller rassistischer Vorurteile sei, wäre es unverantwortlich, ihn unkommentiert weiter anzubieten. Später soll er mit einer distanzierenden Einordnung auf die Plattform zurückkehren. Überfällig oder übertrieben?