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  Europa - USA

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Im Handelsstreit mit der EU hat US-Präsident Trump die angedrohte Einführung hoher Zölle vom 9. Juli auf den 1. August verschoben. Ein Sprecher von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte, bei der Ausarbeitung eines Zollabkommens sei man am "Anfang der Schlussphase". Zahlreiche andere Länder erhielten von Trump jedoch bereits Briefe, die Zölle in Höhe von 25 bis 40 Prozent auf deren Exportwaren ab August ankündigen.

Großbritannien und die USA haben sich auf einen Handelspakt zur Senkung von Zöllen geeinigt. Nach britischen Angaben sollen die Abgaben auf Autoimporte in die USA gesenkt, die auf Stahl und Aluminium abgeschafft und Einfuhrzölle auf US-Waren reduziert werden. Großbritannien hatte zuvor bereits ein Freihandelsabkommen mit Indien auf den Weg gebracht. Europas Presse ist zwiegespalten in der Beurteilung der Vorhaben.

Die EU bittet zwei US-amerikanische IT-Konzerne zur Kasse: Apple soll 500 Millionen, die Facebook-Mutter Meta 200 Millionen Euro Strafe zahlen. Sie hätten gegen den 2022 erlassenen Digital Markets Act (DMA) verstoßen, so die EU-Kommission, die erstmals Geldbußen nach dem DMA verhängte. Es verpflichtet Internet-Giganten unter anderem dazu, ihre Plattformen für Konkurrenten zu öffnen. Europas Medien unterstützen den Schritt.

Italiens Premierministerin Giorgia Meloni trifft am heutigen Donnerstag US-Präsident Donald Trump in Washington. Vorrangig dürfte es bei dem Besuch darum gehen, die Wogen im Zollstreit zwischen den USA und Europa zu glätten. Trump und Meloni pflegen ein gutes persönliches Verhältnis. Europas Presse fragt sich, ob die EU davon profitieren wird - oder ob es der postfaschistischen Politikerin nur um Italiens Interessen geht.