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  Brexit

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Der erhoffte Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen am Wochenende in Brüssel ist ausgeblieben. Insbesondere in der Frage, wie eine harte Grenze zwischen Nordirland und Irland vermieden werden kann, fanden die Unterhändler von EU und Großbritannien vor dem EU-Gipfel am Mittwoch keine Lösung. Wie wahrscheinlich ist ein Kompromiss?

Auf dem Tory-Parteitag in Birmingham hat Premierministerin May ihren Brexit-Kurs verteidigt: Wenn die Partei sie nicht unterstütze, übernehme entweder Labour die Macht oder der EU-Austritt finde gar nicht statt. Einige Kommentatoren hat Mays dynamischer Auftritt davon überzeugt, dass sie den Brexit zu einem guten Ende führen wird. Andere glauben, dass das nicht in ihrer Macht liegt.

Auf dem Parteitag der britischen Konservativen wird ein Schlagabtausch zwischen Premierministerin May und Ex-Außenminister Johnson erwartet. Johnson, der Mays Brexit-Pläne zuletzt als lächerlich abgetan hatte, würde den EU-Austritt laut eigener Aussage um sechs Monate verschieben. Werden sich die Tories beim Thema Brexit noch einig?

Seit dem Beginn des Labour-Parteitags in Liverpool schwenken Demonstranten vor dem Konferenzgebäude EU-Flaggen. Sie hoffen, dass die Partei ihre Position ändert und sich für ein erneutes Brexit-Referendum einsetzt. Dieses wollen Umfragen zufolge 86 Prozent der Parteimitglieder. Europas Kommentatoren reden in Sachen Brexit Tacheles und trauern um Großbritanniens einstige Größe.

London und die EU treten in den Brexit-Verhandlungen auf der Stelle. Auf dem Gipfel in Salzburg lehnten die Staats- und Regierungschefs den Vorschlag der britischen Premierministerin May ab. Eine kompromisslose Haltung der EU beobachten Kommentatoren - doch nicht alle hoffen darauf, dass sich beide Seiten zusammenraufen.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan hat in einem Gastbeitrag ein erneutes Brexit-Referendum gefordert. Die Konsequenzen für die Wirtschaft und den Lebensstandard der Briten seien zu hoch, als dass ihnen ein weiteres Mitspracherecht verwehrt werden dürfe. Während einige Kommentatoren große Hoffnungen in die mögliche Abstimmung setzen, sehen andere mindestens einen Haken an der Sache.

Die britische Regierung hat damit begonnen, die Bevölkerung und heimische Unternehmen auf einen harten Brexit ohne Abkommen mit der EU vorzubereiten. In 25 Dokumenten beschreibt sie dessen Folgen unter anderem für die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten, die Nuklearsicherheit und den Flugverkehr. Eine Drohkulisse Londons, um Zugeständnisse von der EU zu erzwingen?

Acht Monate vor dem geplanten Brexit-Termin wächst die Angst vor den Auswirkungen eines harten Bruchs ohne Austrittsabkommen mit der EU. Die Medien dürfen die Bürger nicht durch Berichte über Horrorszenarien verschrecken, kritisieren einige Kommentatoren. Andere warnen nicht nur Großbritannien davor, die Gefahr zu unterschätzen.

Die britische Regierung hat ihren Plan für den Brexit vorgelegt. Im Kern steht eine Freihandelszone für Güter und Agrarprodukte mit der EU. Bei den Dienstleistungen sollen Sonderregeln gelten. Die Zuwanderung aus der EU will London einschränken. Ein guter Kompromiss oder Rosinenpickerei?

Im Streit über den EU-Austritt Großbritanniens ist nach Brexit-Minister David Davis auch Außenminister Boris Johnson zurückgetreten. Beide kritisieren den ihrer Meinung nach zu weichen Brexit-Kurs von Premierministerin May. Während einige Kommentatoren fassungslos sind, dass sich ein Land freiwillig ins Unglück stürzt, hoffen andere, dass sich die EU kompromissbereiter zeigt.

Das britische Kabinett hat sich auf einen Plan für die Brexit-Verhandlungen geeinigt. Premierministerin May konnte sich mit ihrem Ziel einer Freihandelszone mit der EU durchsetzen. Brexit-Minister Davis, Verfechter eines harten Austritts, trat daraufhin zurück. Auch einige Journalisten sind empört über die weiche Brexit-Linie der Regierung. Andere glauben, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Da hatten sich die Brexit-Anhänger so auf die neuen britischen Pässe - nicht mehr bordeauxrot, sondern blau - gefreut. Und nun das: Die neuen Ausweise sollen von der französisch-niederländischen Firma Gemalto in Frankreich produziert werden, und nicht, wie in den vergangenen Jahren üblich, von einem heimischen Unternehmen. Ein gefundenes Fressen für die Presse.

Die EU und Großbritannien haben sich auf die Bedingungen für eine Übergangszeit geeinigt, die ab dem Brexit im März 2019 gelten sollen. Während 21 Monaten muss sich das Land an EU-Regeln halten, darf an Entscheidungsprozessen aber nicht mehr teilnehmen. Der Zugang zum Binnenmarkt und zur Zollunion sowie die Rechtssicherheit der Bürger bleiben dafür erhalten. War das der Durchbruch bei den Verhandlungen?

In Großbritannien mehren sich die Stimmen von Brexit-Befürwortern, die das Karfreitagsabkommen für Nordirland überdenken wollen. Ihrer Meinung nach steht es einem harten Brexit im Weg. Das Abkommen von 1998 hatte den jahrzehntelangen Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland beendet. Kommentatoren sind entrüstet.

Der ungarischstämmige US-Milliardär George Soros unterstützt eine Kampagne gegen den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Umgerechnet knapp eine halbe Million Euro gingen aus seinen Stiftungen an die Organisation Best for Britain. In der britischen Presse scheiden sich an Soros' Engagement die Geister.

Vor der nächsten Brexit-Verhandlungsrunde hat Theresa May jede Art von Zollunion mit der Europäischen Union nach dem Brexit ausgeschlossen. Kommentatoren sehen diesen harten Kurs innenpolitischem Druck auf May geschuldet und fürchten, dass sich Großbritannien mit seiner Hoffnung auf wirtschaftliche Erfolge nach dem EU-Austritt täuscht.

Der EU-Austritt wird für fast jede Branche und jede Region Großbritanniens Nachteile mit sich bringen und das Wirtschaftswachstum schwächen. Das geht aus einer vertraulichen Analyse der britischen Regierung hervor. Europas Zeitungen gehen mit der britischen Führung hart ins Gericht.

EU-Ratspräsident Tusk und Kommissionspräsident Juncker haben London einen Verbleib in der Union angeboten und damit die Debatte um ein mögliches zweites Referendum befeuert. Falls die Briten ihre Meinung änderten, seien "unsere Herzen weiter offen für sie", sagte Tusk im EU-Parlament in Straßburg. Juncker pflichtete ihm bei. London will davon aber offenbar nichts wissen.

Großbritanniens Ex-Premier Tony Blair hat in einem Meinungsbeitrag vor weiteren EU-Austritten gewarnt und zudem gefordert, ein erneutes Referendum über den EU-Verbleib Großbritanniens in Erwägung zu ziehen. Einige Kommentatoren ärgern sich, dass der frühere Regierungschef den Brexit nicht hinnehmen will. Andere raten der Labour-Partei, die Einlassungen Blairs genau zu lesen.

Das britische Parlament hat sich das Recht gesichert, über das Ergebnis der Brexit-Verhandlungen abzustimmen. Am Mittwoch votierte die Mehrheit der Abgeordneten gegen den Willen der Regierung für eine entsprechende Änderung des EU-Austrittsgesetzes. Ist dies eine herbe Schlappe für Premierministerin Theresa May oder ist diese vielleicht am Ende sogar darüber erleichtert?

Nach monatelangem Streit über die Zahlungen Großbritanniens an die EU beim Brexit gibt es offenbar einen Kompromiss. Medien berichten, London sei zur Entrichtung einer Summe zwischen 45 und 55 Milliarden Euro bereit. Die Briten wurden über die Kosten des Brexit betrogen, schimpfen Kommentatoren und sehen Premierministerin May weiter geschwächt.

EU-Unterhändler Barnier hat der britischen Regierung eine Frist von zwei Wochen für Zugeständnisse gesetzt, nachdem in einer weiteren Brexit-Verhandlungsrunde kein Durchbruch erzielt worden war. Nur mit einer Kabinettsumbildung kann May den Kopf noch aus der Schlinge ziehen, meinen einige Kommentatoren. Andere sehen im Chaos bei den Tories eine turbulente Phase, die auch Regierungen anderer Ländern durchmachen.

Angesichts des Stillstands in den Brexit-Verhandlungen hat Großbritanniens Premierministerin May das Unterhaus darüber informiert, dass die Regierung 250 Millionen Pfund bereitstellt, um das Land gegebenenfalls ohne einen Deal aus der EU zu führen. Welche Gefahren dieses Szenario birgt, beschäftigt die Kommentatoren.

Kurz vor dem EU-Gipfel am 19. und 20. Oktober treffen sich Unterhändler aus Großbritannien und EU zur inzwischen fünften Verhandlungsrunde zum Brexit. Kommentatoren fordern Brüssel auf, das Vorankommen der Verhandlungen nicht länger durch ihre sture Haltung zu blockieren. Andere beschäftigen sich mit dem Ruf nach einem neuen Referendum.

Die britische Premierministerin Theresa May hat in ihrer Grundsatzrede in Florenz eine Übergangsphase von zwei Jahren nach dem Brexit vorgeschlagen. Großbritannien könnte während dieser Übergangszeit auch weiter Beiträge in den EU-Haushalt einzahlen. Endlich ist May kompromissbereit, loben einige Kommentatoren. Andere vermissen die Antwort auf zentrale Fragen.

Das britische Parlament hat dem Entwurf für das EU-Austrittsgesetz zugestimmt. Auf Grundlage des Gesetzes sollen mehr als 12.000 EU-Vorschriften in nationales Recht übertragen werden. Kommentatoren kritisieren das Gesetz als undemokratisch und sind besorgt über die Spaltung des Parlaments.

Ein Entwurf für ein neues britisches Einwanderungsgesetz erregt die Gemüter. Das Dokument, das The Guardian zugespielt wurde, sieht nach dem Brexit deutlich schärfere Regeln vor. Geringqualifizierte sollen nur für maximal zwei Jahre Aufenthalt bekommen und britische Unternehmer angewiesen werden, einheimische Bewerber zu bevorzugen. In der Regierung wie auch in den Medien sind die Pläne umstritten.

Auch die dritte Runde der Brexit-Verhandlungen ist ohne erkennbare Fortschritte zu Ende gegangen. Kernfragen wie die Rechte von EU-Bürgern und die zukünftige Grenze zwischen Irland und Nordirland blieben ungeklärt. Bei den finanziellen Verpflichtungen der Briten gegenüber der EU kam es zu neuen Unstimmigkeiten. Wem die Unnachgiebigkeit am meisten schaden wird, analysieren die Kommentatoren.

Just zum Beginn der neuen Verhandlungsrunde zwischen London und der EU hat sich die Labour Party zum Brexit positioniert: Großbritannien soll nach dem Austritt während einer bis zu vierjährigen Übergangsphase Mitglied von Binnenmarkt und Zollunion bleiben. Damit geht Labour auf Konfrontationskurs zur konservativen Regierung von Theresa May. Werden die Karten im Brexit-Poker nun neu gemischt?

Premierministerin May hatte den Brexit-Hardlinern versprochen, dass London nach dem britischen EU-Austritt die volle Souveränität über seine Rechtsprechung zurückerhalten werde. In einem Papier ihrer Regierung heißt es nun, dass allein die "direkte Gerichtsbarkeit des EuGH" ende, die Beschlüsse weiterhin als Richtschnur gälten. Ob das eine sinnvolle Kehrtwende ist, beurteilen Kommentatoren ganz unterschiedlich.

Der Brexit gefährdet die offene Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Landesteil Nordirland. London will diese Frage nun an die Verhandlungen um eine Zollunion knüpfen. So soll verhindert werden, dass nach dem britischen EU-Austritt strenge Pass- und Güterkontrollen auf der irischen Insel eingeführt werden. Die Presse hält diesen Plan für unrealistisch.

Großbritannien hat der EU eine temporäre Zollunion für die Zeit nach dem Brexit vorgeschlagen. In einer bis zu dreijährigen Übergangsphase soll der Handel mit den europäischen Nachbarn unverändert bleiben. Offenbar setzt sich die Vernunft in London durch, freuen sich einige Kommentatoren. Andere warnen davor, den Briten zu sehr entgegen zu kommen.

London ist in den Brexit-Verhandlungen offenbar von früheren Zusagen abgerückt, über den EU-Austritt hinaus Geld in den Haushalt der Union einzuzahlen. Die EU hat das Loch, das der Brexit bis 2020 in ihr Budget reißt, auf 60 bis 100 Milliarden Euro beziffert. Wie kann der Konflikt begraben werden?

Lässt sich die Brexit-Entscheidung doch noch revidieren? Scheint eine zweite Abstimmung nicht sogar zwingend, nun da Mays Regierung nach der Neuwahl geschwächt dasteht und sich die Verhandlungen mit der EU schwierig gestalten? In Großbritannien werden diese Fragen zunehmend diskutiert.

Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat in einer Grundsatzrede die oppositionelle Labour-Partei dazu aufgerufen, ihre Regierung bei der Umsetzung des EU-Austritts zu unterstützen. Kommentatoren kritisieren Mays Rede und fragen sich, wie ernst sie ihr Kooperationsangebot wirklich meint.

Die britische Regierung hat am Montag ihren Plan für die derzeit 3,2 Millionen EU-Ausländer nach dem Brexit vorgestellt. Diejenigen, die bereits mehr als fünf Jahre in Großbritannien leben, können eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis mit Zugang zu Bildung, Renten- und Gesundheitssystem beantragen. Alle anderen erhalten zunächst einen begrenzten Aufenthaltstitel. Nicht alle Medien halten die Pläne für ausgereift.

Großbritannien und die EU starten am heutigen Montag die zweite Runde ihrer Brexit-Verhandlungen. Erstmals geht es um konkrete Inhalte, wie finanzielle Forderungen und die Zukunft von EU-Bürgern in Großbritannien und von Briten in der EU. Ein Blick in Europas Kommentarspalten erweckt den Eindruck, dass ein Jahr nach dem Votum für den Austritt wenige Dinge geklärt sind.

Die britische Königin Elizabeth II. hat in ihrer Thronrede das Programm der konservativen Regierung von Premierministerin May vorgestellt. Knapp ein Drittel der 27 Gesetzesvorhaben bezieht sich auf den geplanten EU-Austritt Großbritanniens. Kommentatoren interpretieren die Rede der Queen mit Blick auf die Unterhauswahl und die anstehenden Brexit-Verhandlungen.

Knapp ein Jahr nachdem die Briten den EU-Austritt wählten, sind zwischen London und Brüssel die Brexit-Verhandlungen angelaufen. Die nach der Unterhauswahl geschwächte britische Regierung wird sich nun auf einen weltoffeneren und humaneren Brexit einlassen, glauben Kommentatoren und vertrauen auf das Verhandlungsgeschick der Unterhändler.

Einen Monat vor den vorgezogenen Neuwahlen in Großbritannien wird in Europas Presse zunehmend diskutiert, wie diese die Brexit-Strategie von Premierministerin Theresa May beeinflussen werden.

Überraschend hat Großbritanniens Regierungschefin Theresa May eine Neuwahl für den 8. Juni angekündigt. Damit wolle sie sich eine stabile Mehrheit für die Brexit-Verhandlungen sichern. Laut Umfragen liegen ihre Konservativen weit vor allen anderen Parteien. Geht Mays Strategie auf?

Mit der Einleitung des Brexit bahnt sich ein Streit ums künftige EU-Budget an. Weil der Wegfall der britischen Beiträge ein Loch in den Haushalt reißen wird, betonen mehrere Länder, darunter Österreich und die Visegrádstaaten, dass nicht sie sondern die Nettozahler diese Lücke füllen sollten. Beobachter gehen davon aus, dass der Budgetstreit zu einer weiteren Belastung für die Union werden wird.

Das Parlament in Edinburgh unterstützt die Pläne von Regierungschefin Nicola Sturgeon für ein neues Unabhängigkeitsreferendum. Demnach soll London den schottischen Bürgern erneut eine Volksbefragung ermöglichen - und dies noch vor dem Brexit, das heißt spätestens im März 2019. In der Presse stoßen die neu angefachten Unabhängigkeitsbestrebungen der Schotten auf Verständnis.

Nach der offiziellen Einleitung des Brexit-Prozesses positionieren sich die EU und Großbritannien für die bevorstehenden Verhandlungen. Aus London kamen dabei zuletzt kompromissbereite Töne. Finanzminister Hammond zeigte sich offen dafür, über künftige Zahlungsverpflichtungen und ein Freihandelsabkommen zu reden. Wie viele Federn werden beide Seiten in den Verhandlungen lassen?

Nachdem das britische Parlament dem Austrittsgesetz der Regierung zugestimmt hat, rückt der Brexit näher - mit all seinen Konsequenzen. Die Ankündigung der schottischen Regierungschefin Sturgeon, ein neues Abspaltungsreferendum abzuhalten, sowie die theoretische Möglichkeit, Irland mit Nordirland wieder zu vereinigen, regt die Presse zu Überlegungen an, ob ein Zerfall des Vereinten Königreichs bevorsteht.

Regierungschefin Nicola Sturgeon will die Bürger Schottlands angesichts des bevorstehenden harten Brexits erneut über eine Abspaltung von Großbritannien abstimmen lassen. Die britische Premierministerin Theresa May hatte versprochen, auf die Interessen der Schotten, die in der EU bleiben wollen, Rücksicht zu nehmen. Doch dieses habe sie nicht gehalten, so der Vorwurf von Sturgeon. Für die Presse pokern in dem Streit beide Seiten zu hoch.

Das britische Unterhaus hat am Mittwoch dem Brexit-Gesetz der Regierung in letzter Lesung ohne Änderungen zugestimmt. Obwohl die meisten Parlamentarier den Brexit ablehnen, stimmten 494 für und nur 122 gegen das Gesetz. Für die einen ist das eine gravierende Fehlentscheidung, für die anderen die logische Konsequenz aus dem Referendum.

Labour-Chef Jeremy Corbyn verlangt von seiner Fraktion, dem EU-Austrittsgesetz der May-Regierung im Parlament zuzustimmen. Mehrere Abgeordnete wollen jedoch den Fraktionszwang verweigern und gegen den Brexit stimmen. Zwei Mitglieder aus Corbyns Schattenkabinett traten bereits zurück. Auch die Presse streitet darüber, ob Labour als linke Partei dem Brexit zustimmen darf oder nicht.

Der Supreme Court, das oberste britische Gericht, hat entschieden, dass die Regierung den Brexit nicht ohne Befragung des Parlaments einleiten darf. Damit bestätigte es das Urteil des Londoner High Court vom November. Die Presse überlegt, ob der Brexit dadurch milder ausfallen könnte, als von Premierministerin May vorgesehen, oder ob die Abgeordneten ihn gar noch stoppen könnten.

Großbritannien soll laut Theresa May nach dem Brexit nicht mehr am gemeinsamen Binnenmarkt teilnehmen. Außerdem versprach die Premierministerin, dass ihr Land die Einwanderung aus der EU kontrollieren und nicht mehr der EuGH-Rechtsprechung unterliegen werde. Kolumnisten dämpfen die Euphorie, andere Mitgliedstaaten könnten vom Brexit profitieren.

Mit scharfer Kritik an seiner Regierung hat sich der ständige Vertreter Großbritanniens bei der EU, Sir Ivan Rogers, aus seinem Amt verabschiedet. In einer Mail an seine Mitarbeiter warf er London mangelnde Verhandlungsexpertise vor. Offiziell war er zurückgetreten, damit sein Nachfolger noch vor den Austrittsverhandlungen ins Amt eingeführt werden kann. Für Beobachter offenbart der Rücktritt des Diplomaten die vielen Schwächen des Brexit-Lagers.

Laut EU-Unterhändler Michel Barnier soll der Brexit bis Oktober 2018 vollzogen sein. Er sagte am Dienstag in Brüssel, dass die EU nur 18 Monate Zeit habe für die Verhandlungen, wenn Großbritannien das Austrittsgesuch im kommenden März stellt. Kommentatoren sehen Brüssel am längeren Hebel sitzen und glauben nicht, dass London die Bedingungen für den Brexit diktieren kann.

In Großbritannien verhandelt seit Montag das Oberste Gericht über das Mitspracherecht des Parlaments beim geplanten EU-Austritt. Der vorsitzende Richter betonte zum Auftakt der viertägigen Anhörung, es gehe nur um das Recht und nicht um politische Fragen. Das stimmt nicht, widersprechen einige Kommentatoren. Andere sind sich sicher, dass auch das Parlament den Brexit nicht verhindern würde.

Der britische Finanzminister Philip Hammond hat am Mittwoch in seinem ersten Haushaltsentwurf Steuererleichterungen und mehr staatliche Investitionen angekündigt. In Folge des Brexit seien ein niedrigeres Wachstum und eine höhere Inflation zu erwarten. Der besonnene Auftritt Hammonds steht ganz im Gegensatz zur widersprüchlichen Brexit-Politik von Regierungschefin May, analysieren Kommentatoren.

Premierministerin May hat die Parlamentarier davor gewarnt, sich gegen das Brexit-Votum der Briten zu stellen. Ein Londoner Gericht hatte vergangene Woche geurteilt, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU nicht ohne Zustimmung des Parlaments eingeleitet werden darf. Einige Kommentatoren finden, dass das Parlament beim Brexit nichts mitzureden hat. Andere freuen sich, dass die Abgeordneten nun Stellung beziehen müssen.

Das britische Finanzministerium warnt in einem geleakten Dokument vor volkswirtschaftlichen Schäden in Milliardenhöhe durch einen harten Brexit. Dennoch hat Premierministerin Theresa May in der vergangenen Woche einen schroffen Bruch mit der EU angekündigt. Kommentatoren diskutieren dessen Folgen und halten einen Kurswechsel Großbritanniens für möglich.

Theresa May hat auf dem Parteitag der Tories in Birmingham mehr soziale Gerechtigkeit versprochen. Innenministerin Amber Rudd kündigte an, die Zahl der Arbeitsmigranten beschränken zu wollen. Der harte Brexit wird weitreichende Veränderungen für ganz Europa bringen, fürchten Beobachter.

Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat am Sonntag einen groben Plan für die EU-Austrittsverhandlungen dargelegt. Dabei deutete sie einen "harten" Brexit an, der das Land den Zugang zum europäischen Binnenmarkt kosten könnte. Das würde gerade diejenigen schwer treffen, die für den EU-Austritt gestimmt haben, bemerken Kommentatoren und fordern in Sachen Brexit mehr Klartext.

Nach monatelangen Grabenkämpfen ist Jeremy Corbyn als Chef der Labour-Partei bestätigt worden. 61,8 Prozent der Parteimitglieder stimmten für Corbyn, der auch deshalb unter Druck geraten war, weil er nicht für einen Verbleib Großbritanniens in der EU geworben hatte. Kommentatoren glauben, dass Labour nun für lange Zeit geschwächt bleiben wird.

Bis zum EU-Austritt Großbritanniens könnte es noch mehr als drei Jahre dauern. Davon gehen Vertreter aus Politik und Wirtschaft im Vereinigten Königreich laut Medienberichten aus. Dass sich der Abschied Londons so lange hinzieht, ist nach Ansicht von Kommentatoren kontraproduktiv.

Zur Bekämpfung einer Rezession infolge des Brexit-Votums hat die britische Notenbank den Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Zudem wird sie verstärkt Staatsanleihen und neuerdings auch Unternehmensanleihen kaufen. Die Geldschwemme verschafft dem Land eine Atempause, doch muss bald klar sein, welchen politischen Kurs Großbritannien einschlagen will, analysieren Kommentatoren.

Boris Johnson ist am Montag erstmals in seinem neuen Amt als britischer Außenminister nach Brüssel gereist. Der streitbare Brexit-Befürworter betonte dort den Willen Londons zur weiteren Zusammenarbeit mit der EU. Einige Kommentatoren zeigen sich erfreut über seine neue Zurückhaltung, andere trauen ihm dagegen noch nicht über den Weg.

Großbritanniens neue Premierministerin Theresa May hat in ihrer Antrittsrede versprochen, ihr Land gerechter und erfolgreicher zu machen. Außerhalb der EU solle es eine "kühne, neue, positive Rolle" spielen. Europas Kommentatoren überlegen, wie May das Vereinigte Königreich aus der Union führen kann.

Innenministerin Theresa May und Energie-Staatssekretärin Andrea Leadsom stehen im Finale um die Nachfolge von Tory-Parteichef und Premier Cameron. Die Entscheidung zwischen beiden trifft die Parteibasis in einer Wahl am 9. September. Wer sind die beiden Frauen, die nach dem Brexit-Votum an die Macht streben?

Zwei Wochen nach dem Brexit-Referendum gibt es erste Anzeichen für eine neue Finanzkrise in Großbritannien und der EU: Das britische Pfund verliert an Wert, Investoren ziehen sich aus britischen Immobilienfonds zurück, Bankenaktien auf dem Kontinent verlieren an Wert. Kommentatoren schlagen Alarm und fordern Maßnahmen, die einen Schock wie 2008 verhindern.

Um Firmen nach dem Brexit-Votum in Großbritannien zu halten, will der britische Finanzminister Osborne die Körperschaftssteuer von derzeit 20 auf unter 15 Prozent senken. Das wäre der niedrigste Körperschaftssteuersatz aller großer Volkswirtschaften. Können die negativen Folgen des Brexit so verhindert werden?

Ukip-Chef Nigel Farage hat am Montag seinen Rücktritt vom Parteivorsitz angekündigt. Damit wirft nach Boris Johnson die zweite Gallionsfigur der britischen EU-Gegner das Handtuch. Farage entzieht sich seiner Verantwortung, kritisieren einige Kommentatoren. Der EU-Parlamentarier verhindert weiteres Chaos, loben andere.

Müssen EU-Migranten jetzt die Insel verlassen? Bricht das Vereinigte Königreich wirtschaftlich zusammen? Und wie wirkt sich der Brexit auf die transatlantischen Beziehungen aus? Nach dem Votum der britischen Bürger haben Europas Kommentatoren viele Fragen zu klären.

In Großbritannien zweifeln viele das Ergebnis des Brexit-Referendums an. In einer Petition fordern mehr als drei Millionen Menschen eine zweite Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft. Die Alten haben mit ihrem Votum den Jungen die Zukunft verbaut, meinen einige Kommentatoren. Andere kritisieren, dass die Brexit-Wähler als zweitklassig dargestellt werden.

Nach dem Brexit-Votum der Briten ist unklar, wann offizielle Austrittsverhandlungen beginnen und in welchem Verhältnis Großbritannien und die EU künftig stehen werden. Kommentatoren präsentieren Ideen für eine Neuordnung Europas.

EU-weit reiben sich Euroskeptiker und Nationalisten die Hände nach dem Brexit-Referendum: auch sie wünschen sich Volksabstimmungen über die Mitgliedschaft ihrer Länder. Kommentatoren befürchten eine Austrittswelle und fordern von den Regierungen Maßnahmen, um diese zu verhindern.

Erstmals hat sich ein Land für den Austritt aus der EU entschieden. Die Briten stimmten im Referendum mit knapp 51,9 Prozent für den Brexit, 48,1 Prozent stimmten dagegen. Premier Cameron kündigte seinen Rücktritt an. Ist das nur ein Denkzettel für die Union oder wird damit ihr Ende eingeläutet?

46,5 Millionen registrierte britische Wähler entscheiden heute darüber, ob ihr Land in der EU bleibt oder austritt. Die Wahllokale schließen um 22 Uhr Ortszeit, mit dem Ergebnis wird erst Freitagmorgen gerechnet. Brexit oder Bremain - während einige Kommentatoren diese Frage spürbar nervös macht, mahnen andere zu Gelassenheit.

Barack Obama hat die Briten deutlich vor einem EU-Austritt gewarnt. Zu Besuch in London drohte er, dass es in diesem Fall kein schnelles bilaterales Handelsabkommen zwischen Großbritannien und den USA geben würde. Einige Kommentatoren kritisieren diese Einmischung scharf, andere hoffen, dass die Briten auf den US-Präsidenten hören.

Zwei Monate vor dem Referendum warnt nach Barack Obama auch die OECD vor einem Brexit. Ihr zufolge müssten die Briten mit großen finanziellen Belastungen rechnen. Kommentatoren nehmen die britische Kampagne unter die Lupe und vermissen dabei eine ernsthafte Debatte über die Zukunft Europas.

Die Briten sollen am 23. Juni über den Verbleib in der EU abstimmen. Großbritannien und die EU-Partner einigten sich zuvor auf Kompromisse zu Londons Reformforderungen. Kann die Europa-kritische Stimmung auf der Insel eingedämmt werden?

Londons Bürgermeister Boris Johnson hat angekündigt, sich für den Austritt Großbritanniens aus der EU stark zu machen. Damit will er vor allem seine Chance auf das Premiersamt verbessern, unterstellen ihm Kommentatoren. Andere fürchten, dass ein Brexit durch die Entscheidung des beliebten Politikers wahrscheinlicher wird.

Der EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel gerät zum Showdown in der Brexit-Frage. Wird es Premier Cameron gelingen, mit ausreichenden Zugeständnissen der EU-Partner nach London zurückzukehren und seine Landsleute vom Verbleib in der Union zu überzeugen?

Großbritannien und alle anderen EU-Mitgliedstaaten sollen das Recht erhalten, Unionsbürgern bis zu vier Jahre Sozialleistungen zu verweigern. Die britische Regierung nahm diesen und weitere Vorschläge von Ratspräsident Tusk weitgehend positiv auf. Doch können sie einen Brexit verhindern?