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  Deutschland wählt

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Bei der Bundestagswahl am 26. September entscheiden die deutschen Wähler auch über die Nachfolge von Angela Merkel. Die SPD - bislang Juniorpartner der Großen Koalition - liegt laut INSA-Umfrage mit 26 Prozent vor CDU/CSU (20,5 Prozent) und den Grünen (15 Prozent). Was die unterschiedlichen Regierungsbündnisse für die EU und insbesondere Brüssels Finanzpolitik bedeuten, beschäftigt europaweit die Presse.

Noch zweieinhalb Wochen sind es bis zu den Bundestagswahlen. In Umfragen hat die SPD ihren Vorsprung gegenüber der CDU/CSU weiter ausgebaut. Die Sozialdemokraten kommen aktuell auf 25 Prozent, die Union nur noch auf 19. Die Grünen erhielten 17 Prozent Zustimmung. Europas Presse ist skeptisch, dass die Union das Ruder noch rumreißen kann und diskutiert, wie es nach der Wahl wohl weiter geht.

Vier Wochen vor der Bundestagswahl haben sich die aussichtsreichsten Kanzlerkandidaten - Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Die Grünen) - in einer Fernsehdebatte zu den wichtigsten Wahlkampfthemen geäußert. Wie mutig ihre Aussagen zur Klimapolitik waren, bewerten die Kommentatoren unterschiedlich.

Im bevölkerungsreichsten und wirtschaftsstärksten EU-Mitgliedsstaat Deutschland wird in genau einem Monat, am 26. September, gewählt. Angela Merkel gibt nicht nur ihr Amt als Bundeskanzlerin ab, sondern hinterlässt auch eine Lücke in der internationalen Politik. In den übrigen EU-Staaten werden daher besorgte Stimmen laut.

Vorletztes Wochenende zogen CDU/CSU und SPD in den Umfragen erstmals seit 2017 wieder gleich. Nun setzt sich der Abwärtstrend für die Union knapp vier Wochen vor der Wahl sogar fort. Die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz kommt auf bis zu 25 Prozent, CDU/CSU erreichen teils nur 21 Prozent, die Grünen bis zu 18 Prozent. Europas Presse spekuliert, was die Folgen eines SPD-Wahlsiegs wären.

Die Bundestagswahl im Herbst rückt näher - und damit nach fast 16 Jahren Merkel auch ein neues Gesicht im Kanzleramt. Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock entlocken Europas Presse eher wenig Begeisterung - aber immerhin unterschiedliche Auffassungen darüber, ob trotzdem Aufbruchstimmung angebracht ist.

Die öffentliche Aufmerksamkeit im Kampf um das deutsche Kanzleramt drehte sich bis vergangene Woche vor allem um die Person der Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock. Dann kam die Flutkatastrophe und CDU-Kandidat Laschet fiel damit auf, dass er auf einer Gedenkveranstaltung für die Opfer lachte. Ob die Karten für die Bundestagswahl in zwei Monaten nun völlig neu gemischt werden, ist unter Kommentatoren allerdings umstritten.