Fifa-Chef Gianni Infantino hat seine umstrittenen Pläne zum Verkauf von WM-Anteilen an private Investoren aufgegeben. Der Vorschlag werde nicht weiter verfolgt, erklärte der Fußball-Weltverbandschef. Die Kritik am Vorgehen Infantinos reißt jedoch nicht ab, Spaniens Liga-Chef Javier Tebas forderte seinen Rücktritt. Kommentatoren debattieren über die Zukunft des Fifa-Chefs und die seines Verbandes.
Das tschechische Außenministerium hat eine Journalistin der Tageszeitung Deník N von einer Pressekonferenz ausgeschlossen, obwohl sie ihre Akkreditierung laut Zeitung rechtzeitig und ordnungsgemäß beantragt hatte. Der Journalistenverband erwägt im Gegenzug, Pressekonferenzen notfalls künftig zu boykottieren. Kommentatoren fragen sich, ob es sich um einen repressiven Trend handelt und wie man reagieren sollte.
Die Atomstromproduktion ist in mehreren europäischen Ländern wegen niedriger Pegelstände von Flüssen und deshalb fehlenden Kühlwassers gedrosselt oder eingestellt worden. In Rumänien sind zwei Reaktoren des einzigen im Land existierenden Kernkraftwerks Cernavoda außer Betrieb. Rumänien muss sich jetzt Strom aus anderen Ländern besorgen. Das ungarische Kraftwerk Paks wurde schrittweise heruntergefahren und liefert nun keinen Strom mehr.
Ein mutmaßlich russischer Marschflugkörper ist während schwerer Luftangriffe Russlands auf die Ukraine in den polnischen Luftraum eingedrungen und auf einem Feld im Osten des Landes eingeschlagen. Polens Regierungschef Donald Tusk erklärte, es handele sich um einen "sehr ernsten Vorfall", aber es gebe keinen Grund anzunehmen, dass Polen das Ziel gewesen sei. Kommentatoren fragen sich, wie groß die Bedrohung ist.
Die Fifa plant den Verkauf von Weltmeisterschafts-Anteilen in Höhe von rund 20 Prozent an private Investoren. Medienberichten zufolge will der Chef des Fußball-Weltverbandes Gianni Infantino zu diesem Zweck ein Tochterunternehmen gründen und Milliardengewinne einstreichen. Die Fifa bestätigte eine Prüfung solcher Vorschläge. Die Uefa kritisierte eine unverantwortliche Grenzüberschreitung und drohte mit Boykott. Kommentatoren zeigen viel Empörung, teilweise wird aber auch Verständnis laut.
UN-Generalsekretär António Guterres hat einen neuen Anlauf zur Beilegung des Zypernkonflikts in die Wege geleitet. Er habe dazu bereits die Zustimmung von Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis und von Tufan Erhürman, dem Präsidenten der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern erhalten, sagte Guterres bei einem Besuch auf der Insel. Außerdem sollen die Garantiemächte Griechenland, Türkei und Großbritannien an den Gesprächen teilnehmen.
Die Kampfhandlungen in der Golf-Region haben sich wieder verschärft. Das US-Militär griff gemeinsam mit Saudi-Arabien Stellungen pro-iranischer Milizen im Irak an. Von dort aus seien in den Tagen zuvor auf Anweisungen aus Teheran Drohnenangriffe gestartet worden, so Washington. Die USA griffen auch wieder Ziele im Iran selbst an. Der Iran schoss erneut auf US-Stützpunkte in der Region.
Am 29. August stimmt Island per Referendum darüber ab, ob die Verhandlungen über einen EU-Beitritt wieder aufgenommen werden sollen. Diese waren ursprünglich 2009 eingeleitet worden. Nach einem Regierungswechsel im Jahr 2013 legte Reykjavík die Beitrittsgespräche allerdings wieder auf Eis. Der neue Anlauf interessiert die europäische Presse.
In Breslau ist ein ukrainisches Paar am Sonntag von drei Männern zusammengeschlagen worden. Die Polizei hat bisher zwei Tatverdächtige inhaftiert. Noch vor einigen Jahren sei die Welt beeindruckt gewesen, wie solidarisch sich die Polen gegenüber Flüchtlingen aus der Ukraine verhielten, sagte Premierminister Donald Tusk: "Das alles wird gerade zerstört." Medien aus beiden Ländern beleuchten das Kippen der Stimmungslage in Polen.
Während sich in Frankreich und Spanien erste Erfolge bei der Bekämpfung der massiven Waldbrände abzeichnen, wächst gleichzeitig die Sorge vor einer erneuten Verschärfung der Lage angesichts einer weiteren bevorstehenden Hitzewelle. Es sei die schwerste Situation durch Brände in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg, erklärte Staatspräsident Emmanuel Macron. Auch Kommentatoren zeigen sich beunruhigt und diskutieren nötige Maßnahmen.
Bei einem internen Test neuer KI-Modelle des Unternehmens OpenAI vergangene Woche hat sich die Software nach Angaben der Firma eigenständig in die Systeme einer anderen KI-Firma gehackt. Die KI-Modelle hätten es geschafft, aus der isolierten Testumgebung auszubrechen und sich Zugang zum Internet zu verschaffen. Besorgt blicken Kommentatoren auf das Geschehen und fordern Konsequenzen.
Die österreichische Regierung will den Wehrdienst von sechs auf neun Monate verlängern. Die 6+3-Regelung soll die Einsatzbereitschaft des Bundesheeres erhöhen und Soldaten besser auf Krisen- und Verteidigungsaufgaben vorbereiten. Um den Wehrdienst attraktiver zu machen, sollen außerdem Urlaubstage eingeführt werden, und die Vergütung soll auf 1.000 Euro monatlich steigen. Die Presse ist mehr als skeptisch.











