Die polnische Oppositionspartei PiS ist nach einem monatelangen Macht- und Richtungsstreit zwischen Parteichef Jarosław Kaczyński und Ex-Ministerpräsident Mateusz Morawiecki zerbrochen. Auslöser war ein Loyalitätsultimatum der Parteiführung, das der liberalkonservative Morawiecki und seine Unterstützer ablehnten. Daraufhin verließen mehr als 30 Abgeordnete die Partei. Hintergrund sind unterschiedliche Vorstellungen über den künftigen Kurs der PiS vor der Parlamentswahl 2027.
Die USA und Saudi-Arabien haben ein Abkommen zum Aufbau eines zivilen Atomprogramms geschlossen. Es soll die Grundlage für eine Partnerschaft bilden, in der die USA Nukleartechnologie im Wert von mehreren Milliarden Dollar nach Riad exportieren. US-Energieminister Chris Wright sagte, dass die Vereinbarung auch beinhalte, dass keine Atomwaffen verbreitet würden. Kommentatoren warnen, dass sich die Saudis nicht auf die zivile Nutzung beschränken dürften.
Die EU hat gegen Google ein Bußgeld von 890 Millionen Euro wegen unfairer Geschäftspraktiken verhängt. Moniert wurde, dass der US-Konzern als marktbeherrschende Plattform mit seiner Suchmaschine und seinem App-Anbieter Google Play gegen Wettbewerbsregeln verstoße und Konkurrenz benachteilige. Kommentatoren reflektieren über Marktmacht und Missbrauch.
Die durch ein Gerichtsurteil ausgelöste Krise der führenden Oppositionspartei CHP verschärft sich: Ex-Vorsitzender Özgür Özel hat angekündigt, die Partei zu verlassen und eine neue zu gründen. Als treibende Kraft dahinter gilt der inhaftierte Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu, Erdoğans stärkster Herausforderer. Der aktuelle Parteichef Kemal Kılıçdaroğlu appelliert dagegen, die 1923 gegründete Partei nicht zu spalten.
Die EU-Kommission hat nach zähen Verhandlungen ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Der russische Finanzsektor soll noch stärker eingeschränkt werden und der "Preisdeckel" für Rohölexporte bleibt bei niedrigen 44 Dollar pro Barrel. Die Positionen einzelner Länder verhinderten jedoch auch zahlreiche Sanktionsvorschläge, etwa gegen Fischimporte, Flüssiggastransporte oder bei Einreiseregelungen.
Im Schwarzen Meer häufen sich in den letzten Tagen gegenseitige Angriffe Russlands und der Ukraine auf zivile Frachtschiffe. Nachdem ein Tanker mit 3800 Tonnen Flüssiggas mit Kurs auf den ukrainischen Donauhafen Reni nur 20 Seemeilen vor der rumänischen Küste in Brand geschossen wurde, erörtern die Landesmedien, wie in den eigenen Gewässern für Sicherheit gesorgt werden kann – zumal Rumänien dort Erdgas fördern möchte.
Der Grenzübergang nach Russland im estnischen Narva darf nur noch tagsüber von 7 bis 19 Uhr und von Fußgängern benutzt werden. Eine lange Warteschlange unter freiem Himmel ist die Folge – und wird von Einheimischen genutzt, um dort Warteplätze zu verkaufen. Da es dabei auch zu Auseinandersetzungen kommt, debattiert die Landespresse, was zu tun ist.
Nach tagelangen Protesten in der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Zum neuen Oberbefehlshaber der Streitkräfte wurde General Mychajlo Drapatyj ernannt. Die Proteste waren entflammt, nachdem Selenskyj den beliebten Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow entlassen hatte.
Nach der Absetzung von Staatspräsident Tamás Sulyok hat die von Premier Péter Magyar als Nachfolgerin bevorzugte weltberühmte Schachspielerin Judit Polgár eine Nominierung abgelehnt. Sie fühle sich nicht stark genug, die historische Verantwortung zu übernehmen, eine gespaltene Nation zu einen, erklärte Polgár. Kommentatoren debattieren Gründe für die Absage und ob Magyar sein Vorgehen hinterfragen sollte.
Großbritanniens neuer Premier Andy Burnham hat in seiner Antrittsrede vor dem Regierungssitz in London am Montag angekündigt, das politische und wirtschaftliche System grundlegend zu verändern. Burnham will unter anderem das Land dezentralisieren, die Lebenshaltungskosten senken, die Wirtschaft ankurbeln und die Sozialsysteme entlasten. Die Presse äußert Hoffnung und Skepsis.











