Frankreich wählt

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Frankreichs Ex-Premierminister Manuel Valls hat angekündigt, bei der Präsidentschaftswahl für den parteilosen Kandidaten Emmanuel Macron zu stimmen. Damit wolle er einen Sieg Marine Le Pens verhindern. Dass sich Valls damit vom Kandidaten seiner eigenen Partei, dem Sozialisten Benoît Hamon, abwendet, bringt einige Kommentatoren auf die Palme. Andere glauben, dass Valls das einzig Richtige tut.

Russlands Präsident Putin hat Front-National-Chefin Marine Le Pen knapp einen Monat vor der Wahl in Frankreich in Moskau empfangen. Es war das erste persönliche Treffen des Staatsoberhaupts und der französischen Präsidentschaftskandidatin. Kommentatoren diskutieren, welche Strategie Putin damit verfolgt.

Rund vier Wochen vor der französischen Präsidentschaftswahl führt der parteiunabhängige Emmanuel Macron in fast allen Umfragen vor der Chefin des Front National, Marine Le Pen. Die Altparteien der Sozialisten und Konservativen, die Frankreich seit dem Beginn der 5. Republik regiert haben, sind hingegen weit abgeschlagen. Doch das Rennen ist nach Ansicht der Kommentatoren noch längst nicht gelaufen.

In der ersten von drei Fernsehdebatten haben sich die fünf aussichtsreichsten Kandidaten für die Präsidentschaftswahl in Frankreich einen Schlagabtausch geliefert. François Fillon, Emmanuel Macron, Jean-Luc Mélenchon, Marine Le Pen und Benoît Hamon stellten in der dreistündigen Sendung ihre Vorstellungen von Wirtschafts-, Außen- und Sozialpolitik vor. Welchen Eindruck hinterlässt der Auftritt bei der Presse?

Zwei Kandidaten für die Präsidentschaftswahl, Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon, wollen Frankreich im Fall ihres Wahlsiegs aus der Eurozone führen. Das Vorhaben von Rechts- und Linksaußen stößt bei Kommentatoren auf herbe Kritik.

Mit einem Treffen in Paris haben Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron und François Bayrou ihr Bündnis für die Wahlen im Frühjahr besiegelt. Bayrou, Vorsitzender der Zentrumspartei MoDem hatte angeboten, auf eine eigene Kandidatur zu verzichten, um Macrons Chancen zu erhöhen und einen Sieg Marine Le Pens zu verhindern. Kommentatoren zufolge könnte dieser Plan aufgehen, dabei allerdings ungünstige Auswirkungen auf Frankreichs Politik haben.

Emmanuel Macron liegt in den Umfragen mit 26 Prozent erstmals vor Marine Le Pen. Damit würde der Kandidat der Bewegung En Marche! als Spitzenreiter in die zweite Runde der französischen Präsidentschaftswahl gegen die Front-National-Chefin gehen. Ist Macron nur ein Schwätzer oder kann er tatsächlich den Aufschwung der Rechten stoppen?

Frankreichs sozialistischer Präsidentschaftskandidat Benoît Hamon will, dass alle weniger arbeiten und fordert eine Ökonomie, die nicht auf Wachstum setzt. Sein größtes Projekt ist ein Grundeinkommen, das allen erwachsenen Franzosen 750 Euro im Monat garantieren soll. Französische Medien diskutieren, ob diese Politik umsetzbar ist.

Marine Le Pen hat sich zum Auftakt ihres Präsidentschaftswahlkampfs für einen EU-Austritt und eine strikte Begrenzung der Einwanderung ausgesprochen. In Umfragen kommt die Kandidatin des rechtsextremen Front National derzeit auf 25 Prozent und liegt damit weiter vorne. Rückenwind verschafft ihr auch die sich ausweitende Affäre um François Fillon. Kommentatoren sehen in Le Pens Höhenflug eine Gefahr für den Zusammenhalt Europas.

Die Erfolgswelle des konservativen französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon wird jäh durch Enthüllungen unterbrochen: Penelope Fillon soll als Parlamentsmitarbeiterin ihres Mannes jahrelang nur scheinbeschäftigt gewesen sein und dafür fast eine Million Euro erhalten haben. Die Umfragewerte des bisherigen Favoriten brachen ein. Beobachter fürchten, dass Marine Le Pen davon profitieren könnte.

Frankreichs Sozialisten haben Benoît Hamon zum Präsidentschaftskandidaten gekürt. Der Ex-Bildungsminister setzte sich am Sonntag in der Stichwahl gegen Ex-Premier Manuel Valls durch. Entgegen ihres ursprünglichen Ziels hat die Vorwahl Frankreichs Linke keineswegs zusammengeschweißt, stellen Kommentatoren fest und einige sehnen sich nach einer gesamteuropäischen linken Bewegung.

Laut aktuellen Umfragen würde Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron die Vorsitzende des Front National, Marine Le Pen, in der Stichwahl um das Präsidentenamt besiegen. Der konservative Kandidat Fillon kommt nach den Enthüllungen um ihn nur noch auf den dritten Platz im ersten Wahlgang - und damit nicht bis zur Stichwahl. Kommentatoren prüfen das Wahlprogramm des Favoriten kritisch.

François Hollande wird nicht zur französischen Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr antreten. Der amtierende Präsident räumte ein, dass eine erneute Kandidatur ein Risiko für seine Partei bedeuten könnte. Kommentatoren sehen in Hollandes Entscheidung ein mögliches Signal gegen Populismus und haben bereits einen klaren Favoriten im Kreis der Sozialisten.

Nach seinem klaren Sieg in der Vorwahl der französischen Konservativen zieht François Fillon in den Präsidentschaftswahlkampf im kommenden Jahr. Der Ex-Premier gilt als wertkonservativer und wirtschaftsliberaler Hardliner. Kommentatoren debattieren seine Chancen gegen Front-National-Chefin Le Pen in einer möglichen Stichwahl.

Via Twitter hat Marine Le Pen als eine der ersten Donald Trump gratuliert. Sie sieht sich – wie andere rechtsextreme Politiker in Europa – nach dessen Wahlsieg im Aufwind. Steigen ihre Chancen, die Präsidentschaftswahlen in Frankreich zu gewinnen? Oder kann sie Trump nur bedingt nacheifern?

Die Franzosen bestimmen den konservativen Präsidentschaftskandidaten Ende November in einer Vorwahl. Dabei treten auch Ex-Premier Alain Juppé und Altpräsident Nicolas Sarkozy gegeneinander an. Die Sozialisten planen eine Abstimmung im Januar 2017. Die Vorwahlen werden die politischen Gräben vertiefen, meinen einige Kommentatoren. Für andere ist ein solcher Vorentscheid unumgänglich.

Frankreich steuert auf die Präsidentschaftswahl im April und Mai 2017 zu. Der amtierende Staatschef François Hollande leidet ein halbes Jahr vor dem Urnengang unter miserablen Umfragewerten. Nur noch vier Prozent der Franzosen sind mit seiner Arbeit zufrieden. Kommentatoren rechnen angesichts dessen mit einer ungewöhnlichen Entscheidung vieler Sozialisten.