Das europäische Kampfjetprojekt FCAS ist gescheitert. Wie die deutsche und die französische Regierung am Montag mitteilten, wird die Entwicklung des gemeinsamen Kampfflugzeuges gestoppt. Der Jet sollte im Zentrum des Future Combat Air Systems stehen, einem Schlüsselprojekt der europäischen Rüstungskooperation. Die beteiligten Konzerne Airbus und Dassault konnten sich nicht darauf einigen, wer die Führungsrolle dabei innehat.

Chinas Staatschef Xi Jinping hat Nordkorea einen zweitägigen Besuch abgestattet. Egal, wie sich die internationale Lage ändere, werde China an der traditionellen Freundschaft mit Nordkorea festhalten, erklärte Xi bei einem Treffen mit Kim Jong-un in Pjöngjang. Kommentatoren beleuchten das Beziehungsgeflecht der beiden Länder.

Bei der Parlamentswahl in Armenien hat sich die Regierungspartei mit knapp 50 Prozent der Stimmen und einer absoluten Mehrheit der Sitze durchgesetzt. Der seit 2018 regierende Premier Nikol Paschinjan sieht darin ein klares Mandat für eine Fortsetzung der Annäherung seines Landes an den Westen. Die übrigen ins Parlament einziehenden Oppositionsparteien stehen für einen eher prorussischen Kurs. Diese Spaltung beschäftigt auch Europas Presse.

Der ungarische Premier Péter Magyar ist seit einem Monat im Amt, hat seitdem zahlreiche offizielle Auslandsbesuche absolviert und neue außenpolitische Akzente gesetzt. Er besuchte unter anderem die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz sowie den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Kommentatoren sehen Fortschritte und Hürden.

Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau können beginnen. Der Weg dafür wurde frei, nachdem die neue Regierung in Budapest die jahrelange ungarische Blockade aufgegeben hatte. Auch für die Länder des Westbalkans soll Schwung in die Verhandlungen kommen, wie Bundeskanzler Merz und der französische Präsident Macron bei einem Gipfel in Montenegro forderten. Europas Presse schaut auf einen zähen Prozess.

In London haben die Staats- und Regierungschefs von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und der Ukraine den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung forderten Keir Starmer, Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj eine "aktive" Beteiligung Europas und der USA an Friedensgesprächen.

In Albanien gibt es seit Anfang Juni massive, mitunter auch gewalttätige Proteste gegen Pläne zum Bau eines riesigen Luxus-Tourismus-Resorts an der Küste. Es soll in Schutzgebieten an der Lagune von Narta und auf der vorgelagerten Insel Sazan entstehen. Beteiligt an dem Projekt ist Trump-Schwiegersohn Jared Kushner. Die Regierung verweist darauf, dass das Vorhaben noch nicht genehmigt sei.

Papst Leo XIV. hält sich seit Samstag zu einem einwöchigen Besuch in Spanien auf. Über eine Million Menschen besuchten seine am Sonntag abgehaltene Fronleichnamsmesse in Madrid, in der er dazu aufrief, sich für Nächstenliebe und Gerechtigkeit einzusetzen. Kommentatoren der Landespresse debattieren, welche Rolle die Kirche und ihr Oberhaupt heute noch spielen können.

Deutschland ist mit seiner Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027 und 2028 gescheitert. Bei der geheimen Abstimmung in der Generalversammlung fanden hingegen Portugal mit 134 und Österreich mit 131 Stimmen die nötigen Zwei-Drittel-Mehrheiten. Für die wie üblich alle acht Jahre eingereichte deutsche Bewerbung votierten nur 104 Staaten. Die Medien analysieren mögliche Gründe.

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat Russlands Staatschef Putin vorgeschlagen, den Krieg durch direkten Austausch zu beenden. Ein Treffen solle jedoch weder in Kyjiw noch in Moskau, sondern beispielsweise in der Schweiz stattfinden, hieß in einem online veröffentlichten Brief. Präsident Putin erklärte sich zu einer Vereinbarung auf Grundlage seiner Gespräche mit US-Präsident Trump in Alaska bereit.

Die französisch-iranische Künstlerin Marjane Satrapi ist im Alter von 56 Jahren in Paris gestorben. Mit ihrer autobiografischen Graphic Novel Persepolis wurde sie weltberühmt. 2025 sollte sie in die französische Ehrenlegion aufgenommen werden, lehnte dies jedoch ab. Satrapi kritisierte vor allem, dass Frankreich Visa-Bewerbungen von jungen iranischen Dissidenten und Künstlern abgelehnt habe. Die Presse würdigt die Künstlerin und ihr Werk.

Die in Tschechien mitregierende extrem rechte Bewegung für Freiheit und direkte Demokratie (SPD) von Parlamentspräsident Tomio Okamura ist von einem Prager Gericht wegen volksverhetzender Wahlplakate zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die Plakate hätten Hass gegen Flüchtlinge geschürt, urteilte die Richterin. Kommentatoren diskutieren das Für und Wider des Urteils.

Mehr Debatten