Im Juli 2025 hat in der Türkei nach einem über 40 Jahre dauernden Bürgerkrieg die PKK symbolisch die Waffen niedergelegt. Nun soll die Aussöhnung mit den Kurden auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden: Ein Rahmengesetz für den Friedensprozess wurde angekündigt, es soll Entwaffnung, Rückkehr und Wiedereingliederung regeln. Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş rief zu türkisch-kurdischer Brüderlichkeit auf.
Der Christopher Street Day in Berlin ist am Samstagabend wegen eines Anschlags vorzeitig abgebrochen worden. Ein Lieferwagenfahrer war am Rande des CSD-Festivals in eine Menschenmenge gerast und hatte anschließend mit einer Stichwaffe Passanten angegriffen. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche 21-jährige Täter war als Islamist bekannt und wurde am Sonntag bei einem Polizeieinsatz erschossen.
Ungarns Ex-Premier Viktor Orbán hat vor Anhängern im rumänischen Kurort Băile Tuşnad zum "Widerstand" gegen die Regierung seines Nachfolgers Péter Magyar aufgerufen. Gut 7.000 Menschen verfolgten seine Grundsatzrede beim alljährlichen Sommercamp in Siebenbürgen, bei der er seinen Anhängern bekräftigte, dass er auf die politische Bühne zurückkehren werde. Es war Orbáns erster Großauftritt nach der Wahlniederlage vom April.
Der Fleischwarenhersteller Rannarootsi hat mit einer Werbekampagne eine hitzige Debatte entfacht. Auf einem Foto grillen zwei Männer vor dem Hintergrund riesiger Rauchwolken. Der Slogan besagt "Der richtige Grill macht bittere Zwiebeln süß". In Estland ist das Wort Zwiebel eine umgangssprachliche Bezeichnung für Russen. Die Empörung in der russischsprachigen Community Estlands beschäftigt nun die Landespresse.
Eigentlich gilt Kasachstan als stiller Verbündeter Russlands. Doch nun hat der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew Kremlchef Wladimir Putin zu einem Stopp der Kämpfe in der Ukraine aufgefordert. Bei einem Gipfel in Omsk schlug er im Beisein Putins ein "Einfrieren" des Konflikts vor. Dabei sagte er auch, die Ursachen des für beide Parteien höchst verlustreichen Krieges seien nicht nachvollziehbar.
Die polnische Oppositionspartei PiS ist nach einem monatelangen Macht- und Richtungsstreit zwischen Parteichef Jarosław Kaczyński und Ex-Ministerpräsident Mateusz Morawiecki zerbrochen. Auslöser war ein Loyalitätsultimatum der Parteiführung, das der liberalkonservative Morawiecki und seine Unterstützer ablehnten. Daraufhin verließen mehr als 30 Abgeordnete die Partei. Hintergrund sind unterschiedliche Vorstellungen über den künftigen Kurs der PiS vor der Parlamentswahl 2027.
Die USA und Saudi-Arabien haben ein Abkommen zum Aufbau eines zivilen Atomprogramms geschlossen. Es soll die Grundlage für eine Partnerschaft bilden, in der die USA Nukleartechnologie im Wert von mehreren Milliarden Dollar nach Riad exportieren. US-Energieminister Chris Wright sagte, dass die Vereinbarung auch beinhalte, dass keine Atomwaffen verbreitet würden. Kommentatoren warnen, dass sich die Saudis nicht auf die zivile Nutzung beschränken dürften.
Die EU hat gegen Google ein Bußgeld von 890 Millionen Euro wegen unfairer Geschäftspraktiken verhängt. Moniert wurde, dass der US-Konzern als marktbeherrschende Plattform mit seiner Suchmaschine und seinem App-Anbieter Google Play gegen Wettbewerbsregeln verstoße und Konkurrenz benachteilige. Kommentatoren reflektieren über Marktmacht und Missbrauch.
Die durch ein Gerichtsurteil ausgelöste Krise der führenden Oppositionspartei CHP verschärft sich: Ex-Vorsitzender Özgür Özel hat angekündigt, die Partei zu verlassen und eine neue zu gründen. Als treibende Kraft dahinter gilt der inhaftierte Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu, Erdoğans stärkster Herausforderer. Der aktuelle Parteichef Kemal Kılıçdaroğlu appelliert dagegen, die 1923 gegründete Partei nicht zu spalten.
Die EU-Kommission hat nach zähen Verhandlungen ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Der russische Finanzsektor soll noch stärker eingeschränkt werden und der "Preisdeckel" für Rohölexporte bleibt bei niedrigen 44 Dollar pro Barrel. Die Positionen einzelner Länder verhinderten jedoch auch zahlreiche Sanktionsvorschläge, etwa gegen Fischimporte, Flüssiggastransporte oder bei Einreiseregelungen.
Im Schwarzen Meer häufen sich in den letzten Tagen gegenseitige Angriffe Russlands und der Ukraine auf zivile Frachtschiffe. Nachdem ein Tanker mit 3800 Tonnen Flüssiggas mit Kurs auf den ukrainischen Donauhafen Reni nur 20 Seemeilen vor der rumänischen Küste in Brand geschossen wurde, erörtern die Landesmedien, wie in den eigenen Gewässern für Sicherheit gesorgt werden kann – zumal Rumänien dort Erdgas fördern möchte.











