Zwischen den USA und Kanada ist der Handelskrieg wieder entbrannt. Nach gescheiterten Gesprächen traten am Samstag US-Zölle in Höhe von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Güter in Kraft. Betroffen sind unter anderem Eishockeyschläger, Möbel und Wein. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte Gegenzölle ab 8. September an – vorrangig auf Produkte der US-Stahl-und Molkereibranche.

Europa durchläuft demografische und gesellschaftliche Entwicklungen, die für Diskussionsstoff sorgen. Der Anteil der Seniorinnen und Senioren an der Gesamtbevölkerung wächst, während der der Erwerbsfähigen sinkt: eine Herausforderung für die Rentensysteme. Die Geburtenraten fallen, die Option, durch Einwanderung einen Ausgleich für die Sozialsysteme zu schaffen, ist umstritten.

In der Nacht auf Donnerstag gab es erneut heftige russische Angriffe mit Raketen und Drohnen auf den Großraum Kyjiw. 16 Menschen wurden getötet. Präsident Selenskyj mahnte seitens der westlichen Partner schnelle Hilfe bei der Luftabwehr an. Die Ukraine schickt ihrerseits Drohnenwellen nach Russland: Laut Moskaus Bürgermeister attackierten in der Nacht auf Dienstag gleich 620 Drohnen die russische Hauptstadtregion.

Ein rumänischer F16-Kampfjet hat eine mit Sprengstoff bestückte Seedrohne im Schwarzen Meer unschädlich gemacht. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums befand sich die Seedrohne in der Nähe einer Förderplattform im rumänischen Gasfeld Neptun Deep, auf der hunderte Menschen arbeiten. Rumäniens Präsident Nicusor Dan machte Russland für den Vorfall verantwortlich.

Nach Ablauf der zweimonatigen Verhandlungsfrist zwischen Iran und den USA ist keine Einigung in Sicht. Trump drohte Teheran nun mit einem Wirtschaftskrieg. Man wolle auch alle Länder bestrafen, die den Iran unterstützten. Besonders scharfe Worte richtete der US-Präsident an Oman, das man "in Grund und Boden bomben" werde, solle es der US-Strategie im Weg stehen. Teheran drohte seinerseits mit Angriffen auf US-Verbündete.

Die Forderung des ehemaligen ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow nach Wahlen in der Ukraine schlägt Wellen. Er hatte in einer Videobotschaft verlangt, einen legitimen, sicheren und realistischen Weg für Wahlen auch während des Krieges zu finden – ein Vorstoß, der bislang weitgehend als Tabu galt. Kommentatoren debattieren, was hinter dem Vorgehen des in der Bevölkerung beliebten Politikers stecken könnte.

Am 19. August 1991 riss ein von sowjetischen Hardlinern gebildetes "Staatskomitee für den Ausnahmezustand" (GKTSchP) in Moskau die Macht an sich. Der Putsch gegen den reformorientierten Staatspräsidenten Michail Gorbatschow scheiterte nach drei Tagen am Widerstand der Bevölkerung in den Großstädten und der Führung der Russischen Teilrepublik unter Boris Jelzin. Als Folge zerfiel die UdSSR innerhalb weniger Monate.

In der Inselwelt der Ägais gibt es einen neuen Streitpunkt zwischen den beiden Anrainern: Griechenland hat im Juli 2025 zwei Meeresschutzparks im Ionischen und im Ägäischen Meer ausgerufen. Nun zog die Türkei mit zwei eigenen Meeresparks nach. Athen protestiert, die türkischen Schutzgebiete überschritten türkische Hoheitsgewässer und zielten darauf, die Ägäis zu zerteilen.

Der größte Waldbrand in Belgien seit mehr als 100 Jahren hat im Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze eine Fläche von rund 30 Quadratkilometern zerstört und ist noch nicht vollständig unter Kontrolle. Rund 500 Menschen sind im Einsatz, um die Flammen einzudämmen. Zahlreiche Bewohner mussten das Gebiet verlassen. Kommentatoren debattieren, welche Konsequenzen europaweit gezogen werden sollten.

Donald Trump hat kurz vor Beginn eines gemeinsamen Manövers der USA mit Südkorea Weisung erteilt, dieses "wesentlich zu reduzieren". Der US-Präsident begründete dies sowohl mit den hohen Kosten als auch mit seinen Kontakten zu Nordkoreas Diktator Kim Jong-un. Diese hätten sich "sehr positiv" entwickelt. Die Medien beleuchten die Auswirkungen der Washingtoner Volte.

Ein Gericht in Pskow hat am Montag Lew Schlosberg, einen Politiker der zu Frieden im Ukrainekrieg aufrufenden Oppositionspartei Jabloko, zu elf Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Ihm wurde "Diskreditierung der Armee" und "Verbreitung von Falschinformationen" vorgeworfen. Am gleichen Tag bestätigte die Berufungsinstanz des Obersten Gerichts den Ausschluss Jablokos von der Mitte September anstehenden Wahl der Staatsduma.

Der französische Verfassungsrat hat das im Juli vom Parlament beschlossene Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren gestoppt. Es stelle "einen unverhältnismäßigen Eingriff" in die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit dar, begründete der Verfassungsrat. Präsident Emmanuel Macron beauftragte daraufhin eine Überarbeitung des Gesetzes in eine "rechtlich tragfähige" Form. Europas Presse zieht eigene Schlüsse.

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