(© picture alliance / CHROMORANGE / Christian Ohde)

  Künstliche Intelligenz

  7 Debatten

OpenAI-Chef Sam Altman und Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic, haben vor dem UN-Sicherheitsrat in New York erneut vor den Gefahren einer unregulierten Entwicklung Künstlicher Intelligenz gewarnt. Sie forderten international gültige Kontrollmechanismen, um mögliche Gefahren der KI einzudämmen. Europas Presse ist beunruhigt.

Führende Tech-Unternehmer aus den USA haben sich dafür ausgesprochen, die Entwicklung von KI zu bremsen. Anthropic-Chef Dario Amodei schrieb in einem Blog-Beitrag, dass die Branche mehr Zeit brauche, um mit der Risikoprävention hinterherzukommen. Sonst könnte KI in sechs bis zwölf Monaten außer Kontrolle geraten. Zustimmung bekam Amodei von Elon Musk, Open-AI-Chef Sam Altman und Google.

Bei einem internen Test neuer KI-Modelle des Unternehmens OpenAI vergangene Woche hat sich die Software nach Angaben der Firma eigenständig in die Systeme einer anderen KI-Firma gehackt. Die KI-Modelle hätten es geschafft, aus der isolierten Testumgebung auszubrechen und sich Zugang zum Internet zu verschaffen. Besorgt blicken Kommentatoren auf das Geschehen und fordern Konsequenzen.

Papst Leo XIV. hat sich in seiner ersten Enzyklika mit den Risiken Künstlicher Intelligenz auseinandergesetzt. Die Lehrschrift mit dem Namen Magnifica Humanitas wurde am Wochenende im Vatikan vorgestellt. Das 70-jährige Oberhaupt der Katholischen Kirche warnt vor den Folgen einer unkontrollierten Anwendung der Technologie. Kommentatoren sind beeindruckt von der Aktualität seiner Analyse und wünschen sich noch mehr solcher klaren Worte.

Ein US-Gericht hat die Klage von Elon Musk gegen OpenAI und dessen Chef Sam Altman abgewiesen – wegen Verjährung der Vorfälle. Musk hatte prozessiert, weil ihm als früherer OpenAI-Investor die Pläne verschwiegen worden seien, die zunächst allgemeinnützige Stiftung in einen profitorientierten Konzern umzuwandeln. Musk forderte 114 Milliarden Euro, Altmans Absetzung und die Rückführung in die Gemeinnützigkeit.

Der US-Technologiekonzern Palantir hat auf X ein Manifest seines Chefs Alex Karp veröffentlicht, das für große Aufmerksamkeit sorgt. Die Entwicklung von KI-Waffen sei unvermeidbar und deswegen müsse den USA eine Vorherrschaft bei der KI-Abschreckung gesichert werden, heißt es darin. Zudem solle darüber diskutiert werden, dass verschiedene Kulturen verschiedene "Erfolgsbilanzen" vorzuweisen hätten. Kritiker werfen Karp "Techno-Faschismus" vor.