Bulgariens Präsident Rumen Radew hat am Montag seinen Rücktritt erklärt. Erst im Dezember war die Regierung von Premier Rossen Scheljaskow abgetreten. Trotz seines Rücktritts ließ der euroskeptische Radew durchblicken, in der Politik bleiben und vor den Neuwahlen im März ein neues politisches Projekt angehen zu wollen. Ihm wird nachgesagt, Ambitionen auf den Posten des Premiers zu haben. Die bulgarische Presse ordnet ein.
Erstmals seit 40 Jahren wird in Portugal bei der Wahl des Staatsoberhauptes ein zweiter Wahlgang nötig: Er findet am 8. Februar zwischen dem Sozialisten António José Seguro (31 Prozent) und dem Rechtspopulisten André Ventura (23,5 Prozent) statt. Der Kandidat der regierenden konservativen Partei PSD kam beim ersten Wahlgang am Sonntag nur auf Platz fünf. Die Landesmedien ziehen Zwischenbilanz.
Nach Angaben eines Regierungsvertreters wurden bei der Protestwelle im Iran 5.000 Menschen getötet, davon 500 auf Seiten der Sicherheitskräfte. Die Sunday Times schreibt von mindestens 16.500 Toten. Washington hatte zunächst ein militärisches Eingreifen angekündigt. Am Mittwoch hatte Donald Trump dann jedoch erklärt, darauf vorerst zu verzichten, weil das Regime bereits angesetzte Hinrichtungen abgesagt habe.
US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado im Weißen Haus empfangen, um über die Zukunft Venezuelas zu beraten. Im Anschluss sagte Machado, sie habe dem Präsidenten ihre Medaille des Friedensnobelpreises aus dem Vorjahr überreicht. Dies sei in Anerkennung seines Engagements für die Freiheit des venezolanischen Volkes geschehen. Kommentatoren rümpfen die Nase.
Nach dem Scheitern eines Treffens über die Grönlandfrage am Mittwoch entsenden mehrere europäische Nato-Staaten Militärabordnungen auf die arktische Insel. Uneinigkeit gibt es nun auch über das Ziel einer beim Treffen in Washington eingerichteten Arbeitsgruppe: Laut US-Präsident Trump solle diese lediglich technische Details der Übernahme von Grönland durch die USA klären. In Kopenhagen und Nuuk wurde dem vehement widersprochen.
Der Präsident Ungarns, Tamás Sulyok, hat am Dienstag den Termin für die Parlamentswahl 2026 verkündet. Am 12. April können die Ungarn entscheiden, wer das Land regieren soll: die seit 16 Jahren führende Fidesz von Viktor Orbán oder die von Péter Magyar angeführte Tisza-Partei. Laut mehreren Meinungsumfragen liegt die Tisza-Partei vor Fidesz. Kommentatoren sehen hitzige Zeiten kommen.
Ungarn hat Polens früherem Justizminister Zbigniew Ziobro Asyl gewährt. In Polen erhebt die Staatsanwaltschaft zahlreiche Vorwürfe gegen ihn, unter anderem wegen der Veruntreuung staatlicher Mittel und dem Anführen einer kriminellen Vereinigung. Ziobro war von 2015 bis 2023 Justizminister der PiS-Regierung und gilt als Architekt der umstrittenen Justizreform. Was steckt hinter dem zwischen EU-Staaten ungewöhnlichen Fall?
Die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, hat in einem Interview für den britischen Podcast The Rest is Politics gesagt, sie würde für eine Vereinigung mit Rumänien stimmen, sollte es eines Tages ein Referendum zu der Frage geben. Für ein kleines Land wie die Republik Moldau werde es "immer schwieriger, als Demokratie, als souveränes Land zu überleben". Ist der Zusammenschluss eine realistische Option?
Zwei ehemalige Angestellte des Sängers Julio Iglesias haben in Spanien Anzeige wegen Menschenhandels und sexueller Nötigung erstattet. In seinen Villen in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas soll der heute 82 Jahre alte Sänger seine Angestellten 2021 sexuell belästigt und erniedrigt haben. Der Anzeige vorangegangen war ein Bericht der Nachrichtenseite eldiario.es und des Fernsehsenders Univision Noticias, die drei Jahre lang zu den Geschehnissen recherchierten.
In Washington wird am heutigen Mittwoch über Grönland und die US-Pläne einer Übernahme gesprochen. Außenminister Marco Rubio empfängt dazu seinen dänischen Amtskollegen Lars Løkke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt. US-Vizepräsident J. D. Vance will ebenfalls teilnehmen. Er betonte im Vorfeld die Sicherheitsinteressen der USA und riet den Europäern, Trump in der Angelegenheit ernst zu nehmen. Europas Presse skizziert einen folgenreichen Interessenkonflikt innerhalb der Nato.
Das Regime im Iran geht mit tödlicher Gewalt und Massenverhaftungen gegen die Proteste im Land vor. Amnesty International warnte vor öffentlichen Hinrichtungen von Demonstranten. Mehrere europäische Länder bestellten die iranischen Botschafter ein. US-Präsident Trump drohte mit "entschlossenem Handeln", sollten Todesurteile vollstreckt werden.
In Frankreich hat der Berufungsprozess gegen Marine Le Pen begonnen. In erster Instanz hatten die Richter entschieden, dass die frühere Präsidentschaftskandidatin des rechtsradikalen Rassemblement National (RN) fünf Jahre lang nicht bei Wahlen antreten darf – also auch nicht bei der nächsten Wahl 2027. Kommentatoren erörtern, ob sie in dieser Rolle der erst 30 Jahre alte Parteivorsitzende Jordan Bardella ersetzen kann.











