Zum ersten Mal in der Geschichte ist ein Papst von einem US-Präsidenten verbal angegriffen worden. Donald Trump schrieb in den Sozialen Medien, Papst Leo XIV. sei "schrecklich in Außenpolitik" und schade der Kirche. Der Pontifex hatte die Politik Trumps wiederholt indirekt kritisiert, angefangen von der Migrationspolitik bis hin zum Iran-Krieg. Auf Trumps Kritik erwiderte der Papst, er verkünde die Botschaft des Evangeliums.

Péter Magyar hat nach seinem Wahltriumph Prioritäten benannt: Er betonte den Kampf gegen die Korruption, auch wolle er die Amtszeit des Premierministers auf acht Jahre begrenzen. Ungarn werde in Zukunft für die EU ein konstruktiver Partner sein, sagte Magyar. Zudem sprach er von der Einführung des Euro als Fernziel. Europas Medien bewerten die Perspektiven für den Umbau und ziehen Schlüsse aus Viktor Orbáns Scheitern.

Seit mehreren Tagen protestieren in Irland insbesondere Lastwagenfahrer, Landwirte, Taxi- und Busunternehmer gegen die hohen Benzin- und Dieselpreise. Am Sonntag blockierten Demonstanten mit ihren Fahrzeugen Straßen in Dublin und Umgebung. Teilweise kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Die Presse im Land kommentiert das Geschehen kritisch.

US-Vizepräsident J.D. Vance hatte versucht, Ungarns Premier Viktor Orbán im Wahlkampf mit einem Auftritt zu unterstützen – geholfen hat ihm das jedoch nicht. Kommentatoren mutmaßen nun, dass es gerade der Versuch der Einflussnahme durch Vance war, der Orbán so hart scheitern ließ und finden weitere Beispiele für Misserfolge von Trumps zweitem Mann.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, nach dem Scheitern der in Pakistans Hauptstadt geführten Friedensverhandlungen mit dem Iran die Straße von Hormus zu blockieren. Ab Montagnachmittag werde die Durchfahrt für Schiffe gesperrt, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen, hieß es. Zudem erwägen die USA neuerliche Militärschläge im Iran.

Nach rund zehn Tagen im All ist die Crew der Artemis 2 wohlbehalten zurückgekehrt. Die Mission wurde von Politikern, Wissenschaftlern und der Bevölkerung in vielen Ländern als spektakulär und historisch bezeichnet. Kommentatoren denken darüber nach, ob der Flug rund um den Mond positive oder negative Folgen nach sich zieht.

Wenn in Ungarn am Sonntag ein neues Parlament gewählt wird, hat das auch große Bedeutung für die EU. Der seit 16 Jahren zunehmend autoritär regierende Premier Viktor Orbán stützte den Wahlkampf seiner Partei Fidesz auf die Feindseligkeit gegenüber Brüssel und Kyjiw. Rückendeckung erhielt er dabei aus Washington und Moskau. In Umfragen liegt der Oppositionskandidat Péter Magyar mit seiner Partei Tisza vorne.

Ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat am Mittwoch die Zerwürfnisse in der Allianz nicht kitten können. Trump sei "eindeutig enttäuscht" vom verweigerten Beistand der Europäer im Iran-Krieg, sagte Rutte danach. Trump sprach seinerseits – nach längerer Pause – demonstrativ wieder das Thema Grönland an.

Einen Tag vor dem Beginn direkter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Islamabad werfen beide Seiten sich gegenseitig vor, die Waffenruhe nicht einzuhalten. Israel verstärkt seine Angriffe im Libanon, Teheran sieht dies als Bruch der Vereinbarung. Die Öffnung der Straße von Hormus – Forderung der USA an den Iran – bleibt weiter unsicher.

Israel hat erklärt, dass die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe nicht für seinen Krieg gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon gilt und seine Angriffe fortgesetzt. Laut libanesischem Gesundheitsministerium starben am Mittwoch bei israelischen Angriffen mehr als 180 Menschen. Kommentatoren analysieren die Rolle des israelischen Premiers Netanjahu in diesem Krieg.

Vor zehn Jahren, am 6. April 2016 hat Emmanuel Macron im Vorfeld seiner ersten Präsidentschaftskandidatur die Bewegung En Marche gegründet, die inzwischen unter dem Namen Renaissance als Partei firmiert. Sie sollte die Rechts-Links-Polarisierung der politischen Landschaft Frankreichs überwinden und dem Land eine neue Dynamik verleihen. Kommentatoren bewerten den Erfolg.

In Madrid haben zwei Gerichtsverfahren gegen ehemalige hochrangige Politiker der beiden großen Parteien des Landes, der regierenden Sozialisten (PSOE) sowie der konservativen Partido Popular (PP), begonnen. Es geht unter anderem um Veruntreuung öffentlicher Gelder sowie Vertuschung illegaler Parteienfinanzierung. Die Landesmedien sehen darin weniger kriminelle Einzelfälle als eine Krankheit des politischen Systems.

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