Der neueste Film von Starregisseur Christopher Nolan (Batman-Trilogie, Oppenheimer) kommt dieser Tage in die Kinos. Da er mit Homers Odyssee einen über 2500 Jahre alten Klassiker als Story-Grundlage wählte, gibt es nun reichlich Stoff für Diskussionen: Passt das zusammen, ein frühantikes Epos und die effektvoll animierten Fantasiewelten heutiger Hollywood-Blockbuster? Dazu Pressestimmen aus Griechenland.

Mehrere europäische Länder haben in Paris ein Bündnis mit der Ukraine zur gemeinsamen Raketenabwehr beschlossen. Ziel sei die Abschreckung und Neutralisierung von Bedrohungen, hieß es. Außerdem erklärte sich die “Koalition der Willigen” bereit, im Falle eines Waffenstillstands die Sicherheit der Ukraine garantieren zu wollen und kündigte Übungen multinationaler Truppen in Polen an.

Russland bezeichnet seinen Angriffskrieg in der Ukraine offiziell als "Spezielle Militäroperation". Wer in Russland öffentlich von einem "Krieg" sprach, konnte sogar bestraft werden. Nun nutzt man im Kreml das Wort immer öfter selbst. "Es ist Krieg, ein echter Krieg", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow und begründete dies damit, dass hinter Kyjiw "auch Berlin, Paris, Den Haag, Oslo und leider auch Washington" stünden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen erneuten Kabinettsumbau sowie Wechsel an der Spitze der Strafverfolgungsbehörden angekündigt. Die Ukraine richte sich strategisch neu aus, begründete Selenskyj die Maßnahmen, ohne Details zu nennen. Konkret bekannt ist bisher erst, dass Premierministerin Julija Swyrydenko nach nur einem Jahr im Amt ersetzt wird. Kommentatoren versuchen, die Zeichen zu deuten.

UN-Generalsekretär Guterres und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen wollen die seit 2017 auf Eis liegenden Wiedervereinigungsgespräche zwischen dem griechischsprachigen Süden der Insel und der nur von der Türkei anerkannten De-facto-Republik Nordzypern neu starten. Von der Leyen erklärte die Lösung des Konflikts zur Priorität der EU, der die ganze Insel völkerrechtlich angehört. Wie stehen die Chancen?

Vor dem WM-Halbfinal-Spiel Frankreich gegen Spanien am heutigen Dienstag haben Äußerungen des ehemaligen spanischen Premiers Mariano Rajoy nicht nur in Europas Presse für heftige Debatten gesorgt: Frankreich habe "ein Kader von höchstem Niveau. Allerdings ohne Franzosen". Frankreichs Beauftragte für die Bekämpfung von Diskriminierung, Aurore Bergé, beklagte daraufhin "rassistische Entgleisungen" des Politikers.

Ungarns Parlament hat am Montag mehrere Verfassungsänderungen verabschiedet. Sie ermöglichen unter anderem eine Absetzung des Staatspräsidenten wegen "schwerwiegendem Vertrauensverlust", was das Regierungslager auch gleich nutzen will, um den Fidesz-nahen Amtsinhaber Tamás Sulyok loszuwerden. Sollte dieser den Beschluss nicht absegnen, werde ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet, so Premier Magyar. Die Presse reagiert skeptisch.

Einer der reichsten Russen, der vorrangig in den Branchen Düngemittel und Energieerzeugung aktive Oligarch Andrej Melnitschenko, hat dem Economist ein ausführliches Interview gegeben. Parallel wurde ein programmatischer Artikel Melnitschenkos unter dem Titel "Warum ein zerschlagenes Russland schlecht für die Welt ist" veröffentlicht. Die Medien sind uneins, wie das einzuordnen ist.

Der rumänische Staat wirft dem Unternehmer Viorel Pașca vor, ohne Lizenz mehrere Alters- und Pflegeheime unterhalten und dabei mehr als 400 Menschen um Renten und Zuschüsse gebracht zu haben. Vermittelt wurden Pașca die schutzbedürftigen Menschen allerdings direkt von staatlichen Institutionen. Nicht nur deshalb fragen sich Kommentatoren, was der eigentliche Skandal ist: Pașcas Verhalten oder das des Staates.

Die USA haben erneut militärische Ziele im Iran angegriffen. Damit solle die Fähigkeit Teherans, Handelsschiffe in der Meerenge von Hormus zu attackieren, geschwächt werden, teilte das US-Regionalkommando mit. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Basen in der Golfregion. Kommentatoren beleuchten mögliche Strategien und ihre Risiken.

In ganz Russland sind Benzin und Diesel knapp geworden. Tankstellen sind entweder geschlossen oder geben nur limitierte Mengen ab, die Preise schießen in die Höhe. Ursache sind unablässige Angriffe ukrainischer Drohnen auf Raffinerien bis hinein nach Sibirien. Der Kreml reagierte mit Exportverboten und bemüht sich um Treibstoff-Importe. Kommentatoren sind uneins, ob diese Krise das Putin-Regime ins Wanken bringen kann.

Im Mordfall Ann Widdecombe, die am 9. Juli mit schweren Kopfverletzungen in ihrem Haus aufgefunden worden war, geht die Polizei nicht von einem politischen Motiv aus. Widdecombe, in den 1990er-Jahren Ministerin für die Konservativen, war zuletzt bei der rechtspopulistischen Reform UK aktiv. Sie fiel immer wieder mit extremen Aussagen auf, etwa, als sie den Brexit mit einem Aufstand von Sklaven gegen ihre Herren gleichstellte.

Mehr Debatten