US-Präsident Donald Trump hat zahlreiche Staaten eingeladen, sich an seinem Projekt eines "Friedensrates" zu beteiligen. Dieser soll sich offenbar nicht nur um die Lage in Gaza kümmern, sondern als ständiges Gremium zur Konfliktregulierung genutzt werden. Besonders umstritten ist die mögliche Beteiligung von Machthabern wie Wladimir Putin und Alexander Lukaschenka. Europas Kommentatoren sparen nicht mit Kritik an der Idee.

In Frankreich hat Premier Sébastien Lecornu den Haushalt für 2026 mithilfe einer verfassungsrechtlichen Sonderregelung ohne Abstimmung in der Nationalversammlung durchgesetzt. Lecornu rechtfertigte sein Vorgehen damit, dass die Lage blockiert sei. "Und doch braucht Frankreich ein Budget", betonte er. Die Linke und der radikal rechte Rassemblement National reichten prompt ein Misstrauensvotum ein.

Noch bis Freitag findet in Davos das Weltwirtschaftsforum statt, bei dem Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft unter dem diesjährigen Motto "Geist des Dialogs" zusammenkommen. Mit besonderer Spannung wird am heutigen Mittwoch der Auftritt von US-Präsident Donald Trump erwartet – der vor seiner Abreise sagte, er denke, man werde im Streit um Grönland eine Lösung finden, mit der die Nato und die USA "sehr glücklich" sein werden.

Eine von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eingesetzte Expertenkommission fordert in ihrem Abschlussbericht längere Dienstzeiten für Wehrpflichtige. Der Militärdienst in Österreich ist mit bisher sechs Monaten der kürzeste in ganz Europa. Unter drei ausgearbeiteten Modellen empfiehlt die Kommission acht Monate Grundwehrdienst plus zwei Monate spätere Übungseinheiten – entscheiden muss die Politik.

In Andalusien hat sich am Sonntag ein schweres Bahnunglück ereignet. Die letzten Waggons eines Hochgeschwindigkeitszuges waren entgleist und wurden von einem entgegenkommenden Zug gerammt. Bisher wurden 42 Todesopfer gezählt. Die Katastrophe ist auch ein schwerer Dämpfer für Spaniens Prestige als HighTech-Eisenbahnnation. Die Landespresse erörtert Versäumnisse und das Verhalten der Politiker.

US-Präsident Donald Trump hat Strafzölle gegen acht europäische Staaten angekündigt, die sich gegen seine Grönland-Pläne stellen. Die Aufschläge von zehn Prozent sollen zum 1. Februar eingeführt werden und solange gelten, bis eine Übernahme der Arktisinsel erreicht sei. Die EU will bei einem Sondergipfel am Donnerstag über Gegenmaßnahmen entscheiden. Kommentatoren haben Empfehlungen für mögliche Reaktionen.

Heute vor einem Jahr begann die zweite Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident. Seinen Wählern hatte der Republikaner versprochen, "Amerika wieder groß" zu machen und weltweit in Konflikten Frieden zu stiften. Wie kaum einer seiner Amtsvorgänger setzte er sich über bisher Gewohntes hinweg, kaum jemand dominierte je so sehr die Schlagzeilen. Wie steht es um Trump – und die Welt – nach diesen 365 Tagen?

Bulgariens Präsident Rumen Radew hat am Montag seinen Rücktritt erklärt. Erst im Dezember war die Regierung von Premier Rossen Scheljaskow abgetreten. Trotz seines Rücktritts ließ der euroskeptische Radew durchblicken, in der Politik bleiben und vor den Neuwahlen im März ein neues politisches Projekt angehen zu wollen. Ihm wird nachgesagt, Ambitionen auf den Posten des Premiers zu haben. Die bulgarische Presse ordnet ein.

Erstmals seit 40 Jahren wird in Portugal bei der Wahl des Staatsoberhauptes ein zweiter Wahlgang nötig: Er findet am 8. Februar zwischen dem Sozialisten António José Seguro (31 Prozent) und dem Rechtspopulisten André Ventura (23,5 Prozent) statt. Der Kandidat der regierenden konservativen Partei PSD kam beim ersten Wahlgang am Sonntag nur auf Platz fünf. Die Landesmedien ziehen Zwischenbilanz.

Nach Angaben eines Regierungsvertreters wurden bei der Protestwelle im Iran 5.000 Menschen getötet, davon 500 auf Seiten der Sicherheitskräfte. Die Sunday Times schreibt von mindestens 16.500 Toten. Washington hatte zunächst ein militärisches Eingreifen angekündigt. Am Mittwoch hatte Donald Trump dann jedoch erklärt, darauf vorerst zu verzichten, weil das Regime bereits angesetzte Hinrichtungen abgesagt habe.

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado im Weißen Haus empfangen, um über die Zukunft Venezuelas zu beraten. Im Anschluss sagte Machado, sie habe dem Präsidenten ihre Medaille des Friedensnobelpreises aus dem Vorjahr überreicht. Dies sei in Anerkennung seines Engagements für die Freiheit des venezolanischen Volkes geschehen. Kommentatoren rümpfen die Nase.

Nach dem Scheitern eines Treffens über die Grönlandfrage am Mittwoch entsenden mehrere europäische Nato-Staaten Militärabordnungen auf die arktische Insel. Uneinigkeit gibt es nun auch über das Ziel einer beim Treffen in Washington eingerichteten Arbeitsgruppe: Laut US-Präsident Trump solle diese lediglich technische Details der Übernahme von Grönland durch die USA klären. In Kopenhagen und Nuuk wurde dem vehement widersprochen.

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