2015 einigten sich die meisten Länder weltweit auf 1,5 Grad maximale Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Die UN verkündete nun, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann und der durchschnittliche globale Temperaturanstieg höher ausfallen wird. Die Medien diskutieren nun, was getan werden kann - und muss.
Als Reaktion auf die Erkenntnisse über russische Drahtzieher des Leipziger Drohnenvorfalls schließt Deutschland das russische Generalkonsulat in Bonn und das Russische Haus in Berlin, das unter Verdacht steht, Tarnung für russische Agenten zu sein. Auch Einreisebeschränkungen für Russen und ein schärferes Vorgehen gegen die Schattenflotte wurden angekündigt. Die EU bereitet ein weiteres Sanktionspaket vor.
Um ausstehende Gelder aus dem EU-Wiederaufbaufonds zu erhalten, hätte Rumänien bis Ende August einige Gesetze verabschieden oder ändern müssen. Darunter zählt eine Festschreibung des schrittweisen Ausstiegs aus der Kohle. Das Land mit dem höchsten Haushaltsdefizit in der EU verliert damit bis zu 870 Millionen Euro an EU-Fördermitteln – was die heimischen Medien erzürnt.
Neun Jahre nach dem Bombenanschlag auf die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia ist der Geschäftsmann Yorgen Fenech freigesprochen worden. Damit bleibt weiter unklar, wer den Mord in Auftrag gegeben hat. Der Verdacht, dass Regierungsmitglieder involviert gewesen sein könnten, führte 2020 zum Rücktritt des Premiers. Brüssel bescheinigt Malta im Rechtstaatsbericht nur geringe Fortschritte beim Schutz von Journalisten.
Russland ist bei seinen Luftangriffen auf Kyjiw Ende August von kurzen massiven Angriffswellen zu kontinuierlichen Anflügen kleiner Drohnen-Gruppen übergegangen. Dies führte zu einem 15 Stunden andauernden Luftalarm in der ukrainischen Hauptstadt. Ziel der neuen Taktik ist offenbar, die Luftverteidigung zu zermürben und den zivilen Alltag nachhaltig zu stören.
In Ceuta herrscht weiterhin eine angespannte Lage: Etwa 5.000 Geflüchtete campieren unter menschenunwürdigen Bedingungen. Dies führt zu Konflikten mit Anwohnern und Polizei. Spanien-weite Proteste unter Führung der konservativen PP und der rechtsextremen Vox werfen der Zentralregierung Versagen vor. Und Premier Sánchez macht Russland und Israel für Desinformation verantwortlich, die die Migranten in die Enklave gelockt hatte.
Rund 30 maskierte und teils schwer bewaffnete Männer sind am Dienstag durch das niederländische Dorf Overasselt gezogen und haben ein Haus angegriffen. Ein Mann wurde getötet, zwei Polizisten durch Schüsse schwer verletzt. Der Vorfall entfachte eine Debatte über die eskalierende Drogengewalt. Die Landespresse fordert Konsequenzen und nimmt auch die Konsumenten in die Pflicht.
In Europa hat die Schule wieder begonnen – und damit auch nationale Debatten, wie Schulen und Lehrkräfte auf die Nutzung digitaler Endgeräte reagieren sollen. Dabei gibt es mehrere Lösungsansätze, von einer kontrollierten Nutzung über Verbote an Schulen. Und die Frage, wie sich Handynutzung sinnvoll im Schulalltag integrieren lässt.
Griechenland importiert Waffen im Wert von drei Milliarden Euro aus Israel. Ein neuer Vertrag beinhaltet ein Luftabwehrsystem zum Schutz vor Drohnen und Raketen, das binnen drei Jahren einsatzbereit sein soll. Das sogenannte Achilles-Schild sorgt allerdings für Kontroversen in den griechischen Medien.
Dänemark hat letzte Woche beschlossen, etwa 4.500 Grönländerinnen eine Entschädigung von jeweils umgerechnet rund 40.000 Euro zu zahlen. Von 1960 bis 1991 waren Frauen auf Grönland ohne ihr Wissen und Zustimmung Spiralen zur Empfängnisverhütung eingesetzt worden. Zwei vorgelegte Gutachten, ob dies den Tatbestand des Völkermords erfüllte, kamen zu keiner einheitlichen Meinung. Dänische Medien erörtern, was aus dem Spiralen-Skandal folgt.
In Sachsen-Anhalt wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Laut Umfragen könnte die AfD eine absolute Mehrheit erzielen. Sie verspricht unter anderem einen härteren Kurs in Migrationsfragen, eine energiepolitische Kehrtwende sowie die Förderung einer patriotischen Kulturpolitik. Kommentatoren beschäftigt, wie sich eine AfD-Regierung auf Europa auswirken würde.
Die Isländer haben knapp gegen einen EU-Beitritt gestimmt: 52,8 Prozent lehnten am Samstag die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen in einem Referendum ab. Die sozialdemokratische Regierung hatte sich erhofft, das Land durch die EU-Mitgliedschaft stärker vor Gebietsansprüchen zu schützen, wie Trump sie bereits in Bezug auf Grönland formuliert hatte. Für die Gegner waren die Themen nationale Souveränität und Kontrolle über die Fischgründe ausschlaggebend.











