Der für die Bewachung hochrangiger Staatsvertreter zuständige Geheimdienst SPP wird seit über 20 Jahren von Lucian Pahonțu geführt. Das Investigativ-Portal Recorder enthüllte nun, dass er während der Revolution 1989 einer Einheit des berüchtigten Geheimdienstes Securitate angehörte, die an der blutigen Niederschlagung von Protesten beteiligt war. Präsident Nicușor Dan verteidigte Pahonțu. Er wisse nicht, wo der Skandal liege, sagte Dan.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei vergangene Woche erneut verurteilt und die sofortige Freilassung des Kulturmäzens Osman Kavala verlangt, der seit 2017 in Haft sitzt. Ankara hat frühere Urteile in der Sache nie umgesetzt. Aus dem Umfeld von Präsident Erdoğan wird nun sogar ein Austritt aus der Europäischen Menschenrechtskonvention ins Gespräch gebracht.
Der als "Schlächter von Srebrenica" berüchtigte bosnisch-serbische Ex-General Ratko Mladić ist im Gefängnis der Vereinten Nationen in Den Haag gestorben. Er war vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien unter anderem wegen Völkermords und Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Serbiens Justizminister Nenad Vujić kündigte ein Staatsbegräbnis an, was kontrovers diskutiert wird.
Ungarn hat eine neue Antikorruptionsbehörde geschaffen, das Amt für die Rückgewinnung und den Schutz des nationalen Vermögens (NVVH). Seine Ermittler sollen staatliche Vermögenswerte zurückholen, die in der Orbán-Ära veruntreut wurden und kann auch Anklage erheben. Aus drei Bewerbern für die Leitung wurde vom Parlament die Politikwissenschaftlerin Anna Róza Unger ausgewählt.
Eine Zahlung von 16,68 Milliarden US-Dollar und grundlegende Änderungen beim Jugendschutz: Darauf hat sich der Konzern Meta mit den klagenden Bundesstaaten geeinigt. Die Kläger hatten dem Konzern vorgeworfen, seine Plattformen Facebook und Instagram gezielt so gestaltet zu haben, dass sie junge Nutzer abhängig machen. Der in Oakland (Kalifornien) geschlossene Vergleich wird auch in Europa mit großem Interesse aufgenommen und diskutiert.
Bei einer Flutwelle in der Gebirgsregion zwischen China und Nepal sind mindestens 472 Menschen ums Leben gekommen. Die vermutlich durch einen Gletscherabbruch ausgelöste Sturzflut war am Mittwoch fast 170 Kilometer weit entlang zweier Flüsse durch Tibet und Nepal gerast und hatte ganze Dörfer mitgerissen. Mehr als 1400 Menschen werden weiterhin vermisst. Kommentatoren führen die Naturkatastrophe vor allem auf den Klimawandel zurück.
Slowenien hat ein Veto gegen eine gemeinsame Erklärung der EU und ihrer 27 Mitgliedstaaten eingelegt, in der Israels Entscheidung zum Bau neuer Siedlungen im Westjordanland verurteilt wird. Deshalb konnte das Papier nur als Kommuniqué der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas erscheinen. Das Außenministerium der neuen Mitte-Rechts-Regierung in Ljubljana erklärte, die Erklärung habe "zum jetzigen Zeitpunkt keinen Mehrwert" gehabt.
Islands Bevölkerung stimmt am Samstag darüber ab, ob das Land Beitrittsgespräche mit der EU aufnehmen soll. Im Jahr 2010 waren schon einmal Beitrittsverhandlungen begonnen worden, diese hatte die damalige Regierung in Reykjavík 2013 jedoch ausgesetzt. Ein Grund waren unter anderem Differenzen bei der Fischereipolitik. Kommentatoren wagen einen Blick Richtung Norden und in die Zukunft.
CIA-Direktor John Ratcliffe hat sich am Dienstag in Moskau aufgehalten. Der Besuch war inoffiziell und unangekündigt, doch der Flug einer großen US-Maschine von Washington nach Moskau war der Öffentlichkeit nicht verborgen geblieben. Der Kreml bestätigte die Visite als "Gespräche zwischen den Geheimdiensten". Die meisten Medien sehen ihn in Verbindung mit Entwicklungen im Ukrainekrieg.
Die USA trauern um Dolly Parton. Die Country-Sängerin mit der üppigen blonden Haarpracht ist am Dienstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Sie verkörperte den amerikanischen Traum: Trotz ihrer Herkunft aus bitterarmen Verhältnissen stieg sie bereits in den 1970er Jahren zum Superstar auf. Neben der Musik engagierte sie sich als Unternehmerin und Förderin von Forschung und gesellschaftlichen Projekten.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman haben eine Grundsatzvereinbarung über die Finanzierung von drei neuen Freizeitparks in der Pariser Region unterzeichnet. Mit sechs Milliarden Euro soll unter anderem ein Vergnügungspark zur Mangaserie Dragon Ball Z errichtet werden, für die sich beide Staatsoberhäupter begeistern.
Die US-Regierung erhöht im Konflikt mit dem Iran den ökonomischen Druck. Finanzminister Scott Bessent wiederholte am Montag Präsident Trumps Drohung mit einem „wirtschaftlichen D-Day“. Ziel sei es, den Iran von allen Einnahmequellen abzuschneiden. Staaten, die Handelsbeziehungen zum Iran unterhalten, forderte Bessent auf, diese sofort zu beenden.











