UN-Generalsekretär Guterres und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen wollen die seit 2017 auf Eis liegenden Wiedervereinigungsgespräche zwischen dem griechischsprachigen Süden der Insel und der nur von der Türkei anerkannten De-facto-Republik Nordzypern neu starten. Von der Leyen erklärte die Lösung des Konflikts zur Priorität der EU, der die ganze Insel völkerrechtlich angehört. Wie stehen die Chancen?

Vor dem WM-Halbfinal-Spiel Frankreich gegen Spanien am heutigen Dienstag haben Äußerungen des ehemaligen spanischen Premiers Mariano Rajoy nicht nur in Europas Presse für heftige Debatten gesorgt: Frankreich habe "ein Kader von höchstem Niveau. Allerdings ohne Franzosen". Frankreichs Beauftragte für die Bekämpfung von Diskriminierung, Aurore Bergé, beklagte daraufhin "rassistische Entgleisungen" des Politikers.

Ungarns Parlament hat am Montag mehrere Verfassungsänderungen verabschiedet. Sie ermöglichen unter anderem eine Absetzung des Staatspräsidenten wegen "schwerwiegendem Vertrauensverlust", was das Regierungslager auch gleich nutzen will, um den Fidesz-nahen Amtsinhaber Tamás Sulyok loszuwerden. Sollte dieser den Beschluss nicht absegnen, werde ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet, so Premier Magyar. Die Presse reagiert skeptisch.

Einer der reichsten Russen, der vorrangig in den Branchen Düngemittel und Energieerzeugung aktive Oligarch Andrej Melnitschenko, hat dem Economist ein ausführliches Interview gegeben. Parallel wurde ein programmatischer Artikel Melnitschenkos unter dem Titel "Warum ein zerschlagenes Russland schlecht für die Welt ist" veröffentlicht. Die Medien sind uneins, wie das einzuordnen ist.

Der rumänische Staat wirft dem Unternehmer Viorel Pașca vor, ohne Lizenz mehrere Alters- und Pflegeheime unterhalten und dabei mehr als 400 Menschen um Renten und Zuschüsse gebracht zu haben. Vermittelt wurden Pașca die schutzbedürftigen Menschen allerdings direkt von staatlichen Institutionen. Nicht nur deshalb fragen sich Kommentatoren, was der eigentliche Skandal ist: Pașcas Verhalten oder das des Staates.

Die USA haben erneut militärische Ziele im Iran angegriffen. Damit solle die Fähigkeit Teherans, Handelsschiffe in der Meerenge von Hormus zu attackieren, geschwächt werden, teilte das US-Regionalkommando mit. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Basen in der Golfregion. Kommentatoren beleuchten mögliche Strategien und ihre Risiken.

In ganz Russland sind Benzin und Diesel knapp geworden. Tankstellen sind entweder geschlossen oder geben nur limitierte Mengen ab, die Preise schießen in die Höhe. Ursache sind unablässige Angriffe ukrainischer Drohnen auf Raffinerien bis hinein nach Sibirien. Der Kreml reagierte mit Exportverboten und bemüht sich um Treibstoff-Importe. Kommentatoren sind uneins, ob diese Krise das Putin-Regime ins Wanken bringen kann.

Im Mordfall Ann Widdecombe, die am 9. Juli mit schweren Kopfverletzungen in ihrem Haus aufgefunden worden war, geht die Polizei nicht von einem politischen Motiv aus. Widdecombe, in den 1990er-Jahren Ministerin für die Konservativen, war zuletzt bei der rechtspopulistischen Reform UK aktiv. Sie fiel immer wieder mit extremen Aussagen auf, etwa, als sie den Brexit mit einem Aufstand von Sklaven gegen ihre Herren gleichstellte.

In der portugiesischen Küstenregion rund um Almada bleiben seit mehr als einer Woche immer wieder die Wasserhähne trocken – mitten in der Hochsaison. Die Einwohner- und Touristenzahlen in der Region steigen seit Langem, dennoch kommt die Modernisierung des Versorgungsnetzes nicht voran, zudem geht nicht weniger als ein Drittel des Wassers durch Lecks verloren. Portugiesische Medien fordern Konsequenzen.

USA und Iran haben ihre gegenseitigen Attacken fortgesetzt. Washington bestätigte Angriffe auf Ziele im Iran, Teheran nahm US-Basen in Kuwait und Bahrain ins Visier. Zuvor waren Handelsschiffe in der Meerenge von Hormus unter Beschuss geraten. Trump erklärte die vereinbarte Waffenruhe inzwischen für beendet. Europas Presse analysiert das Risiko einer weiteren Eskalation.

Die Nato-Staaten haben zum Abschluss ihres Gipfels in Ankara Geschlossenheit demonstriert. In der Abschlusserklärung heißt es, Europa und Kanada würden in Zukunft größere Lasten bei der Verteidigung tragen. In die Rüstungsindustrie und die Modernisierung der Streitkräfte der Mitgliedsstaaten soll massiv investiert werden. Auch wurde der Ukraine Militärhilfe im Umfang von 140 Milliarden Euro über zwei Jahre in Aussicht gestellt. Die Medien ziehen Bilanz.

Hitze und Trockenheit haben in Portugal, Spanien und Frankreich zu großen Waldbränden geführt. In Andalusien starben zwölf Menschen. In den französischen Pyrenäen wurden 10.000 Einwohner evakuiert. Die Medien diskutieren über die Schwierigkeiten der Anpassung der Zivilisation an das Brandrisiko in der Natur.

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