Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz steht unter den Vorzeichen wachsender Unsicherheit. Der den Teilnehmern vorliegende Munich Security Report 2026 trägt den warnenden Titel "Under Destruction". Europas Presse blickt zurück auf historische Momente vergangener Konferenzen, analysiert kritisch die Gegenwart und fordert mutige Visionen für die Zukunft.
Ein Helm mit Bildern von 20 im Ukraine-Krieg getöteten Sportlern sorgt für Aufregung: Damit wollte der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch seiner Kolleginnen und Kollegen gedenken und wurde von den Olympischen Winterspielen wegen Regelverstoßes ausgeschlossen. Europäische Kommentatoren hinterfragen, ob das eine kluge Entscheidung des IOC war.
Am Mittwoch hat Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan in Ankara besucht. Bei dem lange aufgeschobenen Treffen wurden mehrere Vereinbarungen unterzeichnet. Territoriale Spannungen in der Ägäis und die ungelöste Zypernfrage belasten das Verhältnis jedoch weiterhin. Medien beider Länder betonen, dass die Beziehungen noch immer heikel sind.
Die richtigen Weichen für den wirtschaftlichen Aufschwung Europas stellen – das ist das Ziel des informellen EU-Gipfels am heutigen Donnerstag im belgischen Schloss Alden Biesen. Die Regierungen in Berlin und Rom legten dazu ein gemeinsames Vorschlagspapier vor. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat ganz andere Ideen, die er in einem Interview mitteilte. Europas Presse diskutiert, was die Union nun wirklich braucht.
Rund 2.000 Mitarbeiter des Tschechischen Fernsehens (ČT) und des Tschechischen Rundfunks (ČRo) haben einen Appell zur Verteidigung der öffentlich-rechtlichen Medien unterzeichnet. Sie sehen deren Unabhängigkeit durch die Absicht der Regierung bedroht, die Gebühren für öffentlich-rechtliche Medien abzuschaffen und die Medien dem Staatshaushalt zu unterstellen.
Das Satelliten-Internet von Starlink funktioniert in der Ukraine seit einigen Tagen nur noch mit offiziell autorisierten Geräten. In der Praxis führt das dazu, dass die russischen Truppen auf ukrainischem Gebiet keinen Zugang zu dieser von Elon Musks Unternehmen SpaceX angebotenen Technologie mehr haben. Europas Presse beginnt damit, Ursachen und Folgen auszuloten.
Kurz vor einem EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag hat Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron die Aufnahme gemeinsamer europäischer Schulden gefordert. Europa müsse verstärkt investieren, seine Wirtschaft schützen und sich souveräner aufstellen, sagte Macron in einem Interview mit mehreren europäischen Zeitungen. Deutschland erteilte Macrons Forderung bereits eine Absage.
Nach dem Rücktritt zweier enger Mitarbeiter steht der britische Premier Keir Starmer verstärkt unter Druck. Gleichzeitig stellten sich jedoch mehrere Kabinettsmitglieder hinter den Regierungschef. Die Krise ausgelöst hatte der ehemalige US-Botschafter Peter Mandelson, der unter Verdacht steht, vertrauliche Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergeleitet zu haben.
Es gibt nur noch selten Strom, die Wirtschaft und der Verkehr erlahmen: Kuba erlebt eine drastische Energiekrise, seitdem Donald Trump Öllieferungen aus Venezuela auf die Karibikinsel unterbunden hat. Potenziellen anderen Lieferanten wie Mexiko droht er mit Strafzöllen. Washington will die sozialistische Regierung in Havanna so zu Zugeständnissen bewegen. Europas Medien beleuchten die Lage.
Der gemäßigte Sozialist António José Seguro wird portugiesischer Präsident. In der Stichwahl besiegte er mit rund 67 Prozent der Stimmen seinen rechtspopulistischen Kontrahenten André Ventura (Chega). Der konservative Regierungschef Luís Montenegro gratulierte zur Wahl und hofft auf gute Zusammenarbeit. Laut Verfassung kann der Staatspräsident sein Veto gegen Gesetze einlegen oder durch Auflösung des Parlaments Neuwahlen herbeiführen.
Der Hongkonger Demokratieaktivist und Medienunternehmer Jimmy Lai ist zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Schuldspruch wegen "Verschwörung zur geheimen Absprache mit ausländischen Kräften" und "Aufwiegelung" war bereits im Dezember ergangen, nun erließ das Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungszone das Strafmaß. Lai habe davon bereits zwei Jahre abgesessen und werde 18 weitere Jahre verbüßen müssen, urteilten die Richter.
Japans nationalkonservative Regierungspartei hat einen fulminanten Wahlsieg errungen: Unter Führung der erst seit Oktober amtierenden Ministerpräsidentin Sanae Takaichi gewann die Liberaldemokratische Partei (LDP) bei der Unterhauswahl mehr als zwei Drittel der Sitze – ein Novum in der Landesgeschichte. Takaichi will Japans Militär kräftig aufrüsten, um in der Region ein Gegengewicht zu China zu schaffen.











