Argentinische Spieler haben nach ihrem 2:1-Sieg gegen England im Halbfinale der Fußball-WM ein Banner mit der spanischen Aufschrift "Die Malvinas sind argentinisch" hochgehalten — ein klarer Verstoß gegen das Verbot politischer Aussagen bei der WM. Prompt ist der Territorialstreit um die zu Großbritannien gehörende Inselgruppe vor der patagonischen Küste im Südatlantik wieder im Blickfeld der Medien.
Volkswagen-Chef Oliver Blume hat einen Abbau von bis zu 50.000 Stellen bekannt gegeben – zusätzlich zu schon vereinbarten einzusparenden 50.000 Stellen. Damit sollten die Kosten des größten europäischen Autokonzerns auf ein "wettbewerbsfähiges Niveau" gesenkt werden. Vier deutsche Werke gelten als von Schließung bedroht. Kommentatoren debattieren Auswirkungen über Deutschland hinaus und nötige Maßnahmen.
Bei einem Teilaspekt ihrer geplanten Wahlrechtsreform hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eine Niederlage im Parlament eingesteckt. Mit 188 Gegen- und 187 Dafürstimmen lehnte die Abgeordnetenkammer einen Änderungsentwurf der Regierungspartei Fratelli d'Italia ab. Die Änderung sollte es Wählern künftig ermöglichen, innerhalb einer Liste mit sogenannten Vorzugsstimmen einzelne Kandidaten nach vorn zu wählen.
Die Grenzkontrollen an der Grenze zwischen Spanien und dem britischen Überseegebiet Gibraltar sind abgeschafft. Ein nach dem Brexit zwischen London und Brüssel ausgehandeltes und seit Mittwoch geltendes Abkommen sieht auch den Abbau des 1908 errichteten Grenzzauns vor. Insbesondere für Berufspendler fallen damit mitunter stundenlange Wartezeiten weg. Diese und weitere Folgen nehmen Kommentatoren unter die Lupe.
Der neueste Film von Starregisseur Christopher Nolan (Batman-Trilogie, Oppenheimer) kommt dieser Tage in die Kinos. Da er mit Homers Odyssee einen über 2500 Jahre alten Klassiker als Story-Grundlage wählte, gibt es nun reichlich Stoff für Diskussionen: Passt das zusammen, ein frühantikes Epos und die effektvoll animierten Fantasiewelten heutiger Hollywood-Blockbuster? Dazu Pressestimmen aus Griechenland.
Mehrere europäische Länder haben in Paris ein Bündnis mit der Ukraine zur gemeinsamen Raketenabwehr beschlossen. Ziel sei die Abschreckung und Neutralisierung von Bedrohungen, hieß es. Außerdem erklärte sich die “Koalition der Willigen” bereit, im Falle eines Waffenstillstands die Sicherheit der Ukraine garantieren zu wollen und kündigte Übungen multinationaler Truppen in Polen an.
Russland bezeichnet seinen Angriffskrieg in der Ukraine offiziell als "Spezielle Militäroperation". Wer in Russland öffentlich von einem "Krieg" sprach, konnte sogar bestraft werden. Nun nutzt man im Kreml das Wort immer öfter selbst. "Es ist Krieg, ein echter Krieg", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow und begründete dies damit, dass hinter Kyjiw "auch Berlin, Paris, Den Haag, Oslo und leider auch Washington" stünden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen erneuten Kabinettsumbau sowie Wechsel an der Spitze der Strafverfolgungsbehörden angekündigt. Die Ukraine richte sich strategisch neu aus, begründete Selenskyj die Maßnahmen, ohne Details zu nennen. Konkret bekannt ist bisher erst, dass Premierministerin Julija Swyrydenko nach nur einem Jahr im Amt ersetzt wird. Kommentatoren versuchen, die Zeichen zu deuten.
UN-Generalsekretär Guterres und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen wollen die seit 2017 auf Eis liegenden Wiedervereinigungsgespräche zwischen dem griechischsprachigen Süden der Insel und der nur von der Türkei anerkannten De-facto-Republik Nordzypern neu starten. Von der Leyen erklärte die Lösung des Konflikts zur Priorität der EU, der die ganze Insel völkerrechtlich angehört. Wie stehen die Chancen?
Vor dem WM-Halbfinal-Spiel Frankreich gegen Spanien am heutigen Dienstag haben Äußerungen des ehemaligen spanischen Premiers Mariano Rajoy nicht nur in Europas Presse für heftige Debatten gesorgt: Frankreich habe "ein Kader von höchstem Niveau. Allerdings ohne Franzosen". Frankreichs Beauftragte für die Bekämpfung von Diskriminierung, Aurore Bergé, beklagte daraufhin "rassistische Entgleisungen" des Politikers.
Ungarns Parlament hat am Montag mehrere Verfassungsänderungen verabschiedet. Sie ermöglichen unter anderem eine Absetzung des Staatspräsidenten wegen "schwerwiegendem Vertrauensverlust", was das Regierungslager auch gleich nutzen will, um den Fidesz-nahen Amtsinhaber Tamás Sulyok loszuwerden. Sollte dieser den Beschluss nicht absegnen, werde ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet, so Premier Magyar. Die Presse reagiert skeptisch.











