Ein bislang unbekannter Hacker hat möglicherweise die gesamte Grundbuchdatenbank Rumäniens gelöscht. Mit weitreichenden Folgen: Er legte alle Immobilientransaktionen lahm und hindert Notare daran, Verkäufe zu beglaubigen oder Hypotheken einzutragen. Für Bürger ist die Lage deshalb besonders problematisch, weil ab Monatsende eine Steuererhöhung bei Hauskäufen greifen soll.
Ein Mann ist am Sonntag bei einem Polizeieinsatz in Bologna gestorben. Videos zeigen, wie Beamte den 42-Jährigen minutenlang in Bauchlage auf dem Boden fixieren, während er nach Hilfe ruft. Tausende Menschen versammelten sich am Montag in Bologna zu Protesten. Und auch in den Kommentarspalten gibt es viel Skepsis gegenüber dem Vorgehen der Polizisten.
In Portugal hat die Umsetzung eines neuen digitalen Bewertungssystems bei Abschlussprüfungen für erhebliche Probleme gesorgt. Schüler bekamen sehr viel später als üblich ihre Noten und konnten sich nicht rechtzeitig für die Uni bewerben oder auf eine Wiederholungsprüfung vorbereiten. Kommentatoren fragen nach der Rolle der konservativen Regierung bei der Reform und möglichen anderen Ursachen für das entstandene Chaos.
Die Fußball-Weltmeisterschaft ist mit einem Sieg Spaniens gegen Argentinien zu Ende gegangen. Superstar Lionel Messi konnte das Finale nicht für seine Mannschaft gewinnen – und Ferran Torres schoss in der Verlängerung das entscheidende Tor zum 1:0. Über das sportliche Ergebnis hinaus fragen europäische Kommentatoren nach den Signalen, die diese WM ausgesandt hat.
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf zwei Logistikzentren der russischen Onlinehandelskette Wildberries sind am Samstag acht Menschen gestorben. Ein Großlager in Elektrostal bei Moskau brannte komplett ab. In der Nacht auf Montag folgte ein Angriff auf einen weiteren Lagerkomplex des Unternehmens im Umland der russischen Hauptstadt. Die Medien erörtern die Frage, ob solche Attacken im Krieg legitim sind.
Die französische Nationalversammlung hat nach langer Debatte ein Gesetz verabschiedet, das Sterbehilfe für unheilbar Kranke unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Ein interdisziplinäres Gremium unter ärztlicher Beteiligung muss den Wunsch des Sterbewilligen prüfen. Da der Senat das Gesetz mehrfach abgelehnt hatte, will Premier Sébastien Lecornu es noch dem Verfassungsrat vorlegen.
Für viele Ukrainer gilt Mychajlo Fedorow als Politikstar der neuen Generation. Als Digitalminister hatte er die Handy-Applikation Dija eingeführt, die viele Behördengänge überflüssig macht. Als Verteidigungsminister setzte er auf Drohnen und die Abschaltung des Satelliteninternets Starlink für die russischen Invasoren. Nach wenigen Monaten im Amt musste er nun im Zuge eines Regierungsumbaus gehen, was zu Straßenprotesten im Land führte.
Argentinische Spieler haben nach ihrem 2:1-Sieg gegen England im Halbfinale der Fußball-WM ein Banner mit der spanischen Aufschrift "Die Malvinas sind argentinisch" hochgehalten — ein klarer Verstoß gegen das Verbot politischer Aussagen bei der WM. Prompt ist der Territorialstreit um die zu Großbritannien gehörende Inselgruppe vor der patagonischen Küste im Südatlantik wieder im Blickfeld der Medien.
Volkswagen-Chef Oliver Blume hat einen Abbau von bis zu 50.000 Stellen bekannt gegeben – zusätzlich zu schon vereinbarten einzusparenden 50.000 Stellen. Damit sollten die Kosten des größten europäischen Autokonzerns auf ein "wettbewerbsfähiges Niveau" gesenkt werden. Vier deutsche Werke gelten als von Schließung bedroht. Kommentatoren debattieren Auswirkungen über Deutschland hinaus und nötige Maßnahmen.
Bei einem Teilaspekt ihrer geplanten Wahlrechtsreform hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eine Niederlage im Parlament eingesteckt. Mit 188 Gegen- und 187 Dafürstimmen lehnte die Abgeordnetenkammer einen Änderungsentwurf der Regierungspartei Fratelli d'Italia ab. Die Änderung sollte es Wählern künftig ermöglichen, innerhalb einer Liste mit sogenannten Vorzugsstimmen einzelne Kandidaten nach vorn zu wählen.
Die Grenzkontrollen an der Grenze zwischen Spanien und dem britischen Überseegebiet Gibraltar sind abgeschafft. Ein nach dem Brexit zwischen London und Brüssel ausgehandeltes und seit Mittwoch geltendes Abkommen sieht auch den Abbau des 1908 errichteten Grenzzauns vor. Insbesondere für Berufspendler fallen damit mitunter stundenlange Wartezeiten weg. Diese und weitere Folgen nehmen Kommentatoren unter die Lupe.











