In der portugiesischen Küstenregion rund um Almada bleiben seit mehr als einer Woche immer wieder die Wasserhähne trocken – mitten in der Hochsaison. Die Einwohner- und Touristenzahlen in der Region steigen seit Langem, dennoch kommt die Modernisierung des Versorgungsnetzes nicht voran, zudem geht nicht weniger als ein Drittel des Wassers durch Lecks verloren. Portugiesische Medien fordern Konsequenzen.

USA und Iran haben ihre gegenseitigen Attacken fortgesetzt. Washington bestätigte Angriffe auf Ziele im Iran, Teheran nahm US-Basen in Kuwait und Bahrain ins Visier. Zuvor waren Handelsschiffe in der Meerenge von Hormus unter Beschuss geraten. Trump erklärte die vereinbarte Waffenruhe inzwischen für beendet. Europas Presse analysiert das Risiko einer weiteren Eskalation.

Die Nato-Staaten haben zum Abschluss ihres Gipfels in Ankara Geschlossenheit demonstriert. In der Abschlusserklärung heißt es, Europa und Kanada würden in Zukunft größere Lasten bei der Verteidigung tragen. In die Rüstungsindustrie und die Modernisierung der Streitkräfte der Mitgliedsstaaten soll massiv investiert werden. Auch wurde der Ukraine Militärhilfe im Umfang von 140 Milliarden Euro über zwei Jahre in Aussicht gestellt. Die Medien ziehen Bilanz.

Hitze und Trockenheit haben in Portugal, Spanien und Frankreich zu großen Waldbränden geführt. In Andalusien starben zwölf Menschen. In den französischen Pyrenäen wurden 10.000 Einwohner evakuiert. Die Medien diskutieren über die Schwierigkeiten der Anpassung der Zivilisation an das Brandrisiko in der Natur.

Ein Berufungsgericht hat die Verurteilung der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen wegen Veruntreuung von EU-Geldern bestätigt. Die Sperre für öffentliche Ämter wurde verkürzt, sodass sie an der Präsidentschaftswahl 2027 teilnehmen kann. Von der dreijährigen Haftstrafe werden zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Im verbleibenden Jahr müsste sie eine Fußfessel tragen. Le Pen will in Revision gehen und kündigte an, "ohne Fußfessel" kandidieren zu wollen.

Russische Sportler dürfen wieder an den Olympischen Spielen und den zur Qualifikation notwendigen Wettbewerben teilnehmen. Das entschied das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag. Noch offen ist, ob die Athleten in Los Angeles 2028 wieder unter der russischen Flagge starten dürfen. Für Kommentatoren unabhängig davon ein fatales Signal.

In Ankara haben sich die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedsländer getroffen. Auch der ukrainische Präsident Selenskyj war zu Gast und bekräftigte den Wunsch, dass sein Land in die Nato aufgenommen werde. Angesichts der Herausforderungen, vor der die Nato steht, ziehen manche Kommentatoren eine erste positive Zwischenbilanz des Gipfels.

Die Türkei zelebriert den Nato-Gipfel in Ankara mit gehörigem Aufwand. Besonders pompös fiel der Empfang von Donald Trump aus. Der amerikanische Präsident hatte zuvor durchblicken lassen, er komme nur wegen seines 'Freunds Erdoğan' zu dem Bündnistreffen. Die Medien nehmen das zum Anlass, die Bedeutung des Gastgeberlandes für die USA wie Europa zu bewerten.

Der britische Nationalpopulist Nigel Farage hat seinen Rücktritt als Unterhaus-Abgeordneter verkündet. Damit reagiert der Chef der Partei Reform UK auf Berichte über nicht öffentlich gemachte Spenden und Dienstleistungen in Millionenhöhe. Farage sieht seinen Schritt jedoch nicht als Schuldeingeständnis: Er will nun bei der Nachwahl in seinem Wahlkreis erneut antreten.

Im Berufungsprozess gegen Marine Le Pen wird am heutigen Dienstag das Urteil erwartet. Ein Pariser Gericht muss entscheiden, ob es das Urteil der ersten Instanz bestätigt und Le Pen für schuldig erklärt, EU-Gelder veruntreut zu haben. Neben einer Freiheits- und einer Geldstrafe wurde Le Pen im Frühjahr 2025 für fünf Jahre von Wahlen ausgeschlossen.

Premierminister Péter Magyar hat im Rahmen geplanter Verfassungsänderungen vorgeschlagen, ab der nächsten Wahl 2030 die Amtszeit eines Abgeordneten auf höchstens zwölf Jahre zu begrenzen. Dabei werden auch die bereits im Parlament verbrachten Jahre angerechnet. Ein Großteil der derzeitigen Abgeordneten der Fidesz-Partei von Viktor Orbán könnte dann künftig nicht mehr kandidieren.

Der US-Stürmer Folarin Balogun hatte eine rote Karte bekommen, doch die Fifa hat die damit üblicherweise verbundene Sperre für das folgende Achtelfinal-Spiel gegen Belgien wieder aufgehoben. Donald Trump sagte, er habe Fifa-Boss Gianni Infantino darum telefonisch gebeten. Dieser bestätigte den Anruf, beharrte aber darauf, dass die Entscheidung unabhängig getroffen wurde. Die mediale Fußballwelt wittert Foulspiel auf höchster Ebene.

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