Google will in Finnland mehrere Rechenzentren bauen und dafür rund 13 Milliarden Euro in die digitale Infrastruktur investieren. An einem Standort wurden bereits vor Fertigstellung der Umweltverträglichkeitsprüfung über 300 Hektar Wald gerodet. Die finnische Aufsichtsbehörde verlangte eine Aussetzung umweltschädigender Baumaßnahmen, nach langem Schweigen entschuldigte sich Google und nun stehen die Arbeiten still.

Die Verhandlungen um den EU-Haushalt für die Jahre 2028 bis 2034 gehen in die heiße Phase. Die Kommission hatte einen rund zwei Billionen Euro umfassenden Entwurf vorgelegt, der auf Kritik bei den Nettozahlern Deutschland, Niederlande, Schweden und Österreich stieß. Nun hat die irische Ratspräsidentschaft einen Kompromissvorschlag gemacht, der rund 160 Milliarden Euro kleiner ist.

US-Präsident Donald Trump hat einen Diesel-Deal mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin abgeschlossen, während in Brüssel um das nächste Sanktionspaket gegen Moskau gerungen wurde. Gleichzeitig erstarken in der EU Positionen, die die Hilfen für die Ukraine in Frage stellen. Kommentatoren debattieren, wie sich Europa aufstellen sollte, um dieser Lage angemessen zu begegnen.

Die Huthi-Miliz greift seit rund einer Woche Flughäfen und Industrieanlagen in Saudi-Arabien an und droht mit einer weiteren Eskalation. Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte Regierung im Jemen, die gegen die mit Iran verbündete Huthi-Miliz kämpft. Die USA und auch das Mekka-Bündnis zeigten sich zunächst zurückhaltend, was Unterstützung für Riad angeht.

Der britische Premier Andy Burnham hat Russland vorgeworfen, sich 2016 aktiv in das Brexit-Referendum eingemischt zu haben. Details zu Art und Auswirkungen der Einflussnahme nannte er in dem Interview jedoch nicht. Wähler in Deutschland und Frankreich sollten sich bewusst sein, dass ein Teil der politischen Debatten "von unseren Feinden, speziell Russland, angestoßen wird", warnte Burnham.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat angekündigt, erstmals seit mehr als 60 Jahren eine Militärhinrichtung durchführen zu wollen. Die Erschießung des verurteilten Attentäters, der 2009 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood 13 Menschen erschossen hatte, solle zudem live übertragen werden. Menschenrechtler, aber auch demokratische und republikanische Politiker äußerten scharfe Kritik. Kommentatoren schließen sich an.

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag einen Diesel-Deal mit Wladimir Putin und eine vorübergehende Lockerung der US-Sanktionen gegen Russland angekündigt. Noch im Oktober sollen 300.000 Tonnen Diesel ausgeliefert werden, weitere Millionen Tonnen sind geplant. Der Deal soll die hohen Spritpreise in den USA senken. Europas Presse diskutiert mögliche Folgen und die Glaubwürdigkeit der USA als Verbündeten.

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die südafrikanische Juristin und Menschenrechtlerin Navanethem "Navi" Pillay. Sie war von 2003 bis 2008 Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag und dann bis 2014 UN-Hochkommissarin für Menschenrechte. Wenige Stunden nach der Verkündung der Preisvergabe durch das Nobelpreiskomitee in Oslo am Freitag verschärften die USA ihre Sanktionen gegen den IStGH.

Der EU-Abgeordnete Raphaël Glucksmann ist zum Präsidentschaftskandidaten des sozialdemokratischen, gemäßigt linken Lagers in Frankreich gekürt worden. Bei einer gemeinsamen Vorwahl seiner Partei Place Publique und der Sozialistischen Partei (PS) lag er mit rund 66 Prozent der Stimmen weit vor dem PS-Vorsitzenden Olivier Faure und der ehemaligen Ministerin Ségolène Royal. Was bedeutet das für die Linke?

Die vor 10 Jahren eingestellte renommierte Tageszeitung Népszabadság ist in Ungarn wiederbelebt worden. Sie erscheint nun als Wochenzeitung und Online-Medium. 2016 hatte der damalige Eigentümer, der Österreicher Heinrich Pecina, die damals auflagenstärkste ungarische Zeitung ohne Vorwarnung geschlossen und den Verlag an einen Viktor Orbán nahestehenden Geschäftsmann verkauft. Hinter dem Neustart stehen vier einheimische Privatleute.

Als Reaktion auf die Schülerproteste in Frankreich hat Bildungsminister Edouard Geffray am Donnerstag angekündigt, kurzfristig mehr als 3.000 Vertretungslehrkräfte zu engagieren. Die Proteste gegen schlechte Lernbedingungen, die im September an einem Gymnasium in Créteil ihren Ursprung nahmen, hatten rasch auf das ganze Land übergegriffen. In mehreren Städten kam es zu Ausschreitungen. Die Presse versucht, das Ausmaß der Mobilisierung zu erklären.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat ihre Wahlrechtsreform 'Stabilicum' mit einer letzten Abstimmung erfolgreich durch das Parlament gebracht. Die Reform wurde in der Abgeordnetenkammer mit 227 zu 164 Stimmen endgültig verabschiedet. Der Senat – die zweite Kammer des Parlaments – hatte das Vorhaben bereits Mitte September gebilligt.

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