Luftabwehr aus Israel: Guter Deal für Athen?
Griechenland importiert Waffen im Wert von drei Milliarden Euro aus Israel. Ein neuer Vertrag beinhaltet ein Luftabwehrsystem zum Schutz vor Drohnen und Raketen, das binnen drei Jahren einsatzbereit sein soll. Das sogenannte Achilles-Schild sorgt allerdings für Kontroversen in den griechischen Medien.
Die Achillesferse am Schutzschild
Documento verweist auf die Risiken:
„Das kritische Szenario ist nicht nur ein Krieg mit der Türkei. Es ist der Tag, an dem eine griechische Regierung mit Tel Aviv über Zypern oder den Gazastreifen oder irgendetwas anderes uneinig ist und feststellen wird, dass das nächste Software-Update auf sich warten lässt, ebenso wie die Versorgung mit Raketen... Das Schutzschild wird nicht uns gehören. Wir werden es mit einem dreißigjährigen Vertrag von einem Vermieter mieten, der sich permanent im Krieg befindet, und wir werden es in homerischem Griechisch 'Schild des Achilles' nennen. Achilles hatte einen Schild, der von Hephaistos, seinem Gott, auf Bestellung angefertigt worden war. Unserer kam direkt mit der Ferse vorinstalliert.“
Der Wert einer mehrschichtigen Verteidigung
Yaakov Chaliotis, Gründer des Beratungsunternehmens 'Group of Verified Intelligence', zeigt in Liberal die Vorteile auf:
„Für Griechenland liegt der Wert des 'Schilds' nicht in einer hypothetischen undurchdringlichen Mauer, sondern in einer mehrschichtigen Verteidigung und vor allem in deren Integration. Es stärkt die Fähigkeit zur Abwehr ballistischer, Luft- und Drohnenbedrohungen, schützt kritische Infrastruktur und verbessert die Überlebensfähigkeit der griechischen Streitkräfte. ... Hinzu kommt die industrielle Dimension: heimische Produktion, Know-how und hochspezialisierte Arbeitsplätze.“