Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf zwei Logistikzentren der russischen Onlinehandelskette Wildberries sind am Samstag acht Menschen gestorben. Ein Großlager in Elektrostal bei Moskau brannte komplett ab. In der Nacht auf Montag folgte ein Angriff auf einen weiteren Lagerkomplex des Unternehmens im Umland der russischen Hauptstadt. Die Medien erörtern die Frage, ob solche Attacken im Krieg legitim sind.
Die französische Nationalversammlung hat nach langer Debatte ein Gesetz verabschiedet, das Sterbehilfe für unheilbar Kranke unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Ein interdisziplinäres Gremium unter ärztlicher Beteiligung muss den Wunsch des Sterbewilligen prüfen. Da der Senat das Gesetz mehrfach abgelehnt hatte, will Premier Sébastien Lecornu es noch dem Verfassungsrat vorlegen.
Für viele Ukrainer gilt Mychajlo Fedorow als Politikstar der neuen Generation. Als Digitalminister hatte er die Handy-Applikation Dija eingeführt, die viele Behördengänge überflüssig macht. Als Verteidigungsminister setzte er auf Drohnen und die Abschaltung des Satelliteninternets Starlink für die russischen Invasoren. Nach wenigen Monaten im Amt musste er nun im Zuge eines Regierungsumbaus gehen, was zu Straßenprotesten im Land führte.
Argentinische Spieler haben nach ihrem 2:1-Sieg gegen England im Halbfinale der Fußball-WM ein Banner mit der spanischen Aufschrift "Die Malvinas sind argentinisch" hochgehalten — ein klarer Verstoß gegen das Verbot politischer Aussagen bei der WM. Prompt ist der Territorialstreit um die zu Großbritannien gehörende Inselgruppe vor der patagonischen Küste im Südatlantik wieder im Blickfeld der Medien.
Volkswagen-Chef Oliver Blume hat einen Abbau von bis zu 50.000 Stellen bekannt gegeben – zusätzlich zu schon vereinbarten einzusparenden 50.000 Stellen. Damit sollten die Kosten des größten europäischen Autokonzerns auf ein "wettbewerbsfähiges Niveau" gesenkt werden. Vier deutsche Werke gelten als von Schließung bedroht. Kommentatoren debattieren Auswirkungen über Deutschland hinaus und nötige Maßnahmen.
Bei einem Teilaspekt ihrer geplanten Wahlrechtsreform hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eine Niederlage im Parlament eingesteckt. Mit 188 Gegen- und 187 Dafürstimmen lehnte die Abgeordnetenkammer einen Änderungsentwurf der Regierungspartei Fratelli d'Italia ab. Die Änderung sollte es Wählern künftig ermöglichen, innerhalb einer Liste mit sogenannten Vorzugsstimmen einzelne Kandidaten nach vorn zu wählen.
Die Grenzkontrollen an der Grenze zwischen Spanien und dem britischen Überseegebiet Gibraltar sind abgeschafft. Ein nach dem Brexit zwischen London und Brüssel ausgehandeltes und seit Mittwoch geltendes Abkommen sieht auch den Abbau des 1908 errichteten Grenzzauns vor. Insbesondere für Berufspendler fallen damit mitunter stundenlange Wartezeiten weg. Diese und weitere Folgen nehmen Kommentatoren unter die Lupe.
Der neueste Film von Starregisseur Christopher Nolan (Batman-Trilogie, Oppenheimer) kommt dieser Tage in die Kinos. Da er mit Homers Odyssee einen über 2500 Jahre alten Klassiker als Story-Grundlage wählte, gibt es nun reichlich Stoff für Diskussionen: Passt das zusammen, ein frühantikes Epos und die effektvoll animierten Fantasiewelten heutiger Hollywood-Blockbuster? Dazu Pressestimmen aus Griechenland.
Mehrere europäische Länder haben in Paris ein Bündnis mit der Ukraine zur gemeinsamen Raketenabwehr beschlossen. Ziel sei die Abschreckung und Neutralisierung von Bedrohungen, hieß es. Außerdem erklärte sich die “Koalition der Willigen” bereit, im Falle eines Waffenstillstands die Sicherheit der Ukraine garantieren zu wollen und kündigte Übungen multinationaler Truppen in Polen an.
Russland bezeichnet seinen Angriffskrieg in der Ukraine offiziell als "Spezielle Militäroperation". Wer in Russland öffentlich von einem "Krieg" sprach, konnte sogar bestraft werden. Nun nutzt man im Kreml das Wort immer öfter selbst. "Es ist Krieg, ein echter Krieg", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow und begründete dies damit, dass hinter Kyjiw "auch Berlin, Paris, Den Haag, Oslo und leider auch Washington" stünden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen erneuten Kabinettsumbau sowie Wechsel an der Spitze der Strafverfolgungsbehörden angekündigt. Die Ukraine richte sich strategisch neu aus, begründete Selenskyj die Maßnahmen, ohne Details zu nennen. Konkret bekannt ist bisher erst, dass Premierministerin Julija Swyrydenko nach nur einem Jahr im Amt ersetzt wird. Kommentatoren versuchen, die Zeichen zu deuten.











