Die Forderung des ehemaligen ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow nach Wahlen in der Ukraine schlägt Wellen. Er hatte in einer Videobotschaft verlangt, einen legitimen, sicheren und realistischen Weg für Wahlen auch während des Krieges zu finden – ein Vorstoß, der bislang weitgehend als Tabu galt. Kommentatoren debattieren, was hinter dem Vorgehen des in der Bevölkerung beliebten Politikers stecken könnte.
Am 19. August 1991 riss ein von sowjetischen Hardlinern gebildetes "Staatskomitee für den Ausnahmezustand" (GKTSchP) in Moskau die Macht an sich. Der Putsch gegen den reformorientierten Staatspräsidenten Michail Gorbatschow scheiterte nach drei Tagen am Widerstand der Bevölkerung in den Großstädten und der Führung der Russischen Teilrepublik unter Boris Jelzin. Als Folge zerfiel die UdSSR innerhalb weniger Monate.
In der Inselwelt der Ägais gibt es einen neuen Streitpunkt zwischen den beiden Anrainern: Griechenland hat im Juli 2025 zwei Meeresschutzparks im Ionischen und im Ägäischen Meer ausgerufen. Nun zog die Türkei mit zwei eigenen Meeresparks nach. Athen protestiert, die türkischen Schutzgebiete überschritten türkische Hoheitsgewässer und zielten darauf, die Ägäis zu zerteilen.
Der größte Waldbrand in Belgien seit mehr als 100 Jahren hat im Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze eine Fläche von rund 30 Quadratkilometern zerstört und ist noch nicht vollständig unter Kontrolle. Rund 500 Menschen sind im Einsatz, um die Flammen einzudämmen. Zahlreiche Bewohner mussten das Gebiet verlassen. Kommentatoren debattieren, welche Konsequenzen europaweit gezogen werden sollten.
Donald Trump hat kurz vor Beginn eines gemeinsamen Manövers der USA mit Südkorea Weisung erteilt, dieses "wesentlich zu reduzieren". Der US-Präsident begründete dies sowohl mit den hohen Kosten als auch mit seinen Kontakten zu Nordkoreas Diktator Kim Jong-un. Diese hätten sich "sehr positiv" entwickelt. Die Medien beleuchten die Auswirkungen der Washingtoner Volte.
Ein Gericht in Pskow hat am Montag Lew Schlosberg, einen Politiker der zu Frieden im Ukrainekrieg aufrufenden Oppositionspartei Jabloko, zu elf Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Ihm wurde "Diskreditierung der Armee" und "Verbreitung von Falschinformationen" vorgeworfen. Am gleichen Tag bestätigte die Berufungsinstanz des Obersten Gerichts den Ausschluss Jablokos von der Mitte September anstehenden Wahl der Staatsduma.
Der französische Verfassungsrat hat das im Juli vom Parlament beschlossene Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren gestoppt. Es stelle "einen unverhältnismäßigen Eingriff" in die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit dar, begründete der Verfassungsrat. Präsident Emmanuel Macron beauftragte daraufhin eine Überarbeitung des Gesetzes in eine "rechtlich tragfähige" Form. Europas Presse zieht eigene Schlüsse.
Der wegen Plagiatsvorwürfen und offenbar unstimmigen biografischen Angaben Anfang August zurückgetretene Cambridge-Professor Jason Arday ist am Freitag in London tot aufgefunden worden. Der Bildungssoziologe war 2023 mit 37 Jahren der jüngste schwarze Professor der Eliteuniversität geworden. Ihr Rektor Chris Smith sprach von einer "rassistischen Hetzjagd" im Zusammenhang mit den gegen Arday erhobenen Vorwürfen.
Angesichts von Rekordtemperaturen, Dürre und Waldbränden werden in Europa die Rufe nach konkreten Maßnahmen gegen den spürbarer werdenden Klimawandel lauter. In Tschechien wurde die Nationale Koalition gegen Dürre wieder einberufen und Premier Babiš kündigte 20 neue Staudämme an. Berlin diskutiert über einen Hitzeschutz-Aktionsplan. Auch Europas Presse sammelt Vorschläge.
Der britische Nationalpopulist Nigel Farage hat die von ihm nach Korruptionsvorwürfen selbst initiierte Nachwahl in seinem Wahlkreis Clacton in Essex mit 63 Prozent der Stimmen gewonnen. Allerdings hatten alle großen Parteien aus Protest keine Gegenkandidaten aufgestellt. So avancierte der als "Count Binface" antretende Komiker Jon Harvey zum einzigen gewichtigen Gegner. Die Medien analysieren die Wahl-Farce dennoch mit dem gebotenen Ernst.
Nach fast drei Jahren hat die schwedische Gewerkschaft IF Metall ihren Arbeitskampf gegen den US-Automobilhersteller Tesla eingestellt. Dieser hatte sich geweigert, wie in Schweden üblich ein Tarifabkommen zu unterzeichnen. Nun wurden die etwa 80 streikenden Mitarbeiter von dem Konzern offenbar mit Abfindungen aus ihren eigenen Jobs "herausgekauft".
Seit fünf Jahren herrschen die Taliban wieder über Afghanistan. Die Führungsriege beging den Jahrestag mit einem Festakt vor der ehemaligen US-Botschaft, doch der Großteil der Bevölkerung hat keinen Grund zum Feiern: Millionen hungern und Frauen werden zudem systematisch vom öffentlichen Leben und Bildung ausgeschlossen, sogar Singen ist ihnen verboten. Mehrere EU-Staaten schieben Flüchtlinge inzwischen wieder nach Afghanistan ab.











